Tipps für eine erfolgreiche langfristige Investition

Um mit dem Investieren anzufangen, muss man kein Experte sein – Geldanlage ist weniger kompliziert als viele denken. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie Sie Ihr Geld anlegen können – von der Einzahlung in eine private Rentenversicherung bis zum Investieren in Kapitalanlagefonds. Was dabei den Unterschied ausmacht, ist die langfristige Investition. Der Zeitraum der Geldanlage spielt eine entscheidende Rolle – je mehr Geld Sie wollen, desto mehr Zeit brauchen Sie. Langfristige Investition ist daher einer der zentralen Wege zum Erfolg an der Börse. Im Folgenden finden Sie Tipps, was Sie beachten sollten, wenn Sie Ihr Geld langfristig und damit auch erfolgreich anlegen möchten.

Langfristige Investition erhöht die Gewinnchancen

Es gibt viele Beispiele, die belegen, dass sich Geduld beim Investieren oft auszahlt. Trotzdem gibt es viele kurzfristig-denkende Marktteilnehmer, die ihre Aktien schon nach dem ersten Kursgewinn verkaufen. Oder sie verkaufen mit hohen Verlusten, weil sie nicht bereit sind, länger auf eine Kurssteigerung zu warten. Auf diese Weise nehmen sie sich die Chance auf höhere Gewinne. Langfristige Investition erhöht die Gewinnchancen und mindert das Risiko von Kursverlusten, indem man Börsenschwankungen einfach aussitzen kann.

Bevor Sie Ihr Geld in einen Investmentfonds anlegen, sollten Sie sich über den entsprechenden Anlagehorizont im Klaren sein. Das ist der Zeitraum, den Sie als Anleger bei einem Investment einplanen müssen. Dieser kann bei Fonds durchaus unterschiedlich ausfallen. Bei einer Anlagedauer bis zu fünf Jahren sprechen wir von einem kurzen Zeitraum, bis zu zehn Jahren von einem mittleren Zeitraum und darüber hinaus von einem langen Anlagehorizont.

Grundsätzlich gilt: Je länger Sie Ihr Geld anlegen, desto mehr senken Sie das Risiko, weil das Risiko von Kursverlusten bei längeren Zeiträumen abnimmt. Bei Fonds mit relativ niedrigem Risiko sollte eine Anlagedauer von zwei bis fünf Jahren eingeplant werden und bei diesen mit hohem Risiko sollte man dagegen einen längeren Investitions-Zeitraum von fünf bis zehn Jahren einplanen.

Langfristige Anlageziele richtig setzen

Langfristige Investition erfordert auch langfristige Ziele und langfristiges Denken. Am Anfang müssen Sie fest im Blick haben, wohin Sie wollen und wie viel Zeit Sie dafür brauchen. Die Festlegung der persönlichen Anlageziele ist einer der ersten Schritte bei der Planung der Geldanlage. Nur wenn Sie wissen, was Sie mit Ihrer Investition erreichen wollen, können Sie eine passende Anlagestrategie entwickeln. Jedes Anlageziel sollte konkret ausformuliert und dadurch messbar sein. Je konkreter Sie Ihre Anlageziele definieren, desto besser können Sie Ihre Anlagestrategie entwerfen und Risiken einschätzen. Bei der Zielsetzung spielen der Zeitraum der Geldanlage, das gewünschte Ergebnis und die persönliche Risikobereitschaft eine entscheidende Rolle.

Informieren und Bilden als Grundlage einer langfristigen Investition

Um Geld zu investieren, müssen Sie kein Finanzexperte sein. Zahlreiche Finanzplaner, Vermögensberater und Robo-Advisor stehen zur Verfügung, wenn Sie sich unsicher fühlen. Trotzdem sollten Sie sich gut informieren lassen, bevor Sie Ihr Geld investieren. Es gibt viele verfügbare Informationen, die Ihnen dabei helfen können. Werden Sie besserer Trader, indem Sie Ask Traders Nachrichten regelmäßig lesen werden. Auf diese Weise können Sie kostenfreie Trading Strategien, Trading Ideen und mehr erhalten.

Außerdem gibt es einige Dinge, die man bei der Auswahl von Unternehmen, in die man langfristig investieren möchte, beachten sollte. Ein stabiles und nachhaltiges Unternehmenswachstum spielt eine sehr wichtige Rolle, genauso wie die Anpassungsfähigkeit an sich verändernde Umstände. Konzentrieren Sie sich auf schnell entwickelnde Branchen wie beispielsweise Technologie, Finanzen oder Gesundheit. Aktienfonds mit der Fokussierung auf große Aktiengesellschaften gelten als weniger schwankungsanfällig als solche mit der Konzentration auf weniger entwickelte Wirtschaftsräume. Aber vor dem Kauf einer Aktie sollten Sie wissen, was Sie sich eigentlich in Ihr Depot einkaufen. Beschäftigen Sie sich daher mit Ihren Investitionen und lesen Sie sich vorher ein. Ein großer Fehler ist es, in Produkte zu investieren, die man nicht hundertprozentig versteht, weil man dann das Risiko nicht richtig einschätzen kann.

Die Geldanlagen diversifizieren

Setzen Sie nicht alles auf eine Karte. Eine Verteilung auf verschiedene Anlageklassen mit unterschiedlichem Risiko und Ertragserwartungen ist immer sinnvoll, wenn Sie Ihr Geld langfristig investieren. Streuen Sie Ihre Fonds über verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe und Geldmarkt. Es geht nicht um Renditemaximierung, sondern um die bessere Risikoverteilung. Durch Diversifikation verringert sich das Risiko im gesamten Portfolio, was wiederum die Renditechancen des Anlegers signifikant erhöht. Das Gesamtrisiko wird in unterschiedliche Einzelrisiken unterteilt und durch die Streuung werden riskantere Anlagen durch weniger riskante ausgeglichen. Die Aufteilung auf verschiedene Anlageklassen bestimmt statistisch gesehen die Rendite Ihrer Geldanlagen bis zu 90 Prozent. Dementsprechend spielt die Streuung des Risikos bei der Zusammenstellung eines ausgewogenen Portfolios eine wichtige Rolle.

Risikobewertung

Todsichere Geldanlage gibt es nicht – Investieren bedeutet immer auch ein Risiko. Das Risiko, das Sie beim Kauf eines Investmentfonds eingehen, können Sie an der sogenannten Volatilität erkennen. Grob ausgedrückt bezeichnet die Volatilität die Schwankung-Anfälligkeit eines Finanz-Produkts. Je höher die Volatilität ist, desto größere Schwankungen muss man tolerieren. Dabei ist zu beachten, dass die Volatilität eines Fonds genauso wie seine Entwicklung immer nur im Nachhinein berechnet werden kann.

Erfolgreiche Anleger fokussieren sich zuerst auf das Risiko der Investition und erst danach auf das Gewinnpotential. Behalten Sie im Auge, dass es keine sichere Anlage gibt, die gleichzeitig eine hohe Rendite bringt. Das versprechen nur unseriöse Anbieter. Sichere Anlagen sind zum Beispiel Staatsanleihen mit einem AAA-Rating (die höchstmögliche Bonitätseinstufung), aber da gibt es nun mal keine hohen Zinsen. Bei Investments, die auf Dauer eine höhere Rendite versprechen, wie zum Beispiel Aktien, sind kurzfristig auch immer Kurseinbrüche möglich, was man immer mitberechnen muss. Deswegen sollten Sie sich, bevor Sie ein Investment in Aktien tätigen, über den Zeitraum im Klaren sein, in dem Sie nicht auf Ihr Geld zurückgreifen können. Mit anderen Worten: Legen Sie in Aktien nur Geld an, das Sie für mindestens zehn Jahre entbehren können.

Wie bereits erwähnt, ist das Risiko bei einer langfristigen Investition wesentlich geringer, denn man muss nicht vorschnell handeln. Eventuelle Krisen kann man passiv aussitzen, unabhängig von der kurzfristigen Volatilität des Marktes.

Außerdem müssen Sie sich Ihrer Risikotoleranz bewusst sein. Die persönliche Risikotoleranz sollte Ihre Investitionsentscheidung maßgeblich beeinflussen. Und vergessen Sie nie: Börsenkurse können Sie nicht vorhersagen, aber Sie können Ihr Risiko-Chance-Verhältnis beeinflussen, indem Sie das Risiko eines Investments ausreichend einschätzen.

Fazit

Geld zu verdienen dauert wesentlich länger, als es in einer schlechten Investition zu verlieren. Deswegen sollten Sie vor dem Start in die Geldanlage ein paar grundsätzliche Überlegungen anstellen und alle Möglichkeiten gründlich erforschen. Wenn Sie mit dem langfristigen Erfolg rechnen möchten, müssen Sie auch langfristig investieren. Langfristige Investition verringert die Schwankungen-Anfälligkeit, sowie das Risiko – die Wahrscheinlichkeit eines Verlustes nimmt mit einem längeren Anlagezeitraum ab. Es stellt sich immer wieder heraus, dass diejenigen mit dem längsten Atem belohnt werden. Wenn Sie langfristig denken, Ihr Portfolio über verschiedene Anlageklassen streuen und das Risiko ausreichend einschätzen, können Sie nicht allzu viel falsch machen.

Autor:

Kathrin Kirsch aus Alsbach-Hähnlein

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