Bandsupporter präsentiert neue Musiker

Jan Fröhlich von Subsonic präsentiert hausnorris und The Aesthetic Voyager
 
hausnorris alias Seyhan Kart

Plattform für Newcomer in der Music Station Weiterstadt

In diesem Jahr ist die Music Station im Weiterstädter Bahnhof Veranstaltungsort für eine neue Eventschiene. Bandsupporter - das sind Jan Fröhlich von Subsonic in Weiterstadt und Patrick Zehner von den Tag&Nacht Studios in Darmstadt - wollen Bands und Solisten, die aus der Menge der eher unbekannten Musikszene schon ein wenig herausschauen, zu einem breiteren Publikum verhelfen. Dazu präsentieren sie an einem Freitag in jedem Monat jeweils zwei Musikformationen in der Music Station. Letzte Woche machten hausnorris und The Aesthetic Voyager den Anfang ... und das vor vollem Haus.
hausnorris alias Seyhan Kart, wohnt zwar seit kurzem in Berlin, doch vorher war der gebürtige Miltenberger in Südhessen zu Hause. Mit einer Drei-Mann-Combo startete er 2006 seine musikalische Karriere, drei Jahre später arbeitete er nur noch mit einem Drummer zusammen und seit einigen Jahren ist er solo unterwegs. Seine neueste EP wirgehörenzusammen mit fünf Stücken ist so eben erschienen. "Das Soundkonzept für die Soloperformance ist für mich leichter umzusetzen. Es macht mich unabhängig, flexibel, ist eine Art Befreiung." so Kart. Und so sah man ihn dann auch am Freitag Abend die Bühne lediglich mit der Gitarre und einer Mundharmonika betreten, unterstützt durch einen Minisynthesizer. Deutsche Texte, die Hand und Fuß haben, kleine Geschichten erzählen, mal kritisch, mal lustig, selbstgeschrieben genau wie die Musik dazu, das kam beim Publikum gut an. Kleine, aber gekonnte Spielereien mit dem Mikro ersetzten aufwendige Technik und machten ihn um so authentischer. Es gab dann auch nur Selbstgeschriebenes auf die Ohren, auch wenn er live gelegentlich covern würde, Reinhard May zum Beispiel, erklärte er. Zwei EPs und ein Album hat Kart veröffentlicht, nebenbei läuft ein Sideproject namens The Jingle Jangle Morning zusammen mit seiner Frau.
Etwas voller wurde die Bühne dann schon mit The Aesthetic Voyager, obwohl nur drei von fünf Bandmitgliedern auftraten. "Eine Art Rumpfband" wie Sänger Daniel Klose es beschrieb. Das tat dem ganzen aber keinen Abbruch, die abwechslungsreiche Mischung aus Folk, Pop und Accoustic war satt und erstaunlich gut hörbar. Das Fehlen der zweiten Sängerin und des E-Gitarristen mit seinen vielen Spezialeffekten und dem zusätzlichen Soundvolumen merkten höchstens eingefleischte Fans. Was mit einer leichten Rockballade die zum Träumen animierte begann, schraubte sich nach und nach in rockigere Höhen, klang ein bisschen nach Jeff Buckley und Radiohead, ohne jedoch den eigenen Stil zu verlieren. "Der Spannungsbogen" wie Klose es nannte, hielt das Publikum in Atem. Für einen überraschend erfrischenden Abschluss sorgte der Einsatz der Ukulele, die Klose neu in das Songarrangement eingefügt hatte. Frech und aufrüttelnd im Klang gab sie dem Sound eine neue Wendung. "Ein Ukulelealbum ist in Planung", so Klose. Bis jetzt auf dem Markt ist das Album Above Islands & Clouds. Wer die Band demnächst hören möchte, kann sich den 8. Februar vormerken. Dann treten die "Voyagers" im Rahmen einer Accousticrockshow im Café Extra in Büttelborn auf, begleitet von Jens Bender aus Mainz, der "einen abgefahrenen Gitarrenstil" hat, so Klose.
Bandsupporter präsentiert die zwei nächsten Band am 14. Februar. Hier kann man sich auf Pinky Starfish und M. Adam freuen.
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