Kapitale Karpfen im Sommer

Der Sommer, auch als "Sommerloch" bekannt, kann von Anglern trotz des großen Nahrungsangebots im Wasser von Erfolg gekrönt werden. (Foto: Capri23auto / pixabay.com)
Es ist Juli und die Sommertage sind heiß. Zahlreiche Badegäste zieht es neben dem Freibad auch an einen Badesee. Für die Bewohner der Gewässer hingegen ist das Wasser zu warm. Fische, wie Rotfeder, Rotauge, Schleie und Brasse sind am Tag selten aktiv. Auch der Karpfen legt an heißen Tagen seine Ruhephase ein. Das altbekannte „Sommerloch“ ist unter Anglern ein großes Thema. Nichtsdestotrotz ist es möglich, kapitale Karpfen im Sommer an den Haken zu locken.

Großes Nahrungsangebot für Karpfen
Mit Beginn der warmen Jahreszeit sind viele Wasserinsekten und Fluginsekten im Wasser zu finden. Ob Mückenlarven oder Wasserläufer, das Nahrungsangebot ist deutlich größer, als zur kalten Jahreszeit. Zum Vorteil für den Karpfen, ein Nachteil für den Karpfenangler. Zwar sind die Friedfische bei Nacht viel aktiver, aber springen nicht auf jeden Köder. Hier sind besonders auffallende Köder für den Karpfen interessant. Neben Mais und Brot, sind Boilies effektive Köder. Noch effektiver wird es, wenn die Boilies in verschiedenen Köderdips aus dem Fachhandel eingelegt werden. Eingelegt bedeutet, dass die Köder über mehrere Stunden die Geschmacksnoten der Dips aufsaugen und somit im Wasser verstärkte Reize aussenden. Ist die Farbe der Köder auffallend bunt gewählt, werden visuelle Reize ausgestrahlt. Ein positiver Nebeneffekt des großen Nahrungsangebots im Wasser ist, dass neidische Nebenbuhler unüberlegt den Köder fressen und anbeißen.

Wissen, wo die Karpfen stehen

Im Sommer ist es leicht zu sagen, wo sich die Karpfen im Gewässer befinden, wenn man das Gewässer bereits kennt. Ist das Gewässer ganz neu auf der to-do-list, sollte dieser erstmal durchforscht werden. Wie ist das Gewässer aufgebaut? Wo sind die meisten Pflanzen zu finden? Und wie ist die Struktur des Gewässergrundes? Das alles kann binnen einigen Stunden geklärt werden, sodass auch der Bestand der Karpfen ermittelt werden kann. Wer auf Nummer sichergehen will, sollte einige Tage das Gewässer beobachten. Anfüttern wirkt sich eher negativ beim Karpfenangeln im Sommer aus, da das Nahrungsangebot groß genug ist.

Folgende Stellen sind echte Hotspots beim Karpfen angeln:

• Überhängende Bäume
• Krautreiche Regionen
• Gewässerabschnitte mit Seerosenfelder
• Versunkene Bäume

Dort wo der Karpfen nach Nahrung sucht, sollte der Köder angeboten werden. Um den Friedfisch nicht zu verschrecken, ist es ratsam an überhängenden Bäumen ein Sicherheitsabstand einzuhalten.

Was noch wichtig ist
Neben dem Köder und die Kenntnisse über das Gewässer ist es auch von Vorteil, die Beißzeiten des Karpfens zu kennen. Diese sind im Sommer besonders früh morgens oder abends. Die Beißlaune des Karpfens ist von der Art des Gewässers und vom Wetter im Sommer abhängig. Auch Badeseen sollten am Abend nicht unversucht bleiben. Durch die Badegeäste hat sich der Boden aufgewühlt, wodurch Nahrung aufgewirbelt wurde. Bunte Köder werden hier am Grund angeboten. Aber Vorsicht: Die Montage sollte regelmäßig kontrolliert werden. Gerne gehen Weißfische und Krebse an den Köder heran, der für den Karpfen nicht mehr interessant ist. Auch die Größe der Boilies sollte mit Bedacht ausgewählt werden. Lieber kleinere, schmackhafte Boilies an die Montage bringen, als große. Denn der Karpfen hat jetzt mehr Appetit auf eine kleine Köstlichkeit, als auf eine große Mahlzeit.

So gelingt der erfolgreiche Ansitz zur heißen Jahreszeit!
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