Heimatmuseum Biebesheim ab 19.08.2012 wiede geöffnet.

Blick in die Sonderausstellung "Biebesheim am Rhein und der Wein"
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  • Blick in die Sonderausstellung "Biebesheim am Rhein und der Wein"
  • hochgeladen von Norbert Hefermehl
Wo: Heimatmuseum Biebesheim, Rheinstraße 44, 64584 Biebesheim am Rhein auf Karte anzeigen

Im Heimatmuseum Biebesheim und in der Treppenhaus-Galerie im Museum endet am 12.08. die Sommerpause.

Ab 19.08.2012 sind beide Einrichtungen sonntags von 10.00 bis 12.00 Uhr und die Treppenhaus-Galerie im Museum auch donnerstags von 17.30 bis 19.30 Uhr wieder geöffnet.

Im Heimatmuseum wird weiter die Sonderausstellung

Biebesheim am Rhein und der Wein

und in der Treppenhaus-Galerie im Museum die Kunstausstellung

Radierungen des Künstlers Reinhard Klink, Osnabrück

gezeigt.

Beide Ausstellungen sind bis einschließlich 04. November 2012 zu sehen.

In der Gemarkung von Biebesheim am Rhein ist der Weinanbau bisher erstmals 815 in einer Schenkungsurkunde zu Lochheim dokumentiert. Lochheim ist die heutige Gemarkungsbezeichnung Flochheim in der Biebesheimer Gemarkung.
Es kann davon ausgegangen werden, dass der Weinanbau bereits in römischer Zeit in Biebesheim am Rhein erfolgte.

In dem Güterverzeichnis der Grafen von Katzenelnbogen (1375-1480) werden für Biebesheim „Im Feld zu Lochheim“ 4 ½ Morgen Wingerte nachgewiesen.

Man ging bisher davon aus, dass der Weinanbau durch den Dreißigjährigen Krieg weitestgehend vernichtet wurde. Neuere Erkenntnisse widerlegen dies.

Anhand einer Karte von Peter Fehr aus dem Jahr 1738 kann man sehen, dass der westliche Gemarkungsteil überwiegend noch Wiesen und Weideland ist, das der Viehzucht dient. Auf diesem „Plan der strittigen Rheinauen“ ist aber auch die römische Flur und ein Weinberg noch verzeichnet.

Auf dem Plan de l´attaque à Stockstatt von 1744 ist der Weinberg in der Biebesheimer Gemarkung ebenfalls noch eingezeichnet.

Somit wurde in der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts im hessischen Ried der Weinbau aufgegeben. Der bis dahin auch in Biebesheim eine wirtschaftliche Rolle spielte.

In der Ausstellung werden diese geschichtlichen Daten dokumentiert und mit Exponaten aus den Beständen des Museums und Leihgaben des Weingutes K.F. Groebe, das um 1625 gegründet wurde, das seinen Sitz in Biebesheim am Rhein hat, dessen Anbaugebiet aber ca. 20 km entfernt im linksrheinischen Westhofen liegt, die Weinherstellung gezeigt. Das Weingut K.F. Groebe wird im Jahr 2013, im 250. Jahr des Bestehens, wieder komplett nach Westhofen zurück kehren.

Der in Osnabrück geborene und auch heute noch dort lebende Künstler Reinhard Klink zeigt in der Ausstellung in der Treppenhaus-Galerie im Museum in Biebesheim am Rhein eine Auswahl seines facettenreichen Schaffens. Alle seine Werke entstehen in der im sechszehnten Jahrhundert entwickelten Radiertechnik.

In seinen Bildern greift Klink politische, historische und gesellschaftspolitische Situationen auf, die er dann humorvoll, unter anderem symbolisch durch Tiergestalten umsetzt. So zeigen einige seiner Bilder Eulen, die Weisheit widerspiegeln sollen. Illustrativ sitzen diese auf Büchern oder einer Brille und regen den Betrachter zum Nachdenken an. Wir zeigen hier einen Künstler der die Facetten des Lebens genau betrachtet und punktgenau beschreibt. Trotz seiner typischen Bildunterschriften lässt Reinhard Klink dem Betrachter einen Raum für individuelle Bildwahrnehmung. Er hat ein großes Farbgefühl, handwerkliches Geschick und eine klare eindeutige und sichere Bildführung, wie Prof. Dr. Gerhard Lohmeier es anlässlich einer Ausstellungseröffnung mit den Werken Klinks im Jahr 2007 in Bramsche es ausdrückte.

„Warten auf bessere Zeiten“ betitelt Klink eine Radierung die eine Eule auf dem Zeiger einer Uhr zeigt, die sich in einer aufgeklappten Weltkugel befindet. Diese Radierung ist auch auf dem Plakat zur Ausstellung zu sehen und ist ein typisches Beispiel für seine Werke. Die Ausstellung soll zum schmunzeln und nachdenken und kritischen hinterfragen über das alltägliche Allerlei anregen.

Sonderöffnungen für Gruppen sind nach telefonischer Terminvereinbarung unter der Telefonnummer des Museums 06258-81599 möglich.

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