Eröffnung des Recycling-Kaufhauses in Roßdorf

Geschäftsführerin Rothstein und Projektleiter Weber eröffnen das Kaufhaus
 
Blick ins Recycling-Kaufhaus
Roßdorf: Recycling-Kaufhaus Roßdorf | Am 02.06.2017 öffneten sich im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung zwischen 11:00 und 16:00 Uhr die Tore des neuen Recycling-Kaufhauses in Roßdorf. Daniela Rothstein, Geschäftsführerin des Vereins zur Förderung von Menschen mit Behinderungen Darmstadt e.V., eröffnete mit einer feierlichen Rede den ersten Verkaufstag. Sie bedankte sich an dieser Stelle auch bei den MitarbeiterInnen des Recycling-Kaufhauses für ihr Engagement bei der Planung und des Aufbaus dieses Projekts. Im Anschluss der Rede durchtrennte Projektleiter Stephan Weber das Band und gab so den Startschuss für den Verkauf der im Recycling-Kaufhaus angebotenen Waren. Unter den Gästen befanden sich neben den BürgerInnen der Gemeinde Roßdorf auch VertreterInnen des Öffentlichen Lebens, wie u.A. Roßdorfs Bürgermeisterin Christel Sprössler, Herr Frank Klock vom Landkreis Darmstadt-Dieburg und Pfarrer Dr. Axel Erdmann von der Evangelischen Kirchengemeinde Roßdorf-Gundernhausen. Mit einem Sektempfang wurden die zahlreichen Gäste begrüßt und konnten anschließend bei Bratwurst, Häppchen, sowie Kaffee und Kuchen kräftig im vielfältigen Warenangebot stöbern – wobei so manches Schnäppchen gemacht wurde. Mit netter Musik und angeregtem Plausch war es eine gelungene Veranstaltung. Schnell wurde den Gästen deutlich, dass im Recycling-Kaufhaus nicht irgendeine Beeinträchtigung der MitarbeiterInnen in Vordergrund steht, sondern eine herzliche und unvoreingenommene Atmosphäre.
„Wir sind das erste Recycling-Kaufhaus in Hessen, welches als Zuverdienstbetrieb geführt wird“, verkündet Rothstein. In einem Zuverdienstbetrieb erhalten Menschen mit Behinderung die Möglichkeit, zu arbeiten. Dabei ist ein Zuverdienstbetrieb nicht gleichzusetzen mit einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen, sondern stellt eine Alternative mit einen niedrigschwelligen Zugang zu Arbeit dar. Zielgruppe der Beschäftigten im Recycling-Kaufhaus sind vor allem Menschen mit neurologischen Beeinträchtigungen, die hier eine Möglichkeit zu einer sinnstiftenden Tätigkeit erhalten sollen. „Wegkommen von der Wegwerfgesellschaft, verbunden mit der Schaffung von neuen Arbeitsplätzen“, nennt Rothstein die Philosophie, die hinter dem Recycling-Kaufhaus steht. Menschen mit einer „gesunden Biografie“ gelten allein wegen einer neurologischen Beeinträchtigung, wie bspw. bei den Folgen eines Schlaganfalls, bei Parkinson oder multipler Sklerose als behindert und fallen häufig nach der medizinischen Rehabilitation in eine Versorgungslücke. Dieser Problematik nimmt sich der Verein zur Förderung von Menschen mit Behinderungen Darmstadt e.V. an. Mit seinem Zuverdienstbetrieb bietet er diesem Personenkreis die Möglichkeit sozialer und beruflicher Re-Integration.
Die aktuell zwölf Beschäftigten sind im Recycling-Kaufhaus und in seiner angegliederten Werkstatt stundenweise tätig. Der erwirtschaftete Umsatz wird für die Miete der Räumlichkeiten, für das Gehalt der MitarbeiterInnen sowie für soziale Projekte eingesetzt.
Arbeitspädagoge Andreas Schumann betont: „Wir sind ein Team ohne Unterschiede. Jeder hat nach seinen Fähigkeiten eine feste Tätigkeit in unserem Betrieb und ist wichtig für den funktionierenden Ablauf“. Das System des Recycling-Kaufhauses ist einfach: Jeder kann nicht mehr benötigte Gegenstände, die zu schade zum Wegwerfen sind, dem Recycling-Kaufhaus spenden. Diese werden dann, falls nötig, in der Werkstatt aufbereitet und zu fairen Preisen weiterverkauft. Eine Abholung der Spenden ist nach Terminvereinbarung möglich, Spenden können aber auch während der Öffnungszeiten einfach im Recycling-Kaufhaus abgegeben werden.
Öffnungszeiten sind Montag bis Samstag 10.00 Uhr-14.00 Uhr.
Adresse: Recycling-Kaufhaus, An der Fuchsenhütte 62, 64380 Roßdorf.
Terminvereinbarung und Nachfragen unter E-Mail Zvb-rossdorf@web.dee oder unter Telefon 0162-2588350 oder 06154 69699 11.
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