1. Bickenbacher Kunstmeile

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Der Traum von Peter Weigold, seines Zeichens Fliesenleger aus Bickenbach, ging nun in Erfüllung. Unter dem Motto Gestern – Heute – Morgen fand die Ausstellung statt. Dabei steht der Sandhase für das Gestern, die beteiligten Künstler für das Heute und die futuristischen Roboter für das Morgen. Eine lange Vorbereitungszeit fand ihr Ende und Bickenbach eine neue Attraktion. Bereits Wochen vor der eigentlichen Eröffnung wurde in Bickenbach darauf hingewiesen. Auf großen Plakaten in Form des Hasen, dem Wahrzeichen von Bickenbach uffm Sand und meterhohen goldenen Robotern, die das Straßenbild vor vielen Geschäften und Einzelhäusern prägten, wurde auf die Veranstaltung hingewiesen.
Auf der Straße Auf der Alten Bahn eröffnete am Sonntag 5. Juni um 10 Uhr die Ausstellung, die erst um 18 Uhr enden sollte. Unterbrochen von einigen Wolkenbrüchen, die der guten Stimmung dennoch keinen Abbruch taten, stellten die 22 Beteiligten ihre Kunstwerke aus. Begrüßt wurden die Besucher von den bereits erwähnten Robotern, die extra den Standort wechselten. Schüler des Darmstädter Ludwig-Georgs-Gymnasium präsentierten zahlreiche Skulpturen aus Gasbeton. Gudrun Münch, Hebamme und Künstlerin aus Alsbach-Hähnlein, präsentiert Kunstwerke aus Schrott. Birgit Günther-Köhler präsentiert Tonkunst. Auch der Bickenbach Ton- und Keramikkünstler Jürgen Riebe verlegte für kurze Zeit sein Geschäft in der Bahnhofsstraße auf die Alte Bahn.
Dabei ist die Strasse Auf der Alten Bahn nicht nur der Zubringer zum Bahnhof und zu den Seniorenheimen. Zweckentfremdet und im Grünen gelegen ist die Straße ein hervorragender Veranstaltungsort. Gleichzeitig ist sie auch Behindertengerecht, so dass die Bewohner der Seniorenheime bequem die 22 Stände erreichen konnten. Unter dem Motto Kultur trifft Natur könnte man diese Veranstaltung ebenso sehen. Peter Weigold präsentierte mit den Künstlern interessante Kunststationen, mit aktueller und lebendiger zeitgenössischer Kunst quer durch alle Bereiche. Ob da die Stände direkt auf der Straße sehen, oder die Exponate im Grün Bickenbachs, sie bieten immer wieder interessante Aussichten und Kontraste. Ein Besuch konnte also künstliches und natürliches auf fesselnde Weise miteinander verbinden. Für jeden Kunstgeschmack war etwas dabei, ob nun stehlampenähnliche Installationen, deren Innenleben des Schirms keine Glühbirnen, sondern phantastische Welten beherbergten, Cosplayer, die zeigten, wie sie ihre Ausrüstung erstellten, Schmuckkünstler und andere mehr, es ergaben sich für den Betrachter immer wieder neue Eindrücke.

Für eine erste Kunstmeile eine gute Veranstaltung, der nächstes Jahr eine weitere folgen könnte, mit mehr Beteiligten.

Autor:

erik schreiber aus Bickenbach

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