Zu Fuß zur Schule - GRÜNE beteiligen sich am Aktionstag 22.9.2011

Am 22. September beginnt die internationale Aktionswoche "Zu Fuß zur Schule". An diesem Tag werden Kinder aufgefordert zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Roller in die Schule oder zum Kindergarten zu kommen. Ein Aktionsbündnis des Deutschen Kinderhilfswerks e.V. und des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) e.V. und viele weitere, so auch das Hessische Kultusministerium, rufen zur Teilnahme an der Aktionswoche auf.

Die GRÜNEN Seeheim-Jugenheim beteiligen sich am 22. September morgens vor Schulbeginn mit Aktionen in der Seeheimer Sandstraße und am Fußweg von Jugenheim zum Schuldorf (parallel zur L 3103). Auch der Schuldezernent des Landkreises Darmstadt-Dieburg, Christel Fleischmann, wird sich an der Aktion beteiligen.

Kinder, die zu Fuß zur Schule kommen, werden dafür belohnt. Für die Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bringen, gibt es Informationen, warum sich der Schulweg zu Fuß in vielerlei Hinsicht lohnt.

Im Umfeld des Schuldorfs bringt vor allem der Hol- und Bringverkehr durch die Sandstraße massive Probleme, Gefahren und Einschränkungen für die große Zahl der zu Fuß gehenden oder Rad fahrenden Schülerinnen und Schüler und für die Anwohner mit sich. Wenn Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht werden, sollten sie, so die GRÜNEN, deshalb möglichst am Parkplatz südlich des Schuldorfes an der L 3103 abgesetzt werden. So können sie wenigstens die letzte Strecke über das Schulgelände gehen und die Sandstraße wird spürbar entlastet.

Viele Gründe sprechen dafür, dass Kinder den Schulweg zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen, betont die Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN, Claudia Schlipf-Traup: Sie sind wacher, aufmerksamer und können sich besser konzentrieren. Laufen, Klettern, Balancieren und Rad fahren trainieren Ausdauer, Koordination und Gleichgewichtssinn und unterstützen auch die geistige Entwicklung. Kinder die ihren Schulweg selbständig zurücklegen, können sich besser orientieren und erleben ihre Umwelt bewusster. Nebenbei knüpfen sie Kontakte und verbessern ihre sozialen Fähigkeiten. Nicht zuletzt leistet der Verzicht auf das "Elterntaxi" einen Beitrag zum Klimaschutz und damit für die Zukunft aller Kinder.

Untersuchungen zeigen zudem, dass die Gleichung "Mit dem Auto zur Schule = Sicher zur Schule" nicht aufgeht: Das Risiko im Straßenverkehr zu verunglücken ist für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die mit dem "Elterntaxi" zur Schule gebracht werden oder selber mit dem Auto zur Schule bzw. Hochschule fahren, vielfach höher als bei ihren zu Fuß gehenden Mitschülern. In exakten Zahlen sieht das z.B. so aus: Während von 10.000 Verkehrsteilnehmern, die den Schulweg im Auto zurücklegten, im Jahre 2008 60 Personen verletzt wurden, waren es bei den Fußgängern nur 18 Verletzte.

"Wir hoffen, dass wir mit der Teilnahme an der Aktion "Zu Fuß zur Schule" Eltern und Kinder dauerhaft zu einem bewegten Schulweg motivieren können, Vorteile gibt es genug", erklärt Claudia Schlipf-Traup von den GRÜNEN.
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