Junge LSV'ler auf altem Holz

Die beiden "Zulus" mit ihren Urkunden vor dem Objekt der Begierde.
So oder so ähnlich könnte man das beschreiben was am vergangenen Wochenende für René König und Phillip Neyses vom Luftsportverein Verein Seligenstadt-Zellhausen e.V. auf dem Programm stand.

Zusammen mit anderen jungen Piloten und Pilotinnen aus ganz Hessen führte sie ihr Weg auf die Wasserkuppe, dem höchsten Berg der Rhön und seit jeher als „Berg der Flieger“ für jeden Luftsportler ein fester Begriff.

Doch im Gegensatz zu den vielen Wanderern und Tagesgästen erfuhren die beiden am eigenen Leib wie es den Flugpionieren von damals ergangen ist. Als einige von ganz wenigen Fliegern der heutigen Zeit, hatten die beiden die Möglichkeit die berühmte „SG-38“ einmal selbst vom Berg der Flieger zu starten.

Das besondere an der SG-38, oder dem „Schulgleiter“ wie er eigentlich benannt ist, ist neben der originalgetreuen Konstruktion aus Stoff und Sperrholz auch die Startart. Wo heute moderne Segelflugzeuge auf kräftige Seilwinden und Schleppflugzeuge setzen, benötigt der „Schulgleiter“ noch ganze Manneskraft. Denn gestartet wird mit einem riesigen von dutzenden helfenden Händen gespannten Gummiseil, welches diesen Oldtimer in Richtung Tal befördert.

Gerade diese Momente zeigten den jungen Luftsportlern noch einmal welchen weiten Weg die Fliegerei seitdem zurückgelegt hat und was Teamsport und Mannschaftsgeist wirklich bedeutet.

Der Teamgeist stand auch im Vordergrund der Veranstaltung, welche durch die Luftsportjugend-Hessen und den Oldtimer Segelflugclub der Wasserkuppe organisiert und finanziell unterstützt wurde.

Und obwohl das Wetter bereits mit grauen Wolken und niedrigen Temperaturen die ersten Gedanken an den Winter aufkommen lässt, so ist es für die Mitglieder des LSV noch lange nicht „Werkstattzeit“. Bis weit in den Oktober hinein wird noch eifrig auf dem Fluggelände in Zellhausen geflogen und geschult. Nur hier schon lange nicht mehr mit dem „Schulgleiter“, welcher noch immer in der Halle der Flieger lagert sondern mit der ASK-21 einem modernem Doppelsitzer aus Verbundwerkstoff und auch das Gummiseil hat ausgediehnt. Nicht weniger als 270PS leistet die Seilwinde der LSV'ler wenn sie die Segler in den Himmel befördert.

Mehr Informationen zur Fliegerei findest du unter www.segelfliegen-zellhausen.de!
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