„Benvenuto“ in Partnergemeinde Ceregnano

Für Freiheit und Frieden ließen Kinder aus Ceregnano weiße Tauben und Luftballons in den italienischen und deutschen Farben steigen. (pae-foto)
Ceregnano (Italien): Kommune | Bürgerreise: Viele neue Freundschaften geschlossen

SEEHEIM-JUGENHEIM. Seit sieben Jahren besteht die Partnerschaft zwischen Seeheim-Jugenheim und der italienischen Gemeinde Ceregnano. Seitdem reisen Gruppen in die Gemeinde im Po-Delta. Während ihres Aufenthaltes nehmen sie an den Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag „Tag der Befreiung“. Gedacht wird dem Ende des Faschismus und der Besetzung vom Nationalsozialismus.
„Wir sind hier, weil wir das Leiden der Italiener an den Kriegsverbrechen der deutschen Wehrmacht und der Waffen –SS nicht vergessen wollen“, betont Klaus Knoche, Mitglied vom Runden Tisch „Stolpersteine“ in einer ergreifenden Rede für die männlichen 23 Opfer aus Ceregnano. Einundzwanzig der Geißeln wurden am letzen Kriegstag bei einer Racheaktion erschossen. Nur zwei überlebten das Massaker. „Wir wollen diese Partnerschaft intensiv pflegen, damit sich solche Gräueltaten nie mehr wiederholen“.

Dies wird beim Abschied deutlich sichtbar: die 14 Seeheim-Jugenheimern haben mit ihren italienischen Gastgebern viele neue persönliche Freundschaften geschlossen. Dreieinhalb Tage waren sie in der vergangenen Woche zu einem Besuch in der Partnergemeinde.
Initiiert haben die Fahrt der Leiter des gemeindlichen Büros für Städtepartnerschaften Karsten Paetzold und der Vorsitzende vom Partnerschaftsverein Giulio Mollo. Zusammen mit Ivo Zambello, dem Vorsitzenden vom italienischen Partnerschaftsverein, und Bürgermeister Ivan Dall´ara hatten die beiden ein Programm aus Kultur, Geschichte, Unterhaltung und vielen Begegnungen zusammengestellt. Gefördert wurde es von der Europäischen Union, der Provinz Venetien, der Landesförderung und der Gemeinde Ceregnano.
Auf dem Weg gemacht hat sich die Gruppe mit zwei Kleinbus-sen. Erste Station war der Ort Monzambano südlich vom Gardasee. Nach dem Abendessen hielt Karsten Paetzold einen Vortrag über die italienische Geschichte von 1933 bis 1960.
Nach einem deftigen Frühstück auf einem Weingut ging in die die Kleinstadt Brescello. In dieser Stadt - in unmittelbarer Nähe vom Fluss Po - wurden die weltberühmten Filme von „Don Ca-millo und Peppone“ gedreht. Da diese Filme nicht nur Komödien sind, sondern auch die damalige Nachkriegsgeschichte Italiens zeigen, waren die Teilnehmer gut informiert.
Mit vielen Informationen und Anekdoten führte die Leiterin vom Fremdenverkehrsbüro die Reisegruppe zu den Original-Drehorten und ins Filmmuseum. Anschließend speiste die Delegation in dem legendären Restaurant, in dem viele Szenen gedreht wurden.
Am Abend wurde die Gruppe im Rathaus von Ceregnano emp-fangen und auf die Privatquartiere verteilt. So hatten die Teilnehmer einen intensiven Einblick in das Alltagsleben.
Bei einem Konzert einer Gitarrengruppe mit italienischen und deutschen Kompositionen waren die Besucher von der Bergstraße Ehrengäste. Anschließend wurden ein Wegweiser, der in die
„Schwestergemeinde Seeheim-Jugenheim - 910 km“ zeigt, und eine Informationstafel mit Informationen die Landschaft „Polesine“ enthüllt.
Am dritten Besuchstag stand die Besichtigung der mittelalterlichen Universitätsstadt Ferrara auf dem Programm. Mit einer Rundfahrt durch die vier Ortsteile der Partnergemeinde, einer Bootstour auf einem Kanal und einem Abschiedsabend mit kulinarischen Spezialitäten des Ortes und der Region, die von Frauen des Clubs „Freunde von Polesine“ zubereitet worden waren, endete die Begegnung.

psj


Pressestelle der Gemeinde Seeheim-Jugenheim
Pressesprecher Karsten Paetzold
Tel.: 06257 99 01 03
Fax: 06257 99 04 81
Mobil: 0151 18 69 39 52
Email: karsten.paetzold@seeheim-jugenheim.de
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.