Ausstellung „Schulen in Seeheim-Jugenheim“: Vernissage Sonntag, 16. Okt. 2011, 15.00 Uhr

Wann? 16.10.2011 15:00 Uhr

Wo? Rathaus, Georg-Kaiser-Platz 3, 64342 Seeheim DE
Schulhaus Stettbach
Seeheim: Rathaus | Zum Thema „500 Jahre Bildungsstandort Seeheim-Jugenheim“ zeigt der Museumsverein Seeheim-Jugenheim vom 16. Oktober bis 03. November 2011 im Rathausfoyer, Georg-Kaiser-Platz 3, in Seeheim-Jugenheim die Sonderausstellung „Schulen in Seeheim-Jugenheim“ des Bergsträßer Museum Seeheim-Jugenheim. Er lädt ein zur Vernissage am Sonntag, dem 16. Okt. 2011, 15 Uhr! Die Ausstellung ist geöffnet zu den Öffnungszeiten des Bürgerbüros Seeheim-Jugenheim und am Wochenende 22./23.10. (jeweils 15 bis 17 Uhr). Der Eintritt ist frei!
Das Museumsteam um Konrad Witt zeigt die Entwicklung der örtlichen Schulen über 5 Jahrhunderte und macht damit auch aufmerksam auf die bedeutende Schulsammlung der Gemeinde Seeheim-Jugenheim, die z. Zt. mehrmals jährlich bei Bedarf ausgeliehen wird und sonst im Depot auf ihre Präsentation in weiteren Seeheim-Jugenheimer Museumsräumen wartet.
Die Ausstellung versucht, in Bild, Schrift und Vitrinen den bedeutenden Aspekt „Bildung“ des Kulturerbes des ehemaligen „Amtes Seeheim“ (heute: Seeheim-Jugenheim) darzustellen.
Das örtliche Bildungsangebot begann mit der Einrichtung einer ersten Schulklasse im Jahr 1509 und erreichte mit dem Beschluss, mit dem Schuldorf Bergstraße ein umfassendes Schulsystem für Kinder und Jugendliche zu realisieren, einen neuen Höhepunkt.
Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Olaf Kühn wird die Frage beantwortet. „Welche Bildungsmöglichkeiten bestanden vor dem Schuldorf Bergstraße in den Ortsteilen Jugenheim, Seeheim, Ober-Beerbach, Malchen, Balkhausen und Stettbach?
In einer Zeit steigenden Wohlstandes der Bevölkerung vor dem 30jährigen Krieg wurden nicht nur die Kapelle in Malchen, die Rathäuser in Jugenheim und Seeheim sowie das Seeheimer Pfarrhaus, sondern auch die ersten Schulen und Schulhäuser gebaut. Das 17. Jahrhundert war dann von Rückschlägen geprägt. Die Kriegsfolgen mit Zerstörung und Entvölkerung wurden erst nach 1680 langsam überwunden. In Ober-Beerbach und Balkhausen entstanden weitere Schulhäuser. Die Winterschulen konnten durch Ganzjahresunterricht ersetzt werden. Malchen und Stettbach folgten im 19. Jahrhundert mit der Einführung des Ganzjahresunterrichts. Einen Sonderfall stellt die Jüdische Religionsschule Seeheim dar, in der die Mitglieder der jüdischen Gemeinde Seeheim von 1868 bis 1934 unterrichtet wurden. (Die Mitglieder der jüdischen Gemeinde Jugenheim besuchten die jüdische Schule in Alsbach). Insgesamt wurden in 400 Jahren nahezu 20 Schulhäuser gebaut, die zum großen Teil heute noch vorhanden sind und als Wohn- oder Geschäftshäuser genutzt werden. Einen Höhepunkt des Schulhausbaus vor der Errichtung des Schuldorfes stellte die Einweihung der neuen Schule in Seeheim (jetzt Rathaus) zu Beginn des 20. Jahrhunderts dar, an deren prachtvoller Gestaltung der Frankfurter Architekt Eckhard Vonholdt beteiligt war. Die Bergstraßengemeinde dokumentierte damit, welchen Stellenwert sie der Bildung beimisst.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.