Radeln und Rollen für MS-Therapien

Bürgermeister Olaf Kühn empfängt Benefiztour für MS-Therapien. (pae-foto)
Seeheim: Rathaus | Bürgermeister empfängt Schweizer Hilfsverein
SEEHEIM-JUGENHEIM. Auf Fahrrädern, Dreirädern und Inlineskatern kommen die Teilnehmer der Benefiztour am ver-gangenen Freitagnachmittag vor das Rathaus in Seeheim. Dort empfängt Bürgermeister Olaf Kühn die Gruppe. Gestartet ist sie in Frankfurt. Ihr Ziel ist Zürich. Die 14 Teilnehmer sind Mit-glieder und Unterstützer vom Schweizer Hilfsverein „Grenzen überschreiten“. Die rund 600 Kilometer lange Strecke wollen sie in zwölf Tagen bewältigen. Rund 40 bis 60 Kilometer legen sie täglich zurück, berichtet Vorstandsmitglied Christian Rusterholz. Auch er hat Multiple Sklerose (MS).
Er radelt zum vierten Mal mit. Solange gibt es die Benefiztouren. Die Spenden kommen der helvetischen Spezialklinik in Valens (St. Gallen) für die Behandlung von MS-Kranken zu Gu-te. Einst erhielt Rusterholz dort Hilfe. „Leider werden immer weniger Therapien und Reha-Aufenthalte von den Krankenkassen übernommen. Deshalb haben wir vor vier Jahren mit den Benefiztouren begonnen, erzählt der siebenundvierzigjährige Ingenieur dem Seeheim-Jugenheimer Rathauschef.
Gesponsert werden die Touren zum größten Teil von Baukonzernen ,aber auch von Pharmafirmen. Rund 100 000 Euro konnten so eingesammelt werden. Für die diesjährige Tour rechnet Rusterholz mit 40 000 Euro.
Kühn empfängt die Gruppe mit Wasser und Saft vor dem Rathaus. Er lobt das Engagement und die Aktion „Toll: Grenzen überschreiten für eine gute Sache“. Er freut sich, dass die Bergstraßengemeinde zum Anlaufpunkt wurde. Grund dafür ist die Bekanntschaft mit Jürgen Lutz, „der einen europaweiten Inlineskater-Geschäft in Seeheim betreibt und der Aktion wohlwollend bei steht“, berichtet Rusterholz.
Wichtig ist dem Verein, andere Länder in die Tour einzubeziehen. Mit dabei waren bisher die Niederlande, Dänemark, Frankreich und jeweils Deutschland. Neben dem Geld einsammeln will die Aktion auch auf die Krankheit aufmerksam machen und zeigen, „dass MS-Kranke auch Leistungen bringen können. Sie können Grenzen überschreiten - und nicht nur Ländergrenzen, sondern auch Grenzen der Krankheit“.




psj


Pressestelle der Gemeinde Seeheim-Jugenheim
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