Biebesheimer Kammhelm macht "Winterurlaub in Innsbruck / Österreich"

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Wo: Tiroler Landesmuseum, Innsbruck auf Karte anzeigen

Der jungbronzezeitliche Biebesheimer Kammhelm macht „Winterurlaub in Innsbruck/Österreich“.

Das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum in Innsbruck zeigt in
Zusammenarbeit mit Direktor Prof. Dr. Markus Egg vom Römisch-Germanischen
Zentralmuseum Mainz und Prof. Dr. Alessandro Naso vom Institut für
Archäologie an der Universität Innsbruck vom 7. Dezember 2012 bis 31. März 2013
die Ausstellung „Waffen für die Götter“. In dieser präsentieren die unterschiedlich motivierten Waffenweihungen vorwiegend im mitteleuropäischen Raum u. a. in Siedlungen, in Kultarealen und Heiligtümern, in Gewässern und auf Passübergängen von der Bronzezeit bis in die Römerzeit.

Der jungbronzezeitliche Biebesheimer Kammhelm wird dort in bester Gesellschaft präsentiert werden – zusammen mit dem Kammhelm aus dem Tanaro bei Asti (Flussfund; Prov. Asti, Italien), mit dem Kammhelm vom Pass Luegg in Salzburg /Höhenfund) und dem Kammhelm aus dem Depot vom Mossbruckschrofen in Fließ, Oberinntal, Tirol (Opferplatz). Dank der Leihgabe des Biebesheimer Heimatmuseums und der Unterstützung anderer Leihgeber können somit in der Ausstellung Helmweihungen in Flüssen, an Passübergängen und an alpinen Heiligtümern dokumentiert werden.
1963 wurden im heutigen Biebesheimer Wechselsee, bei der Sand-und Kiesausbeute zwei jungbronzezeitliche Kammhelme durch den Saugbagger aus einer Tiefe von etwa 6-7 m heraus gefördert. Der heutige Wechselsee liegt in einem alten Rheinmäander, der die alte Ortslage von Biebesheim berührt hat.
Die Kammhelme wurden aus zwei getriebenen Bronzeblech Schalen zusammengefügt, die umgebördelt wurden und daraus eine Helmhaube gebildet. Im unteren Viertel wurden anstelle des Kammes die breiten Kammränder als Lappen übereinander gelegt und vernietet.
Der Heimat- und Geschichtsverein Biebesheim konnte 1988 für das Heimatmuseum einen Helm erwerben und sich von dem zweiten, der im Landesmuseum Darmstadt verwahrt wird, eine Replik anfertigen lassen. Beide Helme werden i.d.R. in der vor- und frühgeschichtlichen Abteilung des Museums gezeigt.
Der Originalhelm ist allerdings recht reiselustig und war bereits im Jahr 2005 für vier Monate im Historischen Museum der Pfalz in Speyer in der Ausstellung „Im Zeichen des Goldes – Kult und Macht in der Bronzezeit“ zu sehen.
Jetzt wird er für drei Monate in Innsbruck in der Ausstellung „Waffen für die Götter“ ausgestellt werden.

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