Mit Film der Pogromnacht gedacht

SEEHEIM-JUGENHEIM. Seit vielen Jahren gedenkt die Gemeinde mit einer Veranstaltung der Reichspogromnacht. Seit mehreren Jahren hat sie eine Konzeption entwickelt, die an den Gedenktagen 9.November, Volkstrauertag und Holocausttag insbesondere junge Menschen ansprechen will. Dazu hat sie Zeitzeugen eingeladen, Ausstellungen und Theaterstücke gezeigt.

Am Sonntag zeigte stand ein Film auf dem Programm, der vom einem 19-jährigen Berliner, der in Auschwitz seinen Zivildienst leistet, erzählt. Im polnischen Oswiecim (Auschwitz) muss er sich vor allem um einen Holocaust-Überlebenden kümmern. Dieser Film ist kein Geschichtsfilm. Er handelt nicht von Auschwitz, sondern vom Umgang mit Auschwitz.

Der Vorführraum in der Sport- und Kulturhalle war gut besetzt.
In seiner Ansprache verwies Rathauschef Kühn auf die wichtige Bedeutung der Erinnerung an die Ereignisse vor 76 Jahren. „Wir Älteren haben die Aufgabe die Jugendlichen zu informieren und pädagogisch zu begleiten, damit diese
NS-Vergangenheit nicht nur in den Geschichtsbüchern steht, sondern auch ge-genwärtig bleibt. Wir alle tragen Verantwortung, dass sich derartiges nie wiederholt“, so Kühn. Er verwies auf die Vorfälle in Rostock-Lichtenhagen, wo vor einigen Jahren von einer extrem rechtsgerichteten Menge ein Asylbewerberheim in Brand gesetzt worden war. Auch die Schmierereien und Steinwürfe in Rathaus der Gemeinde anlässlich der Gedenkveranstaltungen und Stolpersteinverlegungen erfordern eine stetige Beschäftigung mit der unheilvollen Geschichte der NS-Zeit.




psj


Pressestelle der Gemeinde Seeheim-Jugenheim
Pressesprecher Karsten Paetzold
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Mobil: 0151 18 69 39 52
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