Jugendausflug mit dem Bergsträßer Museum Seeheim-Jugenheim

Ferienspiel-Exkursion zum Weilerhügel
Seeheim: Schuldorf Bergstraße | Das Bergsträßer Museum Seeheim-Jugenheim ist ein „außerschulischer Lernort“ für Kinder und Jugendliche. Es wird gern besucht von Kindergartengruppen und Schulklassen gemeinsam mit den Erzieherinnen bzw. Lehrkräften im Rahmen des Unterrichts zum Zweck des anschaulichen Lernens. Interessante Themen sind z. B. „Das Mittelalter im Amt Seeheim“ (Burgen Tannenberg und Jossa, Modell und Ausstellung im Museum) und die Park- und Kulturlandschaften in Seeheim-Jugenheim. Wichtige Bestandteile sind dabei die museumspädagogischen Ausflüge zu Besonderheiten der Natur- und Kulturlandschaften und zu geschichtlichen Orten.
Während der Ferienspiele 2012 der Gemeinde Seeheim-Jugenheim hat jetzt Hans-Jürgen Hasse vom Hort im Schuldorf eine Verabredung mit dem Museum zur Gestaltung eines Nachmittags getroffen. Begleitet von zwei Helferinnen und dem Museumsleiter Jürgen Eck hat er 28 Kinder mit voller Fahrrad-Ausrüstung im Schuldorf starten lassen zu einer Exkursion mit fachlicher Führung zu den Seen und Burgen im Ried. Bei schönem Wetter ging es durch die ehemaligen Flussschleifen zuerst zum Erlensee in der Nähe der Hartenau. Die Römer hatten hier vor 1 800 Jahren eine Sumpfbrücke über die Schiffslache gebaut, vor 50 Jahren wurde der Erlensee zur Kiesgewinnung ausgebaggert. Das Wasser dieses künstlichen Sees in Waldumgebung brachte den Kinderfüßen Kühlung. Vor dem Start zum „Pfungstädter Moor“ kreisten die mitgebrachten Wasserflaschen. Eine längere Pause mit Vortrag über das „Moor“, die Angelteiche und die Tierwelt im Ried weckte den Forscherdrang: In der Luft (Reiher), an Land (Graugänse), auf dem Wasser (Enten, Blässhühner) und unter Wasser (Fischschwärme, Frösche) zeigte sich bei einem kleinen Teichspaziergang die Vielfalt der Tierwelt in dieser naturnahen Kulturlandschaft. Danach wurde eine längere Fahretappe nach Süden bewältigt. Ziel war der Weilerhügel, eine gut erhaltene, 850 Jahre alte Turmhügelburg (Motte). Nach einer Getränkepause am Eingang zur Vorburg und Erläuterungen zu dieser geschichtlich bedeutenden Anlage (Vorläuferburg der „Bickenbacher“ zum Alsbacher Schloss) folgte ein Abenteuerspaziergang durch die ehemaligen Wassergräben um den 11 m hohen Turmhügel herum. Zurück im Schuldorf, wurden die Kinder von den schon etwas ungeduldigen Eltern empfangen.
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