Sehenswürdigkeiten in Musik - Unterhaltsames Konzert der drei Orchester der TSG Wixhausen

Schülerorchester
 
Jugendblasorchester
Am vergangenen Samstag gab es zwei musikalische Hauptstädte: Kopenhagen und Wixhausen. Während in Dänemark europäische Künstler um den Sieg beim Songcontest kämpften, genossen die Zuschauer im voll besetzten Bürgermeister-Pohl-Haus eine ebenso vielseitige musikalische Rundreise, die auch nach Kopenhagen führte.
Den Auftakt gestaltete das Schülerorchester unter Leitung von Julia Kaddatz. Neben der Titelmusik zur Serie "The Big Bang Theory" und dem ebenso bekannten "Raiders March" aus "Indiana Jones" präsentierten die Schüler das afrikanische "Siyahamba" und "Irish Dreams". Obwohl die Jüngsten des Vereins noch am Anfang der musikalischen Ausbildung stehen, begeisterten sie mit einer ausgesprochen guten Klangqualität.
Corinna Gutting, seit Ende 2013 neue Leiterin des Jugendblasorchesters, hatte für ihren Part die "Phoenix Overture" zum Beginn ausgewählt. Nach der melodischen Hymne "Friends for Life" feierten die Jugendlichen eine "Fiesta!" Mit sichtlich viel Spaß trommelten, pfiffen und schlugen die Musiker auf den verschiedensten Percussioninstrumenten herum, bevor sich aus dem Klangteppich die Melodie entwickelte. Das Jugendblasorchester überzeugte mit sicherem Spiel besonders in dem von Takt- und Tempowechseln geprägten, anspruchsvollen Werk. Mit einer flotten Zugabe, in der sogar gesangliches Können gefragt war, ging es in die Pause.
Das Große Orchester blieb zunächst in Spanien und besuchte den „Alcazar“ in Sevilla. Der ruhige nächtliche Spaziergang im Palastgarten unter klarem Sternenhimmel wurde eingerahmt von feurigen Flamenco-Klängen. Mit „Pontones“, einem moderaten Pasodoble, verließen Rainer Laumann und sein Ensemble die iberische Halbinsel. Die „Tivoli Festival Overture“ führte die Wixhäuser weiter nach Kopenhagen. Die Komposition beginnt mit den Glockenspielklängen der Rathausuhr, bevor eine bunte Mischung aus spritzigen Melodien, die an einen Rummelplatz erinnern und ruhigen Passagen, einem Spaziergang durch den mit Blumenbeeten und Springbrunnen gestalteten Park gleich, den Tivoli treffend charakterisieren. Ebenso bildgewaltig gelang den Musikern auch der Besuch im Grand Canyon bei „Sunrise at Angels Gate“. Zunächst zart und leise begann der Tag an der Felsformation mit Einwürfen aus dem Holzregister, die wie Sonnenstrahlen über den Horizont blitzten und der vom Flötenregister imitierten erwachenden Vogelwelt. Eine majestätische Phrase im Klarinettensatz ließ den Blick über das bis zu 1,8 km tiefe Naturwunder schweifen, bevor mit dem schnellen Mittelteil das Gewimmel der an- und abfahrenden Touristen dargestellt wurde. Am Schluss mahnten Glockenschläge, die Gefahren der wilden Natur nicht zu unterschätzen. Mit einem Medley aus „Les Misérables“ und der von Philip Sparke arrangierten „Bohemian Rhapsody“ endete ein äußerst unterhaltsames Konzert. Zum Abschied konnte Abteilungsleiterin Ellen Frey dem erfreuten Publikum noch ein Bonbon mit auf den Weg geben: Am 30.11. wird es wieder ein Benefizkonzert im Darmstädter Staatstheater geben.
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