Voricht vor Datenklau

Viele Händler warten bereits sehnsüchtig auf die klingende Weihnachtszeit: süßer die Euros nicht klingen. In Deutschland werden bei der diesjährigen Verkaufsveranstaltung Black Friday am 25. November 2016 Umsätze in der Höhe von über einer Milliarde Euro erwartet. Viele Anbieter und Plattformen wollen von diesem Hype profitieren. In letzter Zeit macht sich jedoch ein Trend bemerkbar und zwar, dass viele Datensammelplattformen gezielt rund um Black Friday aktiv werden. Diese sogenannten Affiliate-Plattformen speichern personenbezogene Daten, um sie anschließend an Unternehmen zu verkaufen.

Als Konsument sollte man vorsichtig sein, wenn Webseiten die persönlichen Daten speichern und verkaufen. Viele dieser Webseiten treten seriös als Preisvergleichs-, Social-Shopping-Community, oder Black-Friday Angebotsseiten auf.

Datenspionage
Oft ist es auf dem ersten Blick nicht erkennbar, dass sie nur zum Zweck der Datenspionage betrieben werden. Aufgrund von Themen-Blogs und Tipps besuchen Konsumenten diese Seiten, ohne zu wissen, dass im Hintergrund ihre personenbezogenen abgesaugt werden, um sie anschließend weiterzuverkaufen. Auf den Festplatten der Besucher werden heimliche Textinformationen, sogenannte Cookies, hinterlassen. Affiliate Seiten beziehen rund 90 Tage lang Provisionen, wenn die Daten verkauft werden. Und Konsumenten wundern sich, weshalb sie oft monatelang von einzelnen Unternehmen mit denselben Werbungen auf unterschiedlichen Internetseiten penetriert werden.

Vermittlungsprovisionen mit Kundendaten
Die auf dem Prinzip der Vermittlungsprovision basierenden Affiliate-Systeme sind ein boomendes Geschäft. Klickt ein Konsument auf einen Link, so wird der Besucher auf die Seite des entsprechenden Händlers weitergeleitet. Dabei werden jeweils Textinformations-Cookies im Hintergrund generiert, um ein Wiedererkennen und Nachverfolgen von Usern zu ermöglichen.

Trojaner am eigenen PC
Die dabei erzeugten Cookies können für den Anwender im schlechtesten Fall Informationen über das komplette private Internetverhalten speichern und ähnlich wie ein Trojanisches Pferd ungefragt an einen Empfänger übermitteln.

Laut Informationen vom Websitebetreiber www.blackfridaysale.de verkauft das Unternehmen keine Daten, sondern stellt ihren Partnerunternehmen entgeltlich die Plätze auf ihrem Portal zur Verfügung.
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