Begegnungsstätte Lindenstraße eröffnet

Eröffnungsfeier der Begegnungsstätte Lindenstraße
Seeheim-Jugenheim: Begegnungsstätte | SEEHEIM-JUGENHEIM. Ungewöhnlich laut musste Bürgermeister Olaf Kühn (parteilos) reden, um von allen verstanden zu werden. Über einhundert Gäste, Vereinsvertreter, Flüchtlinge und Mitglieder des Helferkreises "Asyl", konnte er in der alten Schule in der Lindenstraße in Jugenheim begrüßen. Das Vorderhaus der ehemaligen Seniorenresidenz „Zur Linde" hat die Gemeinde angemietet.
Dort sind Menschen untergebracht, die von Obdachlosigkeit bedroht sind. Das betrifft vor allem anerkannte Asylbewerber, die gerne in Seeheim-Jugenheim bleiben möchten, aber aufgrund des geringen Angebots an Mietwohnungen keine Chance haben, hier auf dem freien Wohnungsmarkt eine bezahlbare Unterkunft zu finden.
"Auch im Erdgeschoss dieses Gebäudes hätten Wohnungen entstehen können", so Kühn. Man habe sich aber dafür ent-schieden, den großen Raum als „Begegnungsstätte" zu nutzen, um Kontakte zwischen Einheimischen und Zugezogenen zu fördern. Der Saal kann von Vereinen kostenlos für Versamm-lungen oder Feiern gemietet werden. Wer Interesse hat, wendet sich an das Bürgerbüro der Gemeinde.
Der hiesige Lions Club wird den Raum mit Beamer, Leinwand und Großbild-TV ausstatten. Kühn freut sich bereits auf ein Public Viewing während der
Fußball-Europameisterschaft in diesem Saal.
Sorgen bereitet dem Bürgermeister allerdings, dass viele integrationswillige und zum Teil sehr gut ausgebildete Flüchtlinge, „die bei uns über Monate intensiv betreut wurden, uns verlassen werden, weil sie in Seeheim-Jugenheim keine dauerhafte Bleibe finden können“. Der Bürgermeister appelliert deshalb an alle Immobilienbesitzer, der Gemeinde vermietbaren Wohnraum für Flüchtlinge zu melden. "Wir haben tolle Leute unter den Flüchtlingen. Es wäre jammerschade, wenn wir die bei uns nicht halten könnten", so der Bürgermeister.



psj

Pressestelle der Gemeinde Seeheim-Jugenheim
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