Chronische Zahnarztangst nicht nur bei Kindern

Zahnarztangst kann nicht nur bei Kindern stark ausgeprägt sein (Foto: colourbox.com)
Jedes halbe Jahr sollte man dem Zahnarzt einen Besuch abstatten, um die Gesundheit der eigenen Zähne zu gewährleisten. Zweimal täglich und bestenfalls nach jedem Essen Zähneputzen wird bereits den Kindern in der Grundschule ans Herz gelegt. Doch was passiert, wenn man diese Zahnarzt Besuche nicht regelmäßig einhält und das ein oder andere Mal abends ohne Zähneputzen ins Bett geht? Karies, Bohrer, Zähne ziehen. Viele Kinder - wenn nicht die meisten - haben eine ausgeprägte Angst vor dem Besuch beim Onkel Doktor für Zähne. Laute Geräusche, unangenehme Berührungen in der Mundhöhle und eventuell sogar Schmerzen durch eine Spritze oder spitze Untersuchungsgegenstände. Als Kind ist man jedoch der Erziehungsgewalt der Eltern ausgeliefert und kann noch nicht selbst entscheiden, wie oft der Besuch beim Zahnarzt tatsächlich durchgeführt wird. Also wird (bestenfalls) jedes halbe Jahr die unangenehme Prozedur ausgehalten – ob man will oder nicht. Wie verhält es sich jedoch mit dem Pflichtbewusstsein, wenn man älter und selbstständiger wird?

Schlechte Erfahrungen in der Kindheit als häufiger Auslöser für Zahnarztangst bei Erwachsenen

Mit steigendem Alter wächst auch die Verantwortung für eines jeden für sich selbst. Bereits in den Teenager Jahren wird versucht, dem Nachwuchs Selbstständigkeit einzuverleiben und ans Herz zu legen. Bei einigen gelingt dies früher, bei anderen später. Fakt jedoch ist, dass der Mensch ab einem gewissen Alter die Termine beim Zahnarzt selbst zu vereinbaren und ohne eine Begleitperson den Termin wahrzunehmen hat. Für viele Erwachsene ist dies heutzutage kein Problem mehr und eine Art Gewohnheitssache aus der kindlichen Erziehung. Vor allem wenn in der Kindheit keine schlechten Erfahrungen mit einem Zahnarzt gemacht wurden, halten sich die Hemmungen im Erwachsenen Alter sich mit diesem Thema auseinander zu setzen in Grenzen. Kariesbildung in der Kindheit kann zwar mit regelmäßigem und einwandfreiem Zähneputzen eingedämmt, aber nicht zu 100% vermieden werden. Zähne und deren Form/Verhalten etc. sind zu einem gewissen Grad ebenfalls Vererbung. Hat man als Kind nun einmal das Pech die ein oder andere Spritze gesetzt zu bekommen, oder einen unsensiblen Zahnarzt erwischt zu haben, kann dies weitreichende Folgen auf die spätere Einstellung zu Zahnärzten haben.

Wenige Menschen gehen wohl sehr gerne zum Zahnarzt - dennoch gibt es Unterschiede zwischen einem schlichten unangenehmen Gefühl oder ausgeprägter Zahnarzt-Phobie.


Test zur Ermittlung von Zahnarztangst

Viele Zahnärzte heutzutage wissen um das Problem Ihrer Patienten und versuchen daher eine offensive Einfühlsamkeit zu vermitteln. Dies ist ein häufiges Entscheidungskriterium bei der Wahl des richtigen Zahnarztes. Einige Zahnärzte haben sogar Tests entwickelt, um Erwachsenen eine Einschätzung Ihrer Einstellung zum Zahnarztbesuch bereit stellen zu können – hier ein solcher Fragebogen zur Zahnarztangst. Diese Tests beschäftigen sich meist mit Erfahrungen aus der Kindheit, eigenen Empfindungen zu Zähnen und den Gefühlen, welche vor, während und nach einer Behandlung beim Zahnarzt entstehen. Erwachsene, die sich nicht sicher sind, ob Sie eine ausgeprägte Zahnarzt-Phobie besitzen, oder sich nur nicht gerne in der Mundregion berühren lassen, sollten einmal einen solchen Test durchführen. Danach können Zahnärzte gesucht werden, die sich auf Zahnarztangst spezialisiert haben.

Auch wenn eine tiefe Zahnarzt-Phobie bei Erwachsenen besteht, ist es notwendig, einmal im halben Jahr die Gesundheit der eigenen Zähne überprüfen zu lassen. Bei späteren Problemen und tiefsitzenden Erkrankungen sind der Ärger und die Schmerzen ansonsten umso größer.
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