Regionale Köstlichkeiten aus Hessen - Ein Überblick

Was die Hessen gerne essen sind Spezialitäten, die den internationalen Küchen in nichts nachstehen. Wie in anderen Bundesländern auch, wird es durch das Bundesland hindurch gerne deftig auf den Tellern. Wobei es "die" hessische Spezialität gar nicht gibt. Vielmehr sind es regionale Spezialitäten und ganz sicher sind es mehr als "Handkäs` mit Musik" oder die berühmte "Grie Soß" mit ihren sieben Kräutern.

Kulinarisches Hessen queer Beet

Beim Stichwort "Frankfurter Würstchen" denkt man unwillkürlich an die Bankenmetropole am Main. Auf den Speisekarten tauchen aber auch die berühmten "Rippcher mit Kraut" auf, jenen roh geräucherten Stücken vom Rippenstück des Schweins, die mit Brot oder Kartoffelsalat serviert werden. Nicht fehlen darf aber auch die "Grüne Soße", erfunden von den Hugenotten. Das erste Rezept der "Grie Soß" stammt bereits aus dem Jahre 1860. Der Klassiker wird mit sieben Kräutern zubereitet, auf Kartoffeln und Eier darf niemand verzichten. In Nordhessen werden die Eier jedoch klein geschnitten und direkt unter die Soße gezogen. Von Johann Wolfgang Goethe ist bekannt, dass er ein großer Fan dieser Spezialität war.

Nordhessen ist jedoch auch das kulinarische Zentrum der Kartoffelgerichte sowie der Spitzbuben, kurz "Beulches" genannt. Auf die mit rohen und gekochten Kartoffeln zubereitete Spezialität gehören noch Dörrfleisch, Blutwurst oder Speck, auf den Teller kommt sie mit einer Specksauce. "Ahler Wurscht" sind die Zutaten der Kartoffelklöße, die sich als "Diebchen" einen Namen gemacht haben. Im Waldecker Land zu Hause sind "Schepperlinge", frische Kartoffelpfannkuchen aus Mehl, Milch, Zucker, Hefe, Eiern und gepressten Kartoffeln. Das Serviergeheimnis ist übrigens ein schwarzer Kaffee.
Im Restaurant "Burg Reichenstein", in der Nähe von Mainz gelegen, finden die Besucher weitere hessische Spezialitäten des Küchenchefs. Weiterführende Informationen gibt es hier. Auf seiner Karte steht z. B. der berühmte "Spundekäs" mit Quark, Schmand und Frischkäse. Und ja, einen leckeren "Handkäs` mit Missig" darf auch bestellt werden.


Der Süden von Hessen – Auch hier gibt es kulinarische Leckereien

Der Süden Hessens kann da locker mithalten. Beispielsweise mit einer Hüttenthaler Bachforelle, gegart in einem speziellen Apfelweinsud. Und in der Rhön heißt es nicht umsonst: "Qualität trifft Regionalität." In diesem Landesteil kennt jeder leckere Hutzelkräppel, Krempelsopp und Ploatz. Abgesehen davon darf kaum eine Gaststätte fehlen, die einem "Rhöner-Schafgericht" einen wichtigen Platz auf der Speisekarte lässt.
"Weck, Wurscht und Woi" ist das Motto im Rheingau. Über die Grenzen der Weinregion hinaus bekannt sind Tresterkäse oder eine Winzersuppe. Aber auch Blutwurst und Sauerkraut passen gut zusammen, ins kulinarische Schwelgen bringen kleine deftige Brötchen, die bekannten "Wingertsknorze", mit Röstzwiebeln und Schinken. Und zum guten Schluss darf ein Stück "Quetschekuchen" nicht fehlen, jener feine Kuchen aus Pflaumen oder Zwetschgen.

Weiter geht die kulinarische Reise mit der Spezialität "Duckefett", einer einfachen wie legendären Sauce aus Speck, Zwiebeln und Schmand, meist gereicht über Pellkartoffeln oder Kartoffelklößen. Die luftgetrocknete und kaltgeräucherte Dauerwurst heißt in Hessen "Ahle Wurscht", die in der Not zwar auch ohne Brot schmeckt, aber so gut wie nie ohne Brot auf den Teller kommt. Zurück geht es nach Frankfurt und zum "Sachsenhäuser Schneegestöber", einem uralten Rezept nach dem Motto "Resteessen". Die Zutaten sind Camembert, fein gehackte Zwiebeln. Frischkäse und viel Petersilie.

Bild: pixabay.com - CC0 Creative Commons
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