„mal dies – mal das“ im Schulmuseum Seeheim-Jugenheim: Nostalgischer Filmabend „Die Helden von Kummerow“

Film: Die Heiden von Kummerow und ihre lustigen Streiche
Museumsverein und Seniorenbüro Seeheim-Jugenheim präsentieren am Samstag, 18. Juni 2016, 19.00 h, im Schulmuseum Seeheim-Jugenheim, Kirchstraße 1, den Film von 1967 „Die Helden von Kummerow“ mit Paul Dahlke und Theo Lingen. Es ist eine weitere Veranstaltung im Jahresprogramm des Museumsvereins unter dem Begriff „mal dies – mal das: Kultur im Schulmuseum“. Die Museumspädagogin Erika Witt führt die Besucher mit Rosemarie Kröh, Isolde Oschee, Karin Rahn, Christine Schönherr und Ruth Simon durch einen nostalgischen und unterhaltsamen Abend mit Bowle und Schorle im Raum einer einklassigen Seeheim-Jugenheimer Dorfschule im Schulmuseum. Eintritt: Freie Spende. Es wird um Anmeldung gebeten unter 06257 5060717.
„Die Heiden von Kummerow und ihre lustigen Streiche“ ist eine deutsche Filmkomödie von Werner Jacobs aus dem Jahr 1967. Sie beruht auf dem Roman „Die Heiden von Kummerow“ von Ehm Welk aus dem Jahr 1937 und ist die erste und einzige offizielle filmische Zusammenarbeit der Bundesrepublik Deutschland und der DDR.
Der Roman erschien 1937 im Ullstein Verlag in Berlin. Er schildert Episoden aus dem Alltag einer Gruppe von Dorfjungen vor dem Ersten Weltkrieg. Ort der Handlung ist das vorpommersche Dorf Kummerow (gemeint ist das Dorf Biesenbrow, das heute zu Angermünde gehört). Protagonist der Episoden ist der zehnjährige Bauernsohn Martin Grambauer.
Der Roman wurde 1967 vom Regisseur Werner Jacobs unter dem Titel „Die Heiden von Kummerow und ihre lustigen Streiche“ verfilmt. Hauptdrehort war das kleine Dorf Vilmnitz – heute Ortsteil von Putbus – auf der Insel Rügen, wo die meisten Szenen gedreht wurden.
Der Bauernsohn und Journalist, Schriftsteller, Volkshochschulgründer und Professor Ehm Welk (1884-1966), eigentlich: Emil Welk, Pseudonym: Thomas Trimm, wurde in der Nazi-Zeit verfolgt und in der DDR geehrt. Er führte ein unstetes Leben. Nach dem Besuch der Dorfschule lebte er in Stettin (kaufmännische Ausbildung, Mitarbeiter in Zeitungen), Braunschweig (9 Jahre Journalist), Leipzig, USA, Lateinamerika, danach als Schriftsteller und Journalist in Berlin (1934 Berufsverbot), Lübbenau, Neuenkirchen/Stettin, Ückermünde, Schwerin (Gründer von sechs Volkshochschulen in Mecklenburg), Bad Doberan (Ehrendoktor und Professor der Universität Greifswald).
Ehm Welk hat insgesamt ca. 11 Bücher veröffentlicht. In der DDR blieben vor allem „Die Heiden von Kummerow“ und „Die Gerechten von Kummerow“ bis zuletzt populär. Die übrigen Werke Welks wurden in der DDR nach seinem Tode zum Teil stark verändert neu aufgelegt. Heute sind seine Original-Werke in Buchform, als CDs und in Sammelbänden erhältlich.
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