Ziel ist und bleibt der Klassenerhalt

Die ersten Handballherren der TSG Bürgel nehmen aktuell in der Oberliga Hessen den fünften Platz ein. Am morgigen Sonntag steht das Verfolgerduell gegen die HSG Pohlheim an. (Foto: TSG Bürgel)

Offenbach – Im Sommer diesen Jahres betraten die ersten Handballherren der TSG Bürgel Neuland: Als Meister der Landesliga Süd stieg die Mannschaft in die Oberliga Hessen auf. Zwar spielten die Bürgeler bereits von 1989 bis 1994 in der Südgruppe der damals zweigeteilten Oberliga Hessen, doch nach 22 Jahren der Abstinenz kann man getrost von einem neuen Meilenstein in der Geschichte der TSG-Handballer sprechen. Ihre beste Platzierung erreichten die Bürgeler seinerzeit übrigens in der Spielzeit 1992/1993 als Vierter. Nur ein Jahr später allerdings stieg die TSG ab – und tauchte erst jetzt wieder in der höchsten Spielklasse auf Landesebene auf.

Und blicken auf einen bisher erfolgreichen Rundenverlauf zurück. Mit 11:7 Punkten nehmen die Offenbacher den fünften Tabellenplatz ein, vor eigenem Publikum verließ die TSG in allen vier Begegnungen als Sieger das Parkett. Am vergangenen Wochenende unterlag der Aufsteiger beim Titelaspiranten SG Bruchköbel nach einer überzeugenden Leistung in den ersten 40 Minuten erst im Endspurt mit 25:32 „Wir sind stolz auf das, was wir bisher geleistet haben“, sagt Tom Grunwaldt, seit November 2014 Trainer im Offenbacher Stadtteil. „Und wir sind froh, dass wir die Erwartungen erfüllt haben. Unsere eigenen und die der Fans. Denen wollen wir gerecht werden.“ Nach einem schon sensationellen Rundenstart mit 8:0 Punkten träumte schon mancher im Bürgeler Umfeld vom Durchmarsch in die 3. Liga, doch Grunwaldt tritt schnell auf die Euphoriebremse: „Unser Ziel ist und bleibt der Klassenerhalt.“

Mit 11:7 Punkten aus acht Partien hat seine Mannschaft schon einen wichtigen Schritt in diese Richtung getätigt. „Zum Glück haben wir uns sehr schnell in dieser Liga akklimatisiert“, sagt Grunwaldt. Das war in der Vergangenheit nicht immer so: Zweimal stieg die TSG in der jüngeren Vergangenheit aus der Bezirksoberliga in die Landesliga Süd auf, vertraute auf die Aufstiegsmannschaft – und stieg postwendend wieder ab. Das soll den Offenbachern auf keinen Fall noch einmal passieren. „Wir haben schnell einige Punkte auf der Habenseite gesammelt und stehen damit nicht von Beginn an unter Druck, dass wir punkten müssen. Wir können derzeit befreit aufspielen“, erklärt der TSG-Trainer und beschreibt die Oberliga Hessen als „Zwei-Klassen-Gesellschaft.“

Tom Grunwaldt meint: „Mal sehen, wo wir nach der Hälfte der Runde stehen. Ich bin guter Dinge, dass wir uns im Tabellenmittelfeld festsetzen.“ Der TSG-Trainer vergisst nicht zu betonen, dass seine Mannschaft Woche für Woche 100 Prozent geben müsse, um in dieser Liga bestehen zu können. Denn: „In der Oberliga kann jeder jeden schlagen. Hier ist keine Prognose möglich, es sind Woche für Woche Ergebnisse dabei, die man so nicht erwartet. Das wiederum zeigt, wie wichtig es ist, dass wir unsere Heimspiele gewinnen, die zählen am Ende doppelt und dreifach.“ Und um die Klasse sicher zu erhalten, sollten die Offenbacher auch in den Auswärtsspielen bei den Kellerkindern in Griesheim, Kahl/Kleinostheim oder Münster doppelt punkten. In Kahl/Kleinostheim gaben die Offenbacher beim 34:34 leichtfertig einen Punkt ab, in Griesheim und Münster spielt die TSG erst in der Rückrunde.

Grunwaldt betont noch einmal: „Unser Ziel ist der Klassenerhalt. Alles weitere ist ein Plus für die Mannschaft, die Zuschauer und Fans sowie alle diejenigen, die den Verein unterstützen. Wir sind nicht angetreten, um die Oberliga zu erobern.“ Am morgigen Sonntag – Anpfiff in der ESO-Sportfabrik ist um 18 Uhr – treffen die Bürgeler im Verfolgerduell auf die punktgleiche HSG Pohlheim. Beim Tabellensechsten und ehemaligen Drittligisten spielen eine Reihe von Spielern, die bereits mit dem TV Hüttenberg in der Bundesliga aktiv waren. Die Mannschaft verfügt über reichlich Erfahrung, dennoch will die TSG vor eigenem Publikum den fünften Sieg hintereinander einfahren.
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