Erstausstattung: Planungsarbeit und Realisierung von Gärten nach permakulturellen Gestaltungsprinzipien

Die wichtigsten Permakultur-Prinzipien

Es gibt einige Grundsätze, die bei einer Planung eines Gartens nach permakulturellen Gestaltungsprinzipien bedacht werden müssen. Das wohl wichtigste, das es zu vermeiden gilt, ist der Einsatz von Chemikalien wie z.B. Pestiziden, Herbiziden oder Pflanzenschutzmittel. Als Düngemittel können organische Mittel wie natürlicher Mist, Laub oder andere Mulchmaterialien eingesetzt werden anstatt chemische Mittel. Ebenfalls sind Monokulturen, also der Anbau von bloß einer Pflanzensorte, bei einem permakulturellen Garten nicht zu empfehlen. Der Grund dafür ist der Sinn der Pflanzengemeinschaft, so wie sie auch in der Natur vorkommt um auf natürlichem Weg einen Schutz vor Schädlingen zu entwickeln. Ein Schlüsselwort für das Anlegen einer Permakultur ist die Vielfältigkeit sowei die Effizienz des Gartens. So sollte für eine Fülle an verschiedensten Pflanzenarten, Insekten, Vögeln und ökologischen Nischen gesorgt werden, an Arbeitswege gedacht und unnötige Arbeitszeit eingespart werden.

Weiter ist es sehr wichtig, die spezifische klimatische Situation vor Ort stets zu beobachten und für einen ausreichenden Windschutz zu sorgen. Auch die Planung des Licht-Schatten und des Wind-Verhältnisses ist sehr wichtig und steht zum Beginn eines permakulturellen Gartens. Zum einen soll eine Hecke als optimaler Windschutz angebaut werden. Zum anderen ist der richtige Anbau der Bäume und Sträucher wichtig. So sind hohe Bäume am Besten für die Nordseite des Gartens und niedrigere Bäume oder Sträucher seitlich geeignet. Die Südseite des Gartens bleibt am Besten offen, um für einen optimalen Sonneneinfall zu sorgen.

Ein weiteres Prinzip einer Permakultur ist die Vision, so viel wie möglich selber zu machen. Mit der Hilfe von unserem Expertenteam in Sachen Permakultur gelingt eine perfekte Planung und Umsetzung eines eigenen Gartens nach permakultureller Gestaltung.

Permakultur-Elemente

Sämtliche Elemente (z.B. Gewächshaus, Hügelbeet, Kompost usw.) müssen mindestens 3 Funktionen erfüllen.
  1. Sollte das nicht der Fall sein, ist auf dieses Element in der Planung zu verzichten. 
  2. Eine abwechslungsreiche Permakulturanlage, die ressourcenschonend und zukunftsfähig arbeitet, kann folgende Elemente beinhalten: 
  3. Beetvariationen
  4. Energiekonzepte (Solar, Wasserkrieslauf etc.)
  5. Kleinklimazonen durch Hecken, Bodenmodellierung usw.
  6. Kräuterspirale
  7. Sommerküche
  8. Wurmfarm
  9. Insektenhotel
  10. Nützlingsbiotope wie Teiche, Totholzhecken, unberührte Randzonen
  11. Jalousien für Schattengewinnung

Wie und womit fange ich an?

1. Planung eines optimalen Mikroklimas, um langfristig einen permakulturellen Garten zu ermöglichen
2. für die Wasserversorgung für die Gemüsebeete, Topfkulturen und den eventuellen Gewächshäusern rund ums Haus sorgen
3. für optimalen Windschutz und Lichteinfall sorgen
4. notwendige Utensilien wie eine Markise und andere wichtige Hilfsmittel für den Garten werden gekauft
5. die bevorzugten Pflanzen, Kräuter und Gemüsesorten werden besorgt
6. die Einbeziehung der Permakultur-Elemente beginnt

Festlegung der Zonen

Durch die folgende Zonierung wird der Garten in Bereiche mit jeweils verschieden hoher Arbeitsintensität eingeteilt.

  • Zone 0 ist der Haupt-Aufenthaltsort und somit das Haus oder die Wohnung
  • Zone 1 stellt den direkten Bereich neben dem Haus / der Wohnung dar; der auch mit Wasser versorgt werden kann, hier stehen also z.B. Topfkulturen mit Kräutern, die für das Kochen in der Küche griffbereit sein sollen, die einer intensiven Pflege bedürfen
  • Zone 2 benötigt weniger intensive Pflege wie z.B. Buschbäume und Beerenobst, die nur bei der Pflanzung gegossen werden müssen
  • Zone 3 bedarf nur mehr gelegentlicher Pflege, da hier die Beete bepflanzt und erst wieder zur Ernte aufgesucht werden, wie z.B. Kartoffeln, Zucchini, Kohl,...
  • Zone 4 stellt nur mehr einen minimalen Aufwand an Pflege dar, da hier die Obst- und Nussbäume sowie Weideland angesiedelt ist; dieser Lebensraum hat einen hohen ökologischen Wert, da hier viele Vögel und Insekten ihr zu Hause finden
  • Zone 5 ist die Naturzone, die unabdingbar für ein ökologisches Gleichgewicht und das Mikroklima sind; diese Zone beherbergt das Insektenhotel, eine Blumenwiese, wilde Hecken, Steinhaufen usw.
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