Polit-Verarsche

Als ich zum ersten mal die Meldung hörte, habe ich erst einmal auf den Kalender geschaut um mich zu vergewissern, haben wir den 1. April oder nicht. Bei den Koalitionsverhandlungen wurde ernsthaft darüber gesprochen, ob man Kleinkriminelle damit bestraft, dass man ihnen den Führerschein abnimmt, also ein Fahrverbot ausspricht. Ein solches Ansinnen kann man aus zweierlei Perspektiven betrachten.
Die Erste und harmloseste ist, ist dies rechtlich überhaupt möglich und wenn ja, sinnvoll? Da ist ein "Kleinkrimineller" und nun darf er noch nicht einmal mehr Auto fahren. Hält er sich überhaupt daran oder macht er sich, weil er weiter Auto fährt, schon wieder strafbar. Er wird ja förmlich dazu verleitet gegen eine solche Auflage zu verstoßen.
Die zweite Perspektive, und jetzt wird es wirklich ernst, sehr ernst.
Es wird seinen Grund haben, dass unsere Politiker kaum Verhandlungsergebnisse aus den Koalitionsgesprächen an die Öffentlichkeit dringen lassen. Weil wahrscheinlich noch nichts gescheites dabei herausgekommen ist. Wenn sich aber unsere Politiker mit nichts anderm zu beschäftigen wissen als mit dem Thema "Kleinkriminelle" und "Fahrverbot", na dann gute Nacht Deutschland.
Was ist mit all den ernsten Themen die es zu besprechen gibt.
Am, meisten regt mich die Diskussion über den Mindestlohn auf. Er wird meistens nur unter dem wirtschaftlichen Aspekt betrachtet. Könnte man nicht auch mal überlegen, ob ein Lohn unterhalb des Mindestlohnes von 8,5 € einfach unmenschlich ist? Das Argument, dass man in Stralsund andere Lebenshaltungskosten hat als in München, zählt nicht. Es soll ein Mindestlohn sein, niemanden ist es verboten in München mehr als 8,5 € zu zahlen. Wo ist da, bitte schön, das Problem? Die Wirtschaft klagt seit ewig bei jeder Tarifverhandlung das jeder Cent mehr Lohn die deutsche Wirtschaft in den Ruien treibt. Die da klagen tragen Anzüge und Schuhe vom Designer, haben mindesten 3 Kreditkarten in der Tasche, fahren mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Kleinwagen und verdienen in der Regel das zehnfache des Bundesdurchschnittes. Wann endlich machen Politiker das wo für sie gewählt wurden. Politik für das Volk. Oder sollten wir sie, die Politiker, einfach nicht mehr wählen?
So langsam denke ich, wir das Volk sind wie eine Hammelherde, lassen uns zum Schlachthof treiben und bezahlen auch noch unsere eigenen Metzger.
Ich wünsche den Lesern eine nachdenkliche Zeit. Jürgen Fleißner
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