Bahnhofstristesse - oder Nachtrag zur Fahrpreiserhöhung

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Die Bahnsteiguhren gehen wieder richtig. Man freut sich, bei Regen und Schnee wenigsten einen notdürftigen Unterstand am Bahnsteig zu haben.
Die neu installierten digitalen Infolaufbänder sind nur zum Teil mutwillig zerstört.
Ansonsten macht der Biebesheimer Bahnhof seit Jahren einen alles andere als einladenden Eindruck:
vom Bahnhofsgebäude bröckelt die Fassade, alle Fenster in Richtung Bahnsteige sind mit Brettern vernagelt oder sonstwie verrammelt.
Vor Reisenden aus fernen Ländern muss man sich als Biebesheimer ob diesen Anblicks schämen.
Solche Bahnhofstristesse findet man in anderen Weltregionen vielleicht in Geisterstädten - aber doch nicht im Einzugsbereich von Ballungsgebieten, von Finanzmetropolen, nicht in deren Naherholungsbereich (Stichwort Geopark), nicht in Fußweite von Gewerbegebieten.
Da wurden in unserer Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten verkehrspolitisch eindeutig die falschen Akzente gesetzt!
Würde der frühere Bahnchef Mehdorn seinen jetzigen Air-Berlin-Kunden derartige Reisebegleitumstände zumuten?
Was dem Alltagsreisenden einfach unzumutbar hässlich erscheint und natürlich vandalisierenden Jugendliche alles andere als den Eindruck wertgeschätzter Gepflegtheit vermittelt, ist für unsere gehbehinderten Mitbürger aber nur mehr als freiheitsberaubende Schikane zu verstehen.
Gerade mal 600 m Fußweg entfernt befindet sich die Werkstätte für Behinderte in Biebesheim.
Jeder kann im Alter auf einen Rollator oder Rollstuhl angewiesen sein.
Auch Muttis mit Kinderwagen kommen hier nicht vom Fleck.
Unser Foto von der Treppe zu den Mittelbahnsteigen lässt sehr wohl die Frage zu, ob hier nicht als erster Schritt mit relativ einfachen Mitteln eine Rampe Abhilfe schaffen könnte.
Wie blanker Hohn hört sich die stereotype Bahnauskunft an, man könnte als Rollstuhlfahrer ja auch den nächstgelegenen barrierefreien Bahnhof nutzen. Wo bitte ist denn der?
Jetzt wurde im Sommer 2011 von Landespolitik, Nahverkehrsverbünden und der Bahn ein Millionenprogramm "Modernere Bahnhöfe für Hessen"
eingeläutet. Anders als z. B. die S-Bahn-Station Riedstadt-Goddelau rangiert Biebesheim (wie Stockstdt, Gernsheim und Groß-Rohrheim) in der Priorität unter ferner liefen. Der Ort müsste einen - derzeit unzumutbar - hohen Eigenanteil aufbringen.

Aber Biebesheim darf diesen Bahnhof nicht aufgeben. Die angeführten Argumente müssen Gehör finden.
Die Biebesheimer Grünen rufen Interessierte dazu auf, sich dieses Themas
anzunehmen!
Alle müssen an einem Strang ziehen, um hier voran zu kommen!
Ansprechpartner finden sich z. B. über www.gruenes-biebesheim.de

Autor:

Hans Eichinger aus Biebesheim

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