SG 50PLUS Weiterstadt war "Rings um Westeuropa unterwegs

Ein Teil der großen Schar von Mitmachern unserer Kreuzfahrt Rings um Westeuropa mit der MSC Music
   
Der Mittelteil unsere großen Schar
 
Günter Schuchmann, (2 Führende Offiziere MSC Allessandro Di Caprino und Michele Valestr ) und Dieter Schönfeldt an Bord MSC Musica
Reisebericht Kreuzfahrt September 2013

Nach über einem Jahr seit der im Juni 2012 erfolgten Buchung beim hiesigen Reisebüro First konnte es nun endlich losgehen: Knapp 60 Mitglieder der Abteilung 50 plus des SG Weiterstadt trafen sich am späten Samstagabend des 8. September in der Vereinsgaststätte „Am Aulenberg“ , wo ein Raum zur Verfügung stand, um uns auf die nächtliche Tour einzustimmen.
Das Reiseteam der Seniorengemeinschaft 50plus – bestehend aus Günter Schuchmann und Dieter Schönfeldt – hatte im Vorfeld eine perfekte Organisation geleistet und alle Vorbereitungen getroffen, um allen Teilnehmern einen einfachen und sicheren Ablauf der Reise zu gewährleisten.
Nach Verladung der Gepäckstücke und Einnahme der vorher festgelegten Plätze startete unser Bus am frühen Sonntagmorgen Richtung Norden mit dem Ziel: Kiel. An der Raststätte Brunautal in der Lüneburger Heide konnten wir ein Weiterstädter Frühstück genießen, das von hilfreichen Händen am Abend vorher zubereitet worden war.
Der Bus erreichte am Sonntag die Pier im Kieler Hafen gegen 10 Uhr, dort konnten wir bereits eine Stunde später das Kreuzfahrtschiff „MSC Musica“ betreten und uns einen ersten Überblick über dieses in Frankreich gebauten Schiffes verschaffen. Es folgte das erste Mittagessen an Bord im Á-la-carte-Restaurant, danach waren die Kabinen fertig und wir konnten diese gegen 14 Uhr beziehen.
Noch im Hafen wurde es ernst: Alle mussten zur obligatorischen Rettungsübung antreten, bei der das Anlagen von Schwimmwesten und die Wege zu Sammelpunkten erläutert wurde.
Wie geplant hieß es dann um 16 Uhr „Leinen los“ und die lang erwartete Seereise rund um Westeuropa begann mit der Fahrt durch die Kieler Förde.
Bei der Reise durch Ostsee, Skagerrak und folgend Nordsee wurde Dänemark umfahren. Der erste reine Seetag wurde genutzt, um das Schiff näher kennenzulernen, welches unter panamaischer Flagge fährt. Es finden etwa 2.300 Passagiere Platz, für deren Versorgung und Betreuung circa 900 Bedienstete rund um die Uhr beschäftigt sind. Das Schiff ist knapp 300 Meter lang, 32 Meter breit und hat einen Tiefgang von knapp neun Metern. Verpflegung kann in zwei Restaurants, einer riesigen Cafeteria rund um die Uhr oder zwei Spezialitätenrestaurants eingenommen werden; neben den beiden Poolbars befinden sich weitere acht Bars und Lounges sowie eine Disco an Bord.
Am Dienstag, 10. September kurz nach Sonnenaufgang erreichten wir an der englischen Kreideküste vorbeifahrend Dover. Dort starteten die Teilnehmer dann in verschiedenen Gruppen zu Ausflügen: Panoramafahrt London, Canterbury, Schloss Leeds oder zu einem Klippenspaziergang. Alle diese Aktivitäten wurden begleitet von typisch englischem Wetter: Sonnenschein und abwechselnde kurze Schauer. Bei diesen Ausflügen – wie bei allen folgenden auch – wurde jeweils eine Gruppe begleitet von Dieter Schönfeldt, eine andere von Günter Schuchmann.
Spätnachmittags setzten wir die Reise fort – bei teilweisem Nieselregen ging es durch den Ärmelkanal Richtung Atlantik.
Der zweite Seetag bescherte vielen Passagieren bei teilweise sehr ruhiger See und weitestgehend klarem Himmel dann am Abend ein besonderes Erlebnis: Galakleidung und den Kapitänsempfang. Für viele aus unserer Gruppe nichts Neues, da sie nicht zum ersten Mal an einer Kreuzfahrt teilnahmen.
Die oft stürmische Biskaya zeigte sich von ihrer ruhigen Seite, so dass alle diesen Teil der Überfahrt ohne ein Zeichen von Seekrankheit gut überstanden haben.
Am Donnerstag, den 12. September konnten wir nach Erreichen der Hafenstadt Ferrol in Galizien (Nordspanien) frühmorgens an Land gehen, um diesen Ort zu erkunden oder eine Tour zum Pilgerort Santiago de Compostela mit der Besichtigung der dortigen Kathedrale zu verbinden. Bei sonnigem Wetter, Dudelsackkapelle am Kai und Böllerschüssen vom Schloss aus verließen wir Ferrol nach einem Aufenthalt von sechs Stunden wieder um 14 Uhr.
Am nächsten Tag stand Lissabon auf dem Programm: Bei strahlendem Sonnenschein erreichten wir nach der Einfahrt durch die Tejo-Mündung den Anlegeplatz fast mitten in der Stadt am Ufer dieses längsten Flusses der iberischen Halbinsel. Hier konnten wir uns bei diversen bestens organisierten Ausflügen Stadt, Umgebung und Lokalitäten anschauen oder auch wieder auf eigene Faust losziehen. So standen insgesamt neun verschiedene Ausflüge zur Wahl: neben einer Stadtführung unter anderem Sightseeing mit Bus oder Straßenbahn, Rundgang durch die Altstadt mit Weinprobe oder Panoramafahrt mit Fado-Show.
Auch abends hatten wir noch ausreichend Zeit und Gelegenheit, das Leben in dieser pulsierenden Stadt kennenzulernen, bevor dann Samstagnacht um zwei Uhr wieder abgelegt wurde und bei der Ausfahrt die Aussicht auf die beleuchtete Stadt genossen werden konnte.
Samstag, den 14. September, verbrachten wir den ganzen Tag bei teilweiser leichter Bewölkung auf See und hatten wiederum Gelegenheit, die vielen Annehmlichkeiten dieses großen Schiffes wahrzunehmen; so konnte man jederzeit einen Platz auf dem Sonnendeck finden, an einer der beiden Poolbars im Schatten einen Drink zu sich nehmen oder eine Abkühlung im Pool suchen. Auch haben einige Teilnehmer die vorhandenen Einrichtungen zur Freizeitgestaltung wie Leseraum, Minigolfanlage, Sportzentrum oder Shuffleboardspiel genutzt. Hin und wieder konnten wir auch wieder Delphine beobachten, die mit den vom Schiff verursachten Wellen zu spielen schienen.
Zu Beginn des Sonntags durchquerten wir bei Halbmond und klarer Sicht die Meerenge zwischen Europa und Afrika und man konnte bei der Einfahrt ins Mittelmeer den sich gegen den Nachthimmel gut abzeichnenden Felsen von Gibraltar erkennen.
Am Sonntagmorgen liefen wir in den Hafen von Málaga ein. Hier erwartete uns wieder ein strahlend schöner und heißer Tag. Es bestand Gelegenheit zu Ausflügen in die Stadt selbst und die Umgebung wie Marbella, Alhambra in Granada, Höhlen von Nerja oder aber eine Fahrt in die weißen Dörfer - wie üblich wieder begleitet von jeweils einem unserer beiden Tourleiter Dieter beziehungsweise Günter.
Abends war dann wie jeden Tag das Bordprogramm angesagt: Nachdem wir in der Zeit von 17.45 Uhr bis etwa 19.45 Uhr das Abendessen eingenommen hatten, folgte ein Besuch im Theater, wo täglich für Teilnehmer unserer Essenzeit ein sehr ansprechendes Programm von circa 45 Minuten Dauer aus instrumentaler oder vokaler Musik, teilweise atembe-raubender Akrobatik oder Show- und Tanzeinlagen geboten wurden. Die Zeit vor und nach dem Theaterbesuch wurde in einer der vielen Bars oder Lounges verbracht, um dort einen oder auch mehrere Drinks zu sich zu nehmen und den dort musizierenden Künstlern zuzuhören oder auch zu tanzen.
Montag – 16.September – folgte ein sonniger Seetag. Wieder wurden wir Zeuge von dicht am Schiff vorbei ziehenden Delphinen.
Das Abendessen stand heute unter dem Motto: „Italienische Nacht“; Speisesaal und Tischdekoration waren in den Landesfarben Italiens geschmückt, das Servierpersonal trug entsprechende Kleidung.
Am Dienstag - 17. September - betraten wir nach der Ankunft in der tunesischen Stadt La Gouletta in der Nähe von Tunis bei sonnigem, leicht bedecktem Himmel afrikanischen Boden. Wie so oft vorher bereits geschehen, war es faszinierend vom oberen Deck aus zu beobachten, wie das Schiff durch enge Hafeneinfahrten navigiert und dann oft innerhalb eines an der Größe des Schiffes relativ kleinen Hafenbeckens gewendet wird, um danach rückwärts weiter zu fahren, bis es seitwärts Zentimeter für Zentimeter näher an die Pier rückt. Von einer Kapelle mit Trommlern begleitet, wurden die Leinen festgemacht.
Es bestand Gelegenheit, einen Ausflug zu Geschichte und Kultur, den farbenfrohen Souks (Märkte), der Phönizierstadt Karthago oder aber eine Shopping-Tour mit Besuch eines kleinen Fischerdorfes durchzuführen.
Vom Hafen aus ging es mit Bussen zu verschiedenen Ausflügen in die Hauptstadt Tunis, in der noch die Auswirkungen der politischen Veränderungen deutlich sichtbar waren: Unübersehbar an vielen Plätzen und Einrichtungen Stacheldrahtbarrieren und Polizisten, aber auch modern gekleidete junge Leute und Frauen jeglichen Alters ohne Schleier. Auf den Märkten herrschte ein reges und buntes Treiben.
Auch bei diesem Landgang verging die Zeit wie im Flug und viel zu schnell hieß es wieder: zurück an Bord und Leinen los.
Es folgte der letzte reine Tag auf See, der erneut der Erholung und Entspannung diente, wozu auch das gute Wetter beitrug. Bei der Fahrt durch das Mittelmeer war frühmorgens bei leichter Bewölkung am Horizont deutlich die Insel Sizilien mit dem Ätna sichtbar. Gegen 20.30 Uhr passierten wir die Südküste Apuliens und setzten die Reise in die Adria fort, an deren Küste wir noch zweimal an Land gehen sollten.
Am 19. September kamen wir frühmorgens in Dubrovnik bei trockenem und bewölktem Wetter an. Auch hier wurden diverse Ausflüge durchgeführt, von denen zwei unter der Regie unserer beiden Tourleiter Dieter und Günter stattfanden. Von vielen uns zur Auswahl stehenden Alternativen waren am meisten frequentiert der Rundgang über die Stadtmauer, eine Altstadtführung , eine Stadtführung oder eine Erkundung auf eigene Faust. Kurz vor Mittag kam dann der große Regen, der dazu führte, dass jeder ¬- soweit möglich ¬- schutzsuchend alle weiteren Unternehmungen einstellte und sich - oft ziemlich durchnässt - zurück an Bord begeben hat.
Wie üblich wurde hier wie an fast allen anderen Tagen auch an Bord das Mittagessen in einem der Restaurants eingenommen; nach dem großen Regen klarte es auf und bei sonnigem Himmel verließen wir diese Stadt wieder, um uns auf die letzte Etappe Richtung Zielhafen zu begeben.
Dieses Mal hieß es vor dem Zubettgehen: Koffer packen und raus damit vor die Tür, nur noch Handgepäck für Morgentoilette und Rückreise wird benötigt.
Den Sonnenaufgang am Freitag, 20. September, erlebten wir, als das Schiff bereits in die Lagune von Venedig einfuhr und somit der Endpunkt unserer Seereise erreicht war.
Von der Einfahrt in die Lagune bis zum Anlegen an den Kai vergingen über zwei Stunden, während des letzten Teils dieser Zeit boten sich den zahlreich an allen Seiten des Schiffes versammelten Schaulustigen beeindruckende Aussichten auf die Paläste, Häuser, Kirchen, Kanäle und Brücken der Lagunenstadt.
Das Anlegen der MSC Musica am Kai erfolgte um 8.30 Uhr bei wolkenlosem Himmel, es folgten Ausschiffung und Kofferverladung in den Bus, der uns bereits erwartete.
Kurz vor 10 Uhr verließen wir die norditalienische Stadt. An Mailand, Como und Lugano vorbeifahrend, wurde der Gotthard-Tunnel durchquert. Es ging weiter am Ostufer des Vierwaldstättersees entlang bis Luzern. Hinter Basel erreichten wir wieder deutschen Boden. Ein letzter Halt im Rasthof Breisach, bevor der Bus gegen 23 Uhr Weiterstadt erreichte .

Ein Resümee:
Einhellige Meinung aller Teilnehmer: es war eine wunderschöne und erlebnisreiche Reise, die von Dieter und Günter bestens organisiert und begleitet worden ist.
Es gab eine Vielfalt von Ausflügen, deren Qualität - auch bedingt durch die örtlich eingesetzten Reiseleiter - unterschiedlich war.
Neulinge einer Kreuzfahrt werden höchstwahrscheinlich zu „Wiederholungstätern“.
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