Welche Berufe gibt es in der Gastronomiebranche?


Berufe in der Gastronomie gibt es reichlich. Sie alle aufzuzählen und zu erläutern wäre mühsam und wenig interessant. Jedoch existieren in dieser Branche übergeordnete Berufszweige, wie den Koch (darunter existieren wiederum weitere Berufe, wie den Suppenkoch, Gemüsekoch etc.), bei denen es sich lohnt, sie vorzustellen und die Karrierechancen darzustellen.

Koch:
Während der Lehre zum Koch werden dem Lehrling das Zubereiten von Speisen bzw. Speisefolgen, der professionelle Umgang mit Lebensmitteln und die Präsentation der Produkte gelehrt. Dabei erlernt er nicht nur die Nahrungsmittel herzustellen und zu verarbeiten, den professionellen Umgang mit den Küchentechniken bzw. Küchengeräten, sondern auch ernährungsphysiologischen Inhalt. Als weiterer Inhalt auf dem Ausbildungsplan stehen das Beachten von Hygienevorschriften, das Präsentieren der Produkte und auch das Beraten der Gäste.


Der Beruf des Kochs ist heutzutage sehr
hoch angesehen. Bildquelle: textile-one.de


Restaurantfachmann:
Wie werden Speisen und Getränke professionell serviert? Wie wird ein Tisch richtig eingedeckt? Diese und weitere Fragen werden den Lehrlingen zum Restaurantfachmann beantwortet. Dazu kommt der Unterricht zur Organisation von Serviceabläufen, das Ausrichten von Veranstaltungen und Festen, der korrekte Umgang mit Gästen und die Service-, Speisen- und Getränkekunde. Aber auch das Gestalten von Angeboten und das Benutzen des Abrechnungssystems stehen auf dem Lehrplan.

Hotelfachmann:
Innerhalb von drei Jahren werden den Lehrlingen in dieser Ausbildung nahezu jede Abteilung eines Hotels vorgestellt. So lernen sie beispielsweise, wie ein Gästezimmer hergerichtet und kontrolliert wird, auf was sie beim Empfang von Gästen achten müssen, wie Getränke und Speisen serviert werden und wie Veranstaltungen richtig geplant, organisiert und professionell durchgeführt werden. Außerdem erwarten die Lehrlinge Schulungen im Bereich der Hotelkasse, ihnen wird gezeigt, wie Verkaufsgespräche geführt und Angebote erstellt werden und sie lernen Marketingmaßnahmen zu entwickeln, durchzuführen und zu kontrollieren.

Hotelkaufmann:
Nicht zu verwechseln mit der Ausbildung zum Hotelfachmann, ist diese des Hotelkaufmanns. Der Schwerpunkt dieser Lehre liegt im kaufmännischen Bereich. Hier lernt der Lehrling Rechnungen zu erstellen und den Zahlungsverkehr durchzuführen, die Kosten und Erträge zu berechnen und die Kennzahlen auszuwerten. Darüber hinaus stehen das Kalkulieren von Verkaufspreisen, das Bearbeiten von Personalvorgängen, das Beraten von Gästen und das Führen von Verkaufsgesprächen auf dem Ausbildungsplan.

Fachmann für Systemgastronomie:
Der Schwerpunkt dieser dreijährigen Ausbildung liegt beim Sicherstellen und Organisieren von Qualitätsstandards und Arbeitsabläufen. Dazu gehören auch die Planung des Personaleinsatzes und das Bearbeiten der Personalvorgänge. Weiterhin wird den Lehrlingen die korrekte Durchführung von Kostenkontrollen aufgezeigt und wie bei den anderen Lehren werden auch sie in der Betreuung und Beratung der Gäste geschult.

Fachkraft im Gastgewerbe:
Die Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe dauert nur zwei anstatt drei Jahre. In dieser Zeit lernt der Lehrling, wie einfache Speisen hergestellt und angerichtet werden, auf Welche Art die Gasträume herzurichten sind, den gepflegten Empfang und Umgang mit den Gästen und das Servieren von Speisen und Getränken.

Karrierechancen in der Gastronomie

Köche können es nach der bestandenen Lehre bis zum Küchendirektor oder Wirtschaftsdirektor schaffen. Sie haben die Möglichkeit einen Meisterkurs zu absolvieren und/oder die Ausbildung zum Fachwirt im Gastgewerbe. Außerdem sind sie in der Wahl ihres Arbeitsortes flexibel: Köche werden nicht nur in Restaurants oder Kantinen benötigt, auch ein Einsatz auf einem Kreuzfahrtschiff ist möglich. Der Ruf dieses Berufs hat sich die letzten Jahre auch stark gebessert. Dank der bekannten Fernsehköche ist diese Tätigkeit „en vogue“ und sehr angesehen.
Die wohl besten Karrierechancen bieten die Ausbildungen zum Hotelfachmann und Hotelkaufmann. In diesem Berufszweig gibt es in allen Abteilungen eines Unternehmens Aufstiegsmöglichkeiten: an der Rezeption, in der Verwaltung, im Verkauf und im Restaurant. Mit Fleiß und den richtigen Weiterbildungskursen besteht die Chance auf einen Posten als Abteilungsleiter oder Hoteldirektor. Natürlich kommt bei bestandener Meisterprüfung auch die Selbstständigkeit mit einem eigenen Unternehmen in Betracht.
Aber auch im Bereich des Fachmanns für Systemgastronomie warten höhere Posten: Über die Stellung des Assistenten des Restaurantleiters und des stellvertretenden Restaurantleiters kann die Tätigkeit des Restaurantleiters stehen.
In allen Bereichen der Gastronomie besteht die Chance auf eine Karriere. Wichtig ist generell der Fleiß, die Motivation viel und hart zu arbeiten und Angebote zur Weiterbildung wahrzunehmen. Auch das Beherrschen verschiedener Fremdsprachen ist in diesen Bereichen sehr wichtig.

Schulische und persönlichen Voraussetzungen für einen Job im Gastronomiegewerbe

Theoretisch reicht ein Hauptschulabschluss, um einen der beschriebenen Berufe erlernen zu dürfen. In der Praxis schaut dies doch meist anders aus: Die meisten Betriebe erwarten von ihren Lehrlingen den Abschluss der Mittleren Reife, oder gar Abitur. Neben dem Zeugnis sind die persönlichen Voraussetzungen mindestens genauso wichtig. Für einen Job in der Gastronomie sind sehr gute Team- und Kommunikationsfähigkeiten unerlässlich, da die Tätigkeit um Team und vor allem mit viel Kundenkontakt läuft. Auch sollten die Bewerber über eine rasche Auffassungsgabe und ein ausgeprägtes Organisationstalent verfügen. Vor allem in den kaufmännischen Berufen in der Gastronomiebranche sind ein gutes Zahlenverständnis und Rechenleistungen sehr wichtig. Beim Kundenkontakt sollten die Lehrlinge mindestens dem Englischen mächtig sein, je mehr Fremdsprachen beherrscht werden, desto günstiger wirkt sich dieses auf die Karrieremöglichkeiten aus. Zu guter Letzt sind ein freundliches und angenehmes Auftreten Grundkompetenzen, die jeder Lehrling in der Gastronomie in jeder Lage beherrschen muss.

Negative Seiten der Berufe im Gastronomiebereich

Die Berufe in der Gastronomiebranche haben, wie auch jeder andere Beruf, negative Seiten. In diesen Berufsfeldern geht es häufig sehr hektisch zu und da heißt es, die Ruhe bewahren zu können. Da die wenigstens Berufe innerhalb dieser Branche im Büro stattfinden, sind sie auch körperlich belastend. Auch Wochenenddienst gehört dazu, denn Restaurants und Hotels haben nicht nur Werktags geöffnet. Dazu kommen Schichtdienste, vor allem in Hotels. Die Rezeptionen sind Rund um die Uhr zu besetzen und auch die Köche nehmen bereits früh ihre Arbeit auf. In Gastgewerben, wie Bars und Restaurants gehen die Schichten schon einmal bis in die Nacht und Pausen zum Ausruhen sind dort eher selten. Aber auch bei Veranstaltungen, wie Hochzeiten, Firmenfeiern, ist die Zeit des Feierabends nicht vorhersehbar und so ein Arbeitstag kann auch einmal 12 Stunden dauern.
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