Luxusuhren richtig versichern

Sammeln kann man so fast alles, was es gibt. Seltene Tiere, Briefmarken oder eben Uhren. Wer sich mit einem Thema beschäftigt (und eine Sammelwut anfängt), der merkt schnell, dass es bei absolut jedem Fachgebiet wertvolle Luxusgegenstände gibt. So natürlich auch bei Uhren. Das "klassische" Beispiel einer Luxusuhr ist natürlich die Rolex. Doch es geht immer noch etwas teurer, exklusiver und natürlich ausgefallener.

Allerdings bleibt beim Sammeln von Uhren ein Problem immer bestehen: Das Diebstahlrisiko. Denn weder die Beschädigung, noch der Verlust sind in der klassischen Hausratversicherung eingeschlossen. Zwar beinhalten einige Hausratversicherungen tatsächlich eine Mobildeckung, beziehungsweise können optional eingeschlossen werden, jedoch schließt dies in der Regel nur Schmuck bis zu einem Wert von etwa 5000 Euro ein. Luxusuhren sind jedoch Luxusschmuck.

Wann man von einer Luxusuhr spricht

Die Frage "wann ist eine Uhr eine Luxusuhr" ist unterschiedlich zu bewerten, bzw. wird von den Versicherungen vor allem unterschiedlich gehandhabt. So sind in der Regel Uhren innerhalb der Wohnung bis zu einem Wert von 25.000 Euro versichert. Unterwegs (Mobildeckung) deckeln die meisten Versicherungen jedoch den Schaden auf 5000 Euro pro Gegenstand, bzw. zahlen eine Höchstgrenze, welche sich an der Wohnungsgröße orientiert. Die genauen Grenzen sind jedoch von Versicherung zu Versicherung und von Tarif zu Tarif unterschiedlich. Im Zweifelsfall sollte man daher mit seinem Versicherungsvertreter sprechen und die Luxusuhren explizit in die Versicherung aufnehmen lassen

Versicherungsaufnahme der Luxusuhr ist nicht möglich - was nun?

Doch Vorsicht: Denn wer seine Luxusuhr im eigenen Zuhause aufbewahrt, muss die Versicherungsbedingungen genau prüfen. In vielen Fällen schreibt die Hausratversicherung die Aufbewahrung im Tresor vor. Auch die Verwahrung im Bankschließfach wird teilweise verlangt. Wem diese "Bedingungen" zu riskant sind, der sollte sich überlegen, ob er zu einer so genannten Uhrenversicherung greift. Alternativ wird diese Spezialversicherung auch Uhren Schutzbrief genannt. Bei dieser kann man dann den Versicherungswert individuell bei Vertragsabschluss festlegen und später gegebenenfalls anpassen.

Versicherungsbedingungen genau prüfen

Um eine Fehl- oder Doppelversicherung zu vermeiden, sollte man seine Versicherungsbedingungen mindestens einmal im Jahr genau prüfen. Denn regelmäßig können sich die persönlichen Bedingungen verändern. Nicht nach jedem Uhrenkauf teilt man der Versicherung auch automatisch mit, dass man eine neue Uhr hat. Und da Versicherung meist den versicherten Wert von Luxusgegenständen auf 20 % der Versicherungssumme deckeln, hat man den versicherten Wert schnell erreicht.

Wem das zu viel Arbeit ist, der kann auch einen Versicherungsmakler mit der Prüfung beauftragen. Man gibt ihm die vorhandenen Verträge und dieser prüft dann die bestehenden Verträge auf Optimierungs- und Fehlbedarf.
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