Stolpersteine sollen glänzen - Club Soroptimist International lädt zu Vorträgen ein

„Stolpersteine“ verlegen ist das eine, sie dann zu pflegen das andere. Drei Tage vor der geplanten dritten Stolpersteinverlegung in Seeheim-Jugenheim schwärmten die Mitglieder des „Arbeitskreises „Stolpersteine“ von SI Seeheim-Jugenheim am 12. November aus und schrubbten und polierten die bislang verlegten Erinnerungssteine in den Straßen der Kommune. SI Seeheim-Jugenheim unterstützt die Verlegung der Stolpersteine vor Ort finanziell wie auch ideell, etwa durch die Gestaltung und Finanzierung der Flyer zu den Verlegungen, durch Konzerte, die Betreuung aus dem Ausland anreisender Angehöriger sowie durch Führungen und Vorträge.

Für Anfang 2015 hat der Club nun in Kooperation mit der Gemeinde einen fünfteilige Vortragsreihe organisiert: „Auf jüdischen Spuren in und um Seeheim-Jugenheim“. Clubschwestern, die sich mit der jüdischen Geschichte beschäftigen, wie auch bekannte Referenten aus der Region haben Vorträge dazu ausgearbeitet. Hier die Termine:

Mittwoch, 21. Januar 2015: Klaus Knoche spricht über jüdische Familien in Seeheim-Jugenheim

Mittwoch, 28. Januar 2015: Dr. Gisela Steitz-Dörr referiert über Major Karl Plagge
Die Referentin holt für diesen Abend exklusiv die Ausstellung der Darmstädter Geschichtswerkstatt über Major Karl Plagge nach Seeheim.

Mittwoch, 11. Februar 2015: Kreisdenkmalpflegerin Liane Mannhardt berichtet über Häuser jüdischer Fami-lien in der Gemeinde Seeheim-Jugenheim

Mittwoch, 25. Februar 2015: Eva Reinhold-Postina zeigt Bilder ehemaliger Synagogen in Südhessen

Mittwoch, 11. März 2015: Dr. Fritz Kilthau referiert über die Synagoge in Zwingenberg

Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei, SI freut sich über Spenden fürs Projekt..

Für SI Seeheim-Jugenheim steht das Projekt „Stolpersteine“ unter dem internationalen SI-Leitmotiv „Educate to lead“ – denn nur wer die Geschichte kennt, der kann Menschen verantwortungsbewusst in die Zukunft leiten. SI Seeheim-Jugenheim erinnert mit seinem Engagement auch an die Soroptimistinnen jüdischen Glaubens des ersten deutschen SI-Clubs in Berlin in den 1930er Jahren. Einige konnten nach 1933 fliehen – dank der Hilfe ausländischer Soroptimistinnen, andere haben es nicht geschafft.
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