Warum haben Kinder in der Schule Probleme?

Oft ist Nachhilfe sogar überflüssig!

Immer mehr Kinder kommen in der Schule nicht mehr richtig mit. Die Folge davon: Sie bekommen schlechte Noten, geben irgendwann auf und tun gar nichts mehr für die Schule. Sie rutschen in einen Teufelskreis, in dem sich ihr angebliches Versagen immer wieder aufs Neue bestätigt, wenn sie in der Klassenarbeit eine Fünf schreiben.

Als Ausweg sehen die Eltern irgendwann nur mehr Nachhilfestunden. Sie erwarten, dass ihre Kinder dort alles so erklärt bekommen, dass sie in Zukunft nur noch gute Noten schreiben. Sie glauben, das genügt, um ihre Kinder zu gu-ten Schülern zu machen. Aber allzu oft werden sie enttäuscht. Wenn Eltern und Schüler Pech haben, gehen die Kinder ihre gesamte Schulzeit über in die Nachhilfe und kommen trotzdem gerade nur so mit und die Eltern bezahlen dafür viel Geld. Der Haussegen hängt weiterhin schief und der Familienfrieden bleibt permanent gestört.

Dabei wäre es für Eltern so einfach, dieses Problem zu lösen, aber das kostet Zeit und Verständnis. Sie müssten nur herausfinden, woran es liegt, dass ihre Kinder keinen Spaß mehr an der Schule haben.

Die meisten Kinder freuen sich bei der Einschulung auf die Schule, werden aber schnell enttäuscht. Sie erwarten, dass sie hier ihre Neugier stillen können, müssen aber feststel-len, dass sie die meiste Zeit still auf ihrem Platz sitzen, der Lehrerin zuhören und aufmerksam sein müssen. Auf den eigenen Lernrhythmus und die individuellen Fähigkeiten der Schüler kann unser Schulsystem nur bedingt Rücksicht nehmen. Misserfolge in der Schule – die auch später plötz-lich auftreten können – führen bei Schülern zu einer unbe-wussten „Lernverweigerung“. Die Schüler kommen durch ihre schlechten Noten zu der Überzeugung, dass sie für die Schule nicht geeignet sind. Sie geben auf. Die Gründe für ihr angebliches „Versagen“ sind vielfältig. Es kann sein, dass das Kind überzeugt ist, dumm zu sein, weil es das immer wieder von Eltern und Lehrern zu hören bekommt. Es kann aber auch sein, dass das Kind nicht gelernt hat, sich auf neue Situationen und andere Menschen einzustellen. Oder es kennt keine Strategien, um mit Problemen und Frustrationen fertig zu werden. Es kann aber auch sein, dass ein Kind durch häuslichen Probleme so sehr abge-lenkt ist, dass es fürs Lernen kein Interesse aufbringen kann.

Erst wenn klar ist, warum das Kind in der Schule nicht mehr mitkommt, kann ihm geholfen werden. Und erst dann macht Nachhilfe Sinn, um den verpassten Lernstoff nachzuholen. Deshalb sollte Nachhilfe nur eine kurzfristige Angelegenheit für den Schüler sein. Das Ziel muss heißen: Den Schüler in seiner Persönlichkeit fördern und ihm den Spaß am Lernen zurückzugeben.
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