Priesterweihe Markus Stutzenberger in Mannheim

Das Katholische Bistum der Alt-Katholischen Kirche in Deutschland, vertreten durch Bischof Dr. Matthias Ring, lädt für Samstag, den 23.09.2017 um 14.00 Uhr in Mannheim zur Weihe von vier Diakonen zu Priestern ein: Florian Bosch (Karlsruhe), Thilo Corzilius (Freiburg), Lothar Haag (Bonn) und Markus Stutzenberger (Kaufbeuren). Stutzenberger war unter schwierigen Rahmenbedingungen vorher im Bistum Mainz als Pastoralreferent beschäftigt und hat sich im Oktober 2016 mit seiner Familie beruflich neu orientiert: "Ich wollte das wirklich ganz sein, was ich durch meine Taufe dem Grunde nach schon längst bin: Priester." Als alt-kath. Diakon kann Stutzenberger z.B die Kranken salben und sie damit stärken, was römischen Diakonen nicht erlaubt ist: "Das führt faktisch zu einem Aussterben dieses so wichtigen und berührenden Sakramentes der Stärkung und Aufrichtung."

Nach (alt-) katholischem Verständnis (be-) ruft allein Gott Menschen in seine Dienste, so, wie Er, und nicht andere, auch keine Kirche, Menschen zu seinem Mahl und an seinen Tisch lädt.
Insofern hebt dieser Weihegottesdienst nicht einzelne Personen heraus, sondern bestätigt das in besonderer Weise, was bereits in der Taufe jedes Christen und jeder Christin grundgelegt ist. Insofern ist jeder christliche Gottesdienst eine Versammlung von DiakonInnen und PriesterInnen. Bei meinen Kollegen und mir wird diese Berufung durch Gott mit einem amtlichen Auftrag versehen: Glück und Last zugleich.

Markus Stutzenberger wünscht sich darum eine Woche später in Kaufbeuren am Erntdankfest in seiner Gemeinde am 01. Oktober um 16 Uhr auch bewusst eine "Primiz anderer Art", unter "Primiz" wird die erste "eigene" Leitung einer Eucharistiefeier durch einen neuen Priester verstanden: "Ich würde mich sehr über EUREN "Primizsegen" freuen, d.h. im Unterschied zur römischen Praxis möchte ich bewusst um „Euren“ Segen für meinen Dienst und meine Aufgabe bitten, statt durch einen Einzelsegen des Neupriesters zu suggerieren, "mein" Segen, der in Wirklichkeit der Segen Gottes ist, sei etwas von der Qualität her anderes als der Sendungssegen unseres Bischofs Dr. Matthias Ring am Ende des Weihegottesdienstes."
Besonders freut sich Diakon Stutzenberger, dass sich zwischen seinem römischen Kollegen und ihm, in Neugablonz nur durch eine Straße getrennt, schon seit Oktober letzten Jahres eine sehr enge Zusammenarbeit entwickelt hat, sodass er in der Herz-Jesu-Gemeinde in Neugablonz, dem Kaufbeurener Vorort, am Vormittag des 01.10. im Rahmen der römischen Eucharistiefeier den Menschen, die es möchten, den persönlichen Einzelsegen spenden wird. Ein gemeinsamer Kommunionempfang ist leider (noch) nicht möglich: "Mich schmerzt das nicht sehr. Es gibt viele Menschen, die, aus welchen Gründen auch immer, nicht zum Tisch Jesu treten, um seinen Leib zu empfangen. Mit diesen Menschen bin ich an diesem Tag solidarisch und verkoste umso mehr am Tisch des Wortes, der auch in jedem Gottesdienst reich gedeckt ist."

In Mannheim wird wie bei der Diakonenweihe in Neugablonz im Februar diesen Jahres eine hochrangige Ministrantendelegation erwartet, bestehend aus Kindern und Jugendlichen, für die Stutzenberger in seiner Weiterstädter Zeit ein wertvoller Wegbegleiter wurde: "Ja, es gehört dazu, dass die Kontakte von beiden Seiten aus weniger werden. Das ist geradezu zwangsläufig, dass man sich aus den Augen verliert. Dafür gerät Neues in den Blick und andere Menschen werden wichtig. Aber nichts von dem, was wir einander Gutes getan haben, geht verloren. Da bin ich mir sicher."

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