Ali Rädlein - Rödermarks Politgeplänkel aus Sicht eines Hundes

Hallo liebe Menschen,
erst mal ein herzliches wuff, wuff!"

mein Name ist Ali, ich bin ein sogenannter Billigjagdhund aus Rumänien, 1/3 Labrador und 2/3 Deutsch-Kurzhaar. Leider bin ich nicht schussfest, womit mein Schicksal als zum Köter degradierten Hund besiegelt wurde. Vor vier Jahren haben mich mein jetziges Frauchen und Herrchen aus dem Hundeheim geholt. Seither geht es mir sehr gut. Eine Begleithundeprüfung und Antijagdtraining zusammen mit meinem Herrchen hat mir immensen Spaß gemacht. Er ist mein Chef und ich höre gerne auf ihn oder sie. Mein Frauchen gibt sich sehr viel Mühe, mich bestens zu pflegen. Mein Herrchen ist ein großer Hundefreund und hat mir erzählt, dass der Rudelführer (Ihr Menschen nennt Ihn Bürgermeister) in Rödermark die Kosten für die Rödermärker Hunde publiziert hat. 24 neue „Hundeklos“ seien geplant, sagt er. Tütenspender und Abfallbehälter sollen jährlich mehr als 17.000 Euro kosten. Ich kenne mich mit Geld nicht aus, mein Herrchen sagt aber, gemessen an der Hundesteuer von ca. 180.000 Euro, die Rödermark pro Jahr einnimmt, sei das nun wirklich nicht sehr viel. Warum müssen unsere heiß gehassten Katzen und unsere guten Freunde, die Pferde, keine Steuern zahlen? Wau – kann ich da nur sagen.
Noch dazu, wo die Hundesteuer vor zwei Jahren ganz einfach verdoppelt wurde, weil die Rudelführer in Rödermark nicht mit ihrem Geld auskommen.
Herrchen fragt sich auch, warum bei Ausgaben für uns Hunde, die besten Freunde des Menschen, Kosten, die wir verursachen, immer so negativ dargestellt werden, obwohl ansonsten Ausgaben für alles Mögliche immer als Erfolg dargestellt werden. Mein Frauchen, Herrchen und ich versuchen beim Gassi-Gehen durch ordentliches Benehmen andere Menschen zum Lächeln zu bringen. Gelingt gut und macht Spaß. Trotzdem höre ich immer nur von meinen Hundekollegen, dass über uns zumeist negativ berichtete wird. Wissen diese Meckermenschen eigentlich, wie wichtig wir seit Jahrtausenden für unsere Herrchen und Frauchen sind, und was wir für die und auch heutzutage für die Wirtschaft tun? Wir selber sind sehr sauer über unsere schwarzen Schafe in unserer Hundegemeinschaft. Wir sind aber genauso sauer mit den Menschen, die uns andauernd verpönen und denen, die meine Hundekollegen wie ein Stück Dreck behandeln, wie ich es sehr oft in der Hundezeitung bei meinen morgendlichen Gassi-Gängen nachlesen kann. Die ewige Kritik über uns Hunde ist aber tausendmal leichter zu ertragen als die Misshandlungen, die auch ich erleben musste. Ein herzliches Wau an alle, bellt Ali.
Manfred Rädlein
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