Ziel des FC Dietzenbach ist der Klassenerhalt

Der ehemalige Egelsbacher Regionalliga-Spieler Dragan Reljic trainiert den FC Dietzenbach bereits in der elften Saison.

Dietzenbach - Der FC Dietzenbach ist einer der jüngsten Vereine der Region. Fußball gespielt wird in Dietzenbach zwar seit 1906 – damals aber noch beim Sport-Club 06, der sich 1945 mit weiteren Dietzenbacher Vereinen zur SG Dietzenbach zusammenschloss. Die erreichte in der Saison 1970/71 ihren sportlichen Höhepunkt – ein Jahr gehörte die Sportgemeinschaft der Gruppenliga (heute: Verbandsliga) an, stieg aber als Vorletzter direkt wieder ab. Mehrere Mitglieder - Anhänger des Fußballs – glaubten damals, vom Hauptvorstand der SG benachteiligt zu werden, traten aus dem Verein aus und gründeten im April 1971 den heutigen FC Dietzenbach.

14 Jahre später stieg der FCD von der A-Liga Offenbach in die Bezirksliga auf. Vier Jahre später ging es erneut eine Klasse höher: Die Dietzenbacher spielten erstmals in der Bezirksoberliga Frankfurt Ost, aus der die FC-Kicker am Ende der Saison 1998/99 wieder abstiegen. Damit war das Ende des Absturzes aber noch nicht erreicht: 2001 erfolgte der nächste Abstieg in die Kreisliga A Offenbach West. Vier Jahre später führte Roland Gerhardt die Dietzenbacher in die Bezirksliga Offenbach zurück. 2011 bejubelte der FCD den nächsten Aufstieg: Dragan Reljic, ehemaliger Regionalligaspieler der SG Egelsbach, führte Dietzenbach wieder in die Gruppenliga Frankfurt Ost.

In der Saison 2015/2016 hätte Reljic sein Denkmal im Dietzenbacher Waldstadion beinahe auch noch vergoldet: Nach einer spannenden Runde sicherten sich die Dietzenbacher mit ihrem kleinen Kader den zweiten Platz und nahmen erstmals an der Aufstiegsrunde zur Verbandsliga Süd teil. Doch nach Niederlagen gegen die Usinger TSG (1:3) und den VfR Fehlheim (2:5) war der Aufstiegstraum beendet. Die beiden Konkurrenten stiegen auf, der FCD blieb in der Gruppenliga.

In der Spielzeit 2016/2017 lief bei den Dietzenbachern lange Zeit gar nicht zusammen. Der FCD rangierte einige Wochen lang am Tabellenende, sicherte sich aber dank einer guten zweiten Saisonhälfte als Tabellenzwölfter noch den Klassenerhalt. Der steht auch in der laufenden Runde bei den Kreisstädtern im Vordergrund. Trotz kleinem Kader und kleinem Etat wollen die Dietzenbacher auch in dieser Saison die Klasse halten. Am vergangenen Wochenende unterlag die Reljic-Elf im Offenbacher Kreisderby bei Germania Klein-Krotzenburg mit 2:3, mit 18 Punkten nehmen die Dietzenbacher einen Abstiegsplatz ein. Das rettende Ufer ist aber nur zwei Zähler entfernt.

„Wir haben nach der vergangenen Saison einen Schnitt gemacht“, erklärt Werner Marquardt, seit über 20 Jahren Spielausschussvorsitzender beim FCD. „Wir wussten, dass wir gegen den Abstieg kämpfen, aber die Mannschaft spielt bisher eine gute Runde.“ Allerdings plagten den FC zuletzt einige Personalsorgen. Mit Roland Pauna fällt der bisher beste Torschütze (elf Treffer) mit einem Muskelbündelriss bis ins neue Jahr hinein aus. Auch Stammtorhüter Michael Knecht steht aus Verletzungsgründen erst 2018 wieder zur Verfügung. Zweimal hütete daher in den vergangenen Wochen in Mehmet Aslan ein Feldspieler aus der zweiten Mannschaft das Tor – er hatte in der Jugend schon einmal zwischen den Pfosten gestanden. In Klein-Krotzenburg spielte nun erstmals Jugendtorhüter Alexander Speyer. „In der Winterpause werden wir und auf drei, vier Positionen verstärken und den Kader verbreitern müssen“, erklärt Marquardt, „wichtig sind die beiden anstehenden Heimspiele gegen die direkten Konkurrenten Hochstadt und Langen. Die müssen wir gewinnen, dann ist alles im grünen Bereich.“ Dann, so ist der Spielausschussvorsitzende des Dietzenbacher Fußballclubs zuversichtlich, stehen die Chancen auch gut, erneut die Klasse zu erhalten.
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