tötlicher Hundebiss

Auch nach dem jetzt und hier erzählten Ereigniss bin ich auch heute noch der Meinung, das uneingeleinte Hunde ein besseres Sozialverhalten an den Tag legen als angeleinte Hunde. Ich bin auch der Meinung das die meiste Gefahr vom oberen Ende der Leine ausgeht und nicht von den Hunden aus.
Um so unverständlicher für mich ist das was ich hier berichte.
Da treffen sich am Seeheimer Waldweiher zwei Spaziergänger. Der eine hat eine Hündin, Kurzhaar, ca 50 cm groß, 35 kg schwer. Der andere einen Yorkshire, Rüde, 24 cm groß, 3 kg schwer. Beide laufen frei auf sich zu, stellen sich neben einander um sich jeweils zu "beschnüffeln". Der "Kleine" von unten nach oben und der "große" eben von oben nach unten. Alles scheint oky. Doch ohne bellen, ohne knurren oder ohne jede, bei normalen Hunden übliche Vorwarnung, setzt der "große" einen Tötungsbiss in das Genick des Yorkshire, der sofort tot ist. Hunde raufen, kämpfen und da darf es so gar vorkommen, dass sie sich gegenseitig verletzen. Aber das war Mord.
" So etwas hat mein Hund noch nie getan", die Aussage des Hundehalters, nur bei Kleinkindern muß ich etwas vorsichtig sein, da hat er schon mal die Lefzen hochgezogen".
Ich bin immer noch der Meinung, ein frei laufender Hund legt ein besseres Sozialverhalten an der Tag als ein angeleinter. Meine Frage nur, darf man einen Hund ohne Leine laufen lassen wenn man weis, dass er ein getörtes Verhalten kleinen Kindern gegenüber hat? Es wird schwer, wenn nicht unmöglich, sein das Verhalten dieses Hundes zu erklären. Es ist von zu vielen Faktoren abhängig warum ein Hund sich so verhällt. Welche Rangstellung nimmt er in seinem " Rudel" ein und muß sich da bei wie vielen Bezugpersonen unterordnen? Hat er schlechte Erfahrung mit Mensch oder Tier gemacht?
Wird er sehr streng oder mehr mit Liebe und Erfahrung gehalten und geführt?
Übergroße Strenge führt schnell zu aggresiven Verhalten des Hundes.
Fragen über Fragen, die dem Besitzer des vier Jahre alten Yorkshire den Schmerz über den Verlust seines Freundes nicht nehmen können.
Man kann nur hoffen, dass alle Hundbesitzer nach dieses Tragödie noch aufmerksamer, noch verantwortungsbewußter mit ihren Hunden umgehen.
Ich wünsche allen Lesern eine gute Zeit. Jürgen Fleißner
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