Berufskleidung - Schutz für den Arbeitsalltag

  Berufskleidung ist dann notwendig wenn der ausgeübte Beruf den Schutz des eigenen Körpers erfordert, wie es zum Beispiel bei einem Feuerwehrmann oder Handwerker der Fall ist. Ebenso muss spezielle Kleidung getragen werden, wenn der Dienstleistungsberuf dies aus hygienischen Gründen voraussetzt. Sei es bei einem Arzt oder Koch. Bereits im Mittelalter entwickelte sich Kleidung die speziell dem Schutz des Körpers vor Gefahren ausging. Diese wurde aber auch aus traditionellen Gründen getragen. Bei Zünften, ist es Brauch, die Kleidung oder auch Kluft genannt zur Identifikation mit dem ausgeübten Beruf zu tragen. Sie wurde vor vielen Jahren von Gesellen während ihrer Wanderjahre getragen. Sie besteht meistens aus:

-Einem Hut
-Einem Oberhemd ohne Kragen
-Einer spezielle Arbeiterhose aus Leder
-Einer Weste mit acht weißen Knöpfen vorne als Zeichen für einen achtstündigen Arbeitstags und jeweils drei weißen Knöpfen an den Ärmeln, für drei Lehr- und Wanderjahre
-Ein Jackett mit 6 Knöpfen stellvertretend für die sechstage Woche
-Schwarzen Schuhen oder Stiefel
-Der Ehrbarkeit – Sie ist einer Krawatte ähnlich und zeigt die Zugehörigkeit zu einer Handwerksvereinigung
-Und einem Ohrring, der mittels eines Hammers und Nagels gestochen wurde. Dies gehört mit zu der Tradition der Gesellen.
Heute kann man immer noch Gesellen in der speziellen Bekleidung sehen. Die Farbe der Kluft kann variieren und stellt die unterschiedlichen Berufe da. Schwarz wird bei Holzberufen getragen, weiß und braun sind Berufe mit Stein und blau ist die Farbe des Metallberufs.

Nutzen der Kleidung

Mit den Jahren wurde die Arbeitskleidung aber immer mehr an neue Produktions- und Arbeitsbedingungen angepasst. Somit wird Berufskleidung nicht nur noch aus Schutzmaßnahmen getragen. Die Bekleidung von Krankenschwestern stammt ursprünglich von den Ordensschwestern, die sich mit der Krankenpflege beschäftigten und einfache Gewänder und Hauben auf dem Kopf trugen.
In manchen Berufen, dient die Arbeitskleidung der Erkennbarkeit des Berufes. Zu denen gehören Stewardess, Piloten, Richter und andere. Polizisten, Feuerwehrmänner und Soldaten sind Menschen die im öffentlichen Dienst stehen und somit verpflichtet sind Uniformen zu tragen. Hier gilt es, die Aufgabe als Funktionsträger in den Vordergrund zu rücken und dass das Individuum seinen Beruf verkörpert. Zusätzlich gibt es aber auch Firmen, die Kleidung als Corporate Identity voraussetzt, also als Markenzeichen. Beispiele hierfür ist Messepersonal die ihren Stand vertreten oder Mitarbeiter in der Fast Food Gastronomie.

Beschaffung der Berufskleidung

Wer aufgrund von Unfallverhütungsvorschriften, Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen verpflichtet ist Berufskleidung zu tragen, muss sich diese selber beschaffen. Mittlerweile gibt es Anbieter für Arbeitskleidung im Internet und bietet eine bequeme Anschaffung von Schutzkleidung. Anschaffungskosten, sowie Kosten für die Reinigung, können Sie, sofern Sie die Kleidung nicht privat benutzen, von der Steuer absetzen.
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