Die Hessenwaldschule als große Bühne mit internationalem Flair

  Weiterstadt: Hessenwaldschule |

Weiterstadt (Lör) Tiefschwarze Vorhänge, grelles Scheinwerferlicht, witzige Szenen, begabte Darsteller und begeisterter Beifall - die irischen Schauspielerinnen Joanne Quinn und Lisa Hayes verwandeln die Hessenwaldschule am Tag des offenen Unterrichts in eine große Bühne. Eine Woche lang haben sie mit Ralph Zimmers Achtklässlern gearbeitet, die jetzt English Theatre vom Feinsten präsentieren. Die Schüler von Daniela Inderst, Ingrid Diehl, Anja Reuter und Miriam Allgäuer tun mit sehenswerten Aufführungen das Ihre dazu. Aber auch in den anderen Klassen und Kursen erhalten die Besucher einen Eindruck von der Vielfalt des Lernens an der Hessenwaldschule, deren Neubau gerade entsteht und hochmoderne Rahmenbedingungen bieten wird. Wenn das neue Schulhaus in zwei Jahren bezogen wird, ist der gymnasiale Zweig längst wieder neunjährig. Bereits kommendes Schuljahr wird von G8 auf G9 umgestellt.

Schulleiterin Ute Simon-Nadler eröffnet die Informationsveranstaltung mit ebenso herzlichen wie informativen und launigen Worten. Sie stellt eine Gesangsgruppe der Huada-Schule vor, die an der Hessenwaldschule beheimatet ist. Die vier chinesischen Kinder rühren die Herzen der zahlreichen Zuhörer mit ihren Liedern und verstärken das internationale Flair dieses Tages.
Stellvertretetender Schulleiter Andreas Rech, die Zweigleiterinnen Meike Schmidt und Petra Stiller, Schulelternbeiratsvorsitzender Patrick Verstrepen, Fördervereinsvorsitzender Prof. Dr. Kai-Oliver Schocke und Schulsprecherin Selin Yildirim stellen die Schule mit ihren rund 700 Schülern und 60 Lehrern vor.
In der fünften und sechsten Klasse besucht die eine Hälfte der Schüler den Förderstufenzweig, die andere die gymnasiale Stufe. Der Zulauf zur Hessenwaldschule hat mit der Einführung des Neuen Lernkonzepts zugenommen. Es war nicht nur dem hessischen Unternehmerverband eine Tagung wert, sondern es lockt seit mehreren Jahren auch hochrangige Delegationen in den Hessenwald. Ein Höhepunkt war der Besuch der Kultusministerin. Seit der Verleihung des Deutschen Bildungspreises 2010 ist das Interesse weiter gewachsen. Auszeichnungen erhielt die Schule an der Wolfsgartenallee auch im vergangenen Jahr und im laufenden Schuljahr war das neue Wahlkonzept der SV der Sparkassenstifung eine Prämierung wert.
Das Besondere am Neuen Lernkonzept: Haupt- und Realschüler werden gemeinsam unterrichtet. Jeder lern- und leistungswillige Schüler hat die Chance auf die Mittlere Reife. Individuelle Förderung und selbstständiges Lernen sorgen dafür, dass die Schüler fit für's Leben gemacht werden. Ein Punkt, den stellvertretender Schulleiter Andreas Rech in den Mittelpunkt seiner Ausführungen rückt. Denn die Weichen an der Hessenwaldschule sind so gestellt, dass jeder den für ihn bestmöglichen Schulabschluss erreichen kann.
Nach der zehnten Klasse entscheiden sich einige für eine Lehre, andere starten zum Abitur durch. "Wir erhalten sehr positive Rückmeldungen von den Darmstädter Schulen", so Petra Stiller. Der Übergang sowohl der Gymnasiasten nach der neunten Klasse als auch der Realschulabsolventen im Anschluss an die zehnte Klasse verlaufe problemlos. Das bestätigen auch Schulelternbeiratsvorsitzender Vertstrepen und Dr. Schocke, die ihre guten Erfahrungen an die Eltern weitergeben.
Án der Hessenwaldschule können die Schüler Englisch, Französisch, Spanisch und auch Russisch lernen. Der naturwissenschaftliche Zweig wird vom Darmstädter Vorzeigeunternehmen Merck unterstützt und ist dadurch gut ausgestattet. Das Ganztagsangebot umfasst auch einen Lerntreff, der von Montag bis Donnerstag nachmittags geöffnet ist. Das Mittagessen wird gut angenommen und die Hausaufgabenbetreuung sorgt dafür, dass die Lerninhalte geübt und vertieft werden. Spätestens im nahen Frühjahr steht die Halfpipe für die Skater in den Pausen wieder im Mittelpunkt, die Kletterwand in der Sporthalle ist ein ganzjähriger Hit. Der Automat für kostenloses Trinkwasser wird von den Schülern ebenfalls gut angenommen.
In der bestens besuchten Mensa sorgen die Eltern einmal mehr für leckeren Kuchen, Brötchen und duftenden Kaffee. Das Hilfsprojekt für Guatemala bringen die Achtklässler zusammen mit Rosi Sennhenn und Celia Cid voran, Schüler von Fachleiterin Dr. Barbara Rink-Salzer führen naturwissenschaftliche Experimente vor, Eva Papadaki und Dirk Ohler unterstützen Fünftklässler bei der Gestaltung von bunten Masken. In den sechsten Klassen von Simone Bruch, Inga Walther und Marlies Winkelmann-Steinert üben sich die Schüler im projektorientierten Lernen, während Dieter Pritzls Musikwerkstatt ihre Zuhörer begeistert, Miriam Allgäuers Klasse Gedichte rappt, die Schüler von Anja Reuter Szenen mit selbstgebastelten Puppen präsentieren und der Kurs von Daniela Inderst einen geschickt und witzig ins Szene gesetzten Sketch aufführt. Akrobatisch geht es im Zirkus Halligalli mit den Schülern Ingrid Diehls, Angela Freidhofs und Christel Wegerich zu. Eine Schule als Theaterwerkstatt und große Bühne.
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