Alles Biene ...oder was?

  Seeheim: Haus Hufnagel | Bienen sind ein wichtiger Faktor in der Natur. Doch in der heutigen Zeit können Honigbienen nur mit der Hilfe des Menschen überleben
Imkern ist daher aktiver Umweltschutz. Und: neue Imker braucht das Land! Noch vor 100 Jahren gab es etwa doppelt so viele Imker wie heute, da es allgemein üblich war, ein paar Bienen für den Eigenbedarf zu halten. Und um es kurz zu machen: mehr Bienen bedeutet mehr Tiere und Pflanzen, eine reichere Ernte, eine intaktere Umwelt und eine bessere Lebensqualität für den Menschen.

Doch Imkern ist ein neuer Trend. Und das ist gut so. Auch wenn das Imkern in der Stadt so sehr boomt, dass es zum Teil an seine Grenzen stößt, geht das „Imkersterben“ auf dem Land weiter – gerade da, wo Bienen als Bestäuber und Bioindikatoren am meisten gebraucht werden.
Noch 2008 hatte die Anzahl der Imker in hessischen Vereinen mit ca. 7.000 Mitgliedern einen historischen Tiefpunkt erreicht, das Durchschnittsalter lag bei 70 Jahren. Die Zahlen von Ende 2015 lassen aber für die Hobby-Imkerei wieder hoffen: nun gibt es in Hessen wieder ca. 9.000 Imker, die fast 52.000 Bienenvölker betreuen, das Durchschnittsalter ist auf 58 Jahre gesunken, wobei 63% der Mitglieder nun zwischen 41 und 63 Jahren alt sind.

Die Beweggründe von Imkerei-Interessierten sind mannigfaltig und reichen vom Wunsch nach mehr Naturnähe, über aktiven Umweltschutz oder eigenen Honig bis dahin „nur“ eine sinnvolle Freitzeitbeschäftigung oder einen Ausgleich zum Beruf zu finden.


Die Veranstaltung
Alles Biene ...oder was?
Infoveranstaltung für Imkerei-Interessierte

findet beim Bergsträßer Bienenzüchterverein
am Sonntag, den 26.06.2016 von 14 bis 18 Uhr (Einlass: 13.30 Uhr) im „Haus Hufnagel“, Bergstraße 20, 64342 Seeheim-Jugenheim statt. Der Eintritt ist frei.

Diese Infoveranstaltung rund um Bienen, Imkern und Honig richtet sich in erster Linie an Bienen-Neugierige, die Interesse an der Imkerei haben oder sogar schon einmal über eigene Bienen nachgedacht haben. Der Bergsträßer Bienenzüchterverein veranstaltet hierzu einen kurzweiligen Sonntag-Nachmittag mit kleinen Vorträgen und praktischen Vorführungen. Schautafeln, ausgestellte Imkereigerätschaften und Infomaterial geben einen ersten Einblick in das Imkern. Gerne beantworten die anwesenden, erfahrenen Imker alle Fragen um Bienen und Bienenhaltung. Verschiedene Honigsorten können auf frischem Baguette probiert werden. Die Besucher haben außerdem die Möglichkeit verschiedene Bienenprodukte wie Honig, Propolis und Cremes zu erwerben.



Der Bergsträßer Bienenzüchterverein e.V. (BBZ), der erst kürzlich sein 100-jähriges Bestehen feierte, widmet sich außer der Imkerei und Bienenzucht auch der Erhaltung der einheimischen Flora für Wild- und Honigbienen. So legte der Verein beispielsweise im Jahr 2014 eine Streuobstwiese in Seeheim-Jugenheim im Rahmen des Projektes „Blühender Landkreis“ an.

Imkertreffs: Die Mitglieder des Bergsträßer Bienenzüchtervereins treffen sich regelmäßig an jedem zweiten Montag des Monats von 20.00 bis 22.00 Uhr im „Haus Hufnagel“ in Seeheim.

Jungimker-Ausbildung: Imkerei-Anfänger sind gerne gesehen und bekommen im ersten Jahr einen Imkerpaten zur Seite gestellt.

Zucht: Der BBZ züchtet Honigbienen auf Krankheitsresistenz, insbesondere gegen die Varroamilbe. Jedes Jahr haben Vereinsmitglieder die Möglichkeit Zuchtstoff aus nachgezogenen Toleranzzucht-Königinnen kostenlos abzuholen. Zudem erhalten fünf ImkerInnen vom Verein kostenlos je eine Toleranzzucht-Königin, um die Zuchtlinien im Vereinsgebiet zu verbreiten.

Schulklassen und Kindergärten: Für Interessierte gibt es jedes Jahr bei der Honigernte im Mai/Juni die Möglichkeit ganz praxisnah etwas über die Bienenhaltung zu erfahren. So wurde beispielsweise im letzten Jahr in einem Kindergarten ein „Bienen-Tag“ mit Honigschleudern, Sandkerzengiesen und Bienen-Geschichten veranstaltet.

www.bergsträsserbienenzüchterverein.de
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