Olaf Kühn ist wieder Bürgermeisterkandidat der CDU Seeheim-Jugenheim

Vorsitzender Jürgen Neipp schlägt Olaf Kühn vor.
 
Olaf Kühn berichtet über Erreichtes und neue Aufgaben
Die CDU Seeheim-Jugenheim hat während einer öffentlichen Mitgliederversammlung Bürgermeister Olaf Kühn zu ihrem Spitzenkandidaten für die nächste Bürgermeisterwahl nominiert. Alle anwesenden CDU-Mitglieder stimmten für den parteilosen Kühn.

Als der Versammlungsleiter Gottfried Milde, Mitglied des Hessischen Landtags, das Wahlergebnis verkündete, gab es minutenlangen, stehenden Beifall. „Sie haben einen sehr guten Bürgermeister, dessen fachliche Kompetenz innerhalb und außerhalb Ihrer Gemeinde große Anerkennung findet“, war Mildes Erklärung für das einmütige Votum. Der CDU-Vorsitzende Jürgen Neipp hatte zuvor die Gründe erläutert, warum seine Partei sich dazu entschlossen hatte, sich frühzeitig auf einen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl festzulegen. Neipp verwies auf den Vorschlag des Gemeindevorstands, die Bürgermeisterwahl Anfang November 2011 durchzuführen. „Die Wähler sollten bei der Kommunalwahl am 27. März wissen, mit wem die Parteien ein halbes Jahr später zur Bürgermeisterwahl antreten wollen“, so Neipp.

Kühn selbst war sichtlich beeindruckt von der uneingeschränkten Zustimmung der Mitgliederversammlung. Im November 2005 war er als Kandidat der CDU und mit Unterstützung der FDP im ersten Wahlgang zum Bürgermeister Seeheim-Jugenheims gewählt worden. Rückblickend auf seine bisherige Amtszeit zog er eine positive Bilanz. Rund 7 Mio. Euro wurden an Investitionen getätigt. Unter anderem wurden drei Kindergärten saniert, die historische Ortsmitte Seeheims neu gestaltet, der Villenave d’ Ornon-Platz durch ein Bistro aufgewertet, der Platz vor dem ehemaligen Jugenheimer Bahnhof wieder hergestellt, das Dorferneuerungsprogramm in Ober-Beerbach erfolgreich abgeschlossen und in Balkhausen eine Buswendeschleife sowie eine Aussegnungshalle errichtet.

Mehrfach betonte er in seiner Rede, dass eine grundsolide Finanzpolitik die Voraussetzung sei, um gestalten zu können. „Es ist erstaunlich“, so Kühn, „welche Kreativität manche Parteien entwickeln, wenn es darum geht, Geld auszugeben, das ihnen nicht gehört.“ Seeheim-Jugenheim würde laut Kühn heute schlecht dastehen, wenn nicht vor der größten Finanz- und Wirtschaftskrise der Bundesrepublik Deutschland die Finanzen der Gemeinde wieder ins Lot gebracht und beispielsweise rund 1 Mio. Euro an Personalkosten in der Verwaltung eingespart worden wären. Mit Seitenhieb auf die SPD, die in den jüngsten Haushaltsberatungen die generelle Kürzung der Kindergartenbeiträge um 10 Prozent ohne eine Gegenfinanzierung vorgeschlagen hatte, fügte er hinzu: „Wie man sich in dieser Situation hinstellen und vollmundige Versprechungen machen kann, die die Einnahmesituation und damit die Daseinsvorsorge unserer Gemeinde schwächen, ist mir ein absolutes Rätsel.“

Die Grünen, so Kühn, würden zwar auch wieder eine Menge fordern, seien dafür aber bereit, die kommunalen Steuern und Gebühren zu erhöhen. Das sei zwar ehrlich, würde aber in der allgemeinen kommunalen Finanzkrise zurzeit bei weitem nicht ausreichen, um einen Gemeindehaushalt auszugleichen. Dafür bräuchte man auch höhere Gewerbesteuereinnahmen, was mit einer Protestpartei, die bisher gegen jedes größere Gewerbevorhaben war, wie beispielsweise das neue Lufthansa-Gebäude, das Geschäftszentrum in der Jugenheimer Ortsmitte oder die Bebauung des ehemaligen Postgeländes am Grundweg, nicht machbar ist.

Als eine Kernaufgabe für die Zukunft sieht Kühn den Erhalt der kommunalen Infrastruktur an. Straßen oder Gebäude wie die Sport- und Kulturhalle in Seeheim sind vor dem Verfall zu bewahren. Weiterhin geht es darum, die vergleichsweise hohen Standards, wie beispielsweise in der Kinderbetreuung, trotz widriger finanzieller Rahmenbedingungen beizubehalten. Und schließlich muss darauf reagiert werden, dass auch in Seeheim-Jugenheim die Bevölkerungszahl abnimmt und der Anteil der älteren Bevölkerung zunimmt.

Bürgermeister, so Kühn abschließend, sei eine interessante und herausfordernde berufliche Tätigkeit. Es sei aber auch eine Arbeit, die nicht selten an die Grenzen dessen geht, was man sich selbst und was man seiner Familie und insbesondere seinem Partner zumuten kann. „Dieses hohe Tempo können Sie nur gehen, wenn sie gesundheitlich fit sind, wenn hinter Ihnen eine Partei steht, mit der Sie harmonisch zusammenarbeiten und die Sie unterstützt. Und Sie brauchen vor allem den Rückhalt und das Verständnis im familiären Bereich.“
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Stefan A. Koch aus Jugenheim am 07.09.2013 um 12:06 Uhr  
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