Sind die schönsten Spielbanken Deutschlands in Hessen?

 

Traditionelles Spielen in Hessen

Im Bundesland Hessen wird das traditionelle Spielen in Spielbanken seit dem 18. Jahrhundert gepflegt. In der Landeshauptstadt Wiesbaden findet man die 1810 eröffnete Spielbank im Kurhaus der Stadt. Riesige Säulen säumen den Eingang. Aus der Entfernung erinnert das Gebäude sofort an die Kulisse eines Schlosses und die Spannung steigt auf das, was im Inneren geboten wird. So viel vorweg, man wird keinesfalls enttäuscht. Die Glücksspieltradition setzt sich im Bad Homburger Kurhaus fort, wo sich das kleinere Casino, das 1841 erstmals als Stätte des Tischspiels genutzt wurde, befindet. Beide Häuser bieten ihre Dienste für das große und kleine Spiel an.

Spielbank Wiesbaden (eines der traditionsreichsten und schönsten Casinos)

Das Casino Wiesbaden hat schon etlichen prominenten Menschen wie Königen, Musikern und Literaten zum Glück oder zum Bankrott verholfen. Darunter war der russische Schriftsteller Dostojewski, der 1865 sein gesamtes Vermögen verspielte und danach den Roman „Der Spieler“ über das Casino schrieb. Den damaligen Roulettekessel kann man heute noch in der Spielbank besichtigen.Die gesamte Ausstattung des Saals inklusive des Mobiliars ist aus edlem Holz und strahlt dadurch Wärme und Gemütlichkeit aus. Der Raum des großen Spiels ist mit 130 Metern einer der größten Europas. Die gewaltigen Kronleuchter geben dem Saal einen königlichen Touch. Das Automatenspiel ist in einem gesonderten Bereich stilvoll untergebracht.


Im Vergleich zum Casino Wiesbaden wirkt die Spielbank im baden-württembergischen Baden-Baden eher kühl. Das große Spiel findet hier in drei verschiedenen prunkvollen Sälen statt, die aber Gemütlichkeit vermissen lassen. So herrschaftlich das große Spiel vorgefunden wird, umso unspektakulärer ist das Automatenspiel, das sehr sachlich anmutet, allerdings im historischen Gewölbe stattfindet.

Spielbank Bad Homburg (erstmals im Jahr 1841 eröffnet)

Die kleine hessische Spielbank, die in direkter Nähe zu Frankfurt liegt, bietet ihre Tisch- und Automatenspiele in einem klassischen Gebäude mit exklusivem Innendesign an. Von außen lässt der ganz in Marmor gehaltene Eingang gehobenes Spielen schon vermuten. In diesem Casino wurde von den Spielbankgründern, den Gebrüdern Blanc, durch Streichung der Doppelnull im ursprünglichen Spiel, das französische Roulette erfunden. Amerikanisches und französisches Roulette erfreuen hier die Freunde des Kesselspiels.

Die Spielautomaten stehen verteilt auf drei Ebenen in einem extra Raum.
Das Luitpold-Casino in Bad Kissingen ist ebenfalls ein kleineres Casino. Als älteste Spielbank Bayerns hat die Spielbank ebenso eine lange Geschichte. Das Gebäude sieht einem Schloss ähnlich. Die Lobby steht aber im krassen Gegensatz zu dem Saal der Tischspiele, da sie im modernen Stil daherkommt, der Spielsaal selbst wurde antik gestaltet. Im Gegensatz zu Bad Homburg spielt man nur American Roulette. In einem Anbau kommen die Slot-Fans auf ihre Kosten.

Fazit

Spielen und sich fühlen wie ein Kaiser, ist nur in Hessen möglich. Durch den „roten Faden“, der sich bei der Ausstattung der hessischen Spielbanken zieht und aufgrund ihrer Geschichten um den Schriftsteller Dostojewski und der Gebrüder Blanc, die beiden Casinos ein „Gesicht“ geben, kann man die hessischen Spielbanken getrost als die Nummer eins in Deutschland ansehen.
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