Stierkampf als Kulturerbe

Wenn ich die Nachrichten richtig gelesen und gehört habe wurde der Stierkampf in Spanien zum Kulturerbe ernannt. Was man dann noch hörte war die Tatsache, dass dieses unnötige, grausame, lebensverachtende und auch mit der katholischen Religion nicht vereinbarbare Verbrechen an der unschuldigen Kreatur auch noch mit Steuermitteln aus der EU in Höhe von ca. 30 Millionen € subventioniert wird. Da stirbt minütlich ein Kind den Hungertot auf der Welt, da ertrinken jährlich hunderte Bootsflüchtlinge im Mittelmeer, da gibt es Kinder und Altersarmut bei uns im eigenen Land und da werden Steuergelder
( Auch Ihre ) für geisteskranke, perverse Tierquälereien ausgegeben.
Und wenn man dann noch höhrt und sieht wie 10 ,12 jährige Jungens in Stierkampfschulen auf das grausame Morden trainiert werden sollte doch die Überlegung erlaubt sein: gehört so etwas in die EU ?
Da kämpfen Tierschützer um jeden Quadratzentimeter Stellfläche für Legehennen, kurze Transportwege für Schlachtvieh und für tiergerechte Tierhaltung auf unseren Bauernhöfen.
Was ist Kulturerbe? Auf den Andamanen und Nikobaren, Inselgruppe die zur indischen Union gehören, soll es noch Kannibalismus geben, so wie auch auf Paua-Neuguinea. Ist das auch Kulturerbe und subventions fähig?
In welcher Zeit und wann leben wir eigendlich? Im Mittelalter als auch noch in unserer Region Hexen verbrannt wurden oder im 21. Jahrhundert?
Was geht in den Köpfen der Stierkampfanhänger vor. Sie nutzen die modernen Komunikationsmittel, fliegen mit den neuesten Flugzeugen, fahren die technisch hochentwickelsten Autos, nutzen die neuesten Erkenntnisse der Medizien für sich und handeln bezüglich des Stierkampfes als lebten sie vor hunderten von Jahren.
Manchmal schäme ich mich ein Mensch zu sein.
Ich wünsche allen Lesern eine nachdenkliche Zeit.
Jürgen Fleißner
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