Walldorf: Radweg nicht zu Ende geplant

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Kreis Groß-Gerau steht dem neu eröffneten Rad- und Fußweg entlang der Bundesstraße 44 in Walldorf grundsätzlich positiv gegenüber und sieht ihn als Bereicherung des Radwegenetzes im Kreis Groß-Gerau. Dennoch gibt es aus Sicht des ADFC leider ein paar Kritikpunkte. Der größte Mangel des Weges ist die zu geringe Breite zwischen den Straßen "An den Eichen" und "Im Steingrund". Deshalb fordert der ADFC hier die Aufhebung der Benutzungspflicht für den Radverkehr. Weitere Punkte, die aus Sicht des ADFC gegen die Benutzungspflicht in diesem Wegeabschnitt sprechen, ist das hohe Konfliktpotential zwischen Rad- und Fußverkehr insbesondere im Bereich der Fußgängerampel sowie die südliche Ausfahrt der Tankstelle, da ausfahrende Fahrzeuge aufgrund des Wohnhauses eine sehr eingeschränkte Sicht auf den aus südlicher Richtung kommenden, vorfahrtberechtigten Radverkehr haben. Der ADFC fordert deshalb von der Kreisverwaltung, die die Beschilderung für den Rad- und Fußweg angeordnet hat, die Benutzungspflicht im oben genannten Wegeabschnitt aufzuheben und statt dessen ein Benutzungsrecht zu beschildern (Fußweg - Radfahrer frei). Dann können Radfahrerinnen und Radfahrer selbst entscheiden, ob sie sich oben genanntem Konfliktpotential aussetzen möchten oder die Fahrbahn nutzen.

Im Übrigen schließt sich der ADFC-Kreisverband der Kritik des Radverkehrsbeauftragten an, dass der Weg im Süden quasi im Nichts endet. Die Anbindung an Mörfelden fehlt.

Insgesamt wurde dieses Projekt aus Sicht des ADFC nicht zu Ende geplant, so dass die Nutzer dieses Weges für viele Jahre mit diversen Mängeln leben müssen. Bleibt zu hoffen, dass einige Mängel mit der Fertigstellung des Weges - die Markierungen, wie zum Beispiel die Randmarkierungen, fehlen noch - behoben werden.
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