Vom Volkslied bis zum „Diescher“- Blasorchester TSG Wixhausen bot beste Unterhaltung bei der 5. Sommerserenade

Schon eine Stunde vor Beginn strömte das Publikum in den hübsch dekorierten Kirchgarten der evangelischen Kirche in Wixhausen. Und das aus gutem Grund: Bald war an den Tischen kein Platz mehr frei, so dass auch noch das Stuhllager der Scheune komplett geleert wurde, um so vielen Menschen wie möglich eine Sitzgelegenheit zu bieten. Die Sommerserenade des Sinfonischen Blasorchesters der TSG Wixhausen ist längst kein Geheimtipp mehr. Die gute Musik bei einem leckeren Imbiss, garniert mit launigen Ansagen auf Wixhäuser Platt füllte in der 5. Auflage erneut den Kirchgarten bis zum letzten Platz.
Der erste musikalische Block gehörte der eher leichten Muse an. Nach „Hoch Heidecksburg“ animierten die „Volkslieder unserer Heimat“ und die „Erinnerungen an Robert Stolz“ manchen Zuhörer zum Mitsingen. In der „Golden Swing Time“ boten die Wixhäuser Hits wie „Bei mir bist du schön“ oder „Meckie Messer“ in bester Big Band-Manier dar. „Musik, die nicht stört“, nannte Bert Kaempfert die eigenen Kompositionen im „Easy Listening“-Stil. Besonders die Trompeten waren in seinem African-Sound-Medley gefordert und überzeugten bei den bekannten Motiven vom „Happy Trumpeter“ oder „Zambesi“.
Den mittleren Teil des Abends gestalteten vier Ensembles, die sich an verschiedenen Ecken des Gartens positionierten. Ein gemischtes Sextett aus jungen MusikerInnen präsentierte gekonnt die Evergreens „Sag mir quando, sag mir wann“, „Don´t cry for me, Argentina“ und „Tequila“. Klassisch gestaltete das Flöten-Quartett sein Programm mit einer Kurzversion von Smetanas „Moldau“ sowie einer Variation von Schuberts „Forelle“, die mal als Walzer, Tango oder Samba daher schwamm. „Rule Britannia“, den „Ungarischen Tanz Nr. 5“ sowie „Amazing Grace“ brachten ein Euphonium-Tuba-Quintett zu Gehör, bevor abschließend ein Saxofon-Quintett die Gospels „Swing low sweet chariot“ und „Jericho“ sowie das Thema der „Muppet-Show“ intonierten. Es war ein Experiment, das eindeutig gelang. Alle kleinen Gruppen erhielten stürmischen Applaus.
Das Finale der Serenade geriet dann zur Swing-und-Rock-Party. Peter Kleine Schaars hat in seinem Arrangement „Elvis in Concert“ die Hits des King of Rock´n´Roll einmal durch die Stil-Mangel gedreht und ein äußerst kurzweilig anzuhörendes Medley daraus gebastelt. Nach den Potpourris von den Beatles und Tina Turner heizten die Hits eines ehemaligen Staubsaugervertreters dem Publikum weiter ein. „Besser bekannt ist er unter seinem Spitznamen der Tiger, oder „de Diescher“, wie man in Wixhausen sagt“, moderierte Dirigent Rainer Laumann die Zusammenstellung „Tom Jones in Concert“ an. Medleys von Toto und Coldplay sowie die Zugabe „Music“ beendeten einen wunderschönen Sommerabend, der schon jetzt Lust auf die 6. Auflage im nächsten Jahr macht.
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