Heimatforscher Jörg Schill wird 75

Jörg Schill bei der Arbeit im Schulmuseum
Die Gemeinde Seeheim-Jugenheim wurde 1977 aufgrund einer Gebietsreform mit 7 Ortsteilen gebildet. Zu der Zeit war es nur wenigen bewusst, dass eine ähnliche Konstruktion im Mittelalter bereits um 1200 als „Amt Seeheim“ entstand. Heute ist der Amtssitz des Bürgermeisters das Rathaus im umgebauten Schulgebäude in Seeheim. Damals wurde als Amtssitz des ritterlichen „Amtmannes“ die Burg Tannenberg errichtet. Außerordentlich tief eingearbeitet in diese Materie hat sich Jörg Schill, der am 01. März in Seeheim seinen 75. Geburtstag feiert. Der frühere Postingenieur hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem außerordentlichen Kenner der Seeheim-Jugenheimer Geschichte entwickelt. Und er gibt sein Wissen über das Kulturerbe und die Zeitgeschichte von Seeheim-Jugenheim in unermüdlicher Arbeit und mit großem Erfolg an Kinder, Jugendliche und Erwachsene weiter. Viele Jahre hat er den Arbeitskreis Burgruine Tannenberg im HVV Seeheim geleitet und viele Freiwillige für die Arbeit zur Sicherung der Ruinenmauern gewonnen. Seine Kenntnisse über die Burgkonstruk0tiom, das Leben in der komfortabel ausgestatteten Burg und ihre Zerstörung auf kaiserlichen Befehl sind enorm. Heute ist die Ruine ein großer Anziehungspunkt und ein Symbol für die Geschichte von Seeheim-Jugenheim. Folgerichtig war er danach der Motor bei der Gründung des Museumsvereins Seeheim-Jugenheim vor mehr als 15 Jahren, der sogleich vom Gemeindevorstand mit der Leitung des kommunalen Heimatmuseums (heute: Bergsträßer Museum) betraut wurde. Unter Schills Leitung wurde das Museum reorganisiert und modernisiert und so mit den Fundstücken von der Burg Tannenberg und Sonderausstellungen zu einem „außerschulischen Lernort“ für Schulen, Kindergärten und Gruppen. In den letzten Jahren hat er sich dann der Erforschung des Kulturerbes und der Zeitgeschichte von Seeheim-Jugenheim zugewandt und ein umfangreiches Digital-Archiv über die Ortsteile von Seeheim-Jugenheim, über Sehenswürdigkeiten, Parks, Schlösser und technische Systeme zusammengetragen und in Form von CDs und Vorträgen veröffentlicht. Auf diese Weise ist eine ganze digitale Abteilung des Museums entstanden. Sie wächst unaufhörlich und wird inzwischen auch z. B. von Buchautoren genutzt. Auch ist sie im Museum (sonntags 15-17 Uhr) an zwei Plätzen für jedermann zugänglich. Sein neuestes Projekt: Die Wurzeln der heute enormen Bildungsvielfalt in Seeheim-Jugenheim liegen im Mittelalter (Volksschule Jugenheim 1509). Die Bildungsgeschichte wird ab Mai in einem „Schulmuseum Seeheim-Jugenheim“ dargestellt. Jörg Schill bringt auch hier seine Kenntnisse, sein Archiv und auch seine handwerklichen Fähigkeiten mit großem Fleiß ein. Jörg Schill kennt sich in der Geschichte Seeheim-Jugenheims gut aus!
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