Führerscheinklassen im Überblick

Für alle, die gerade die Fahrschule besuchen oder bald mit den Vorbereitungen auf den Führerschein beginnen wollen, gibt es seit dem 19. Januar 2013 einige wichtige Änderungen: Eine Vereinfachung wurde bei der Regelung bezüglich Anhänger eingeführt. Mit der neu geschaffenen Führerscheinerweiterung B96 dürft Ihr Kraftfahrzeuge mit Anhängern von bis zu 750 Kilogramm oder einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 4.250 Kilogramm fahren.

Bei den Motorradfahrern wurde die Klasse A1 erweitert: Das bisherige Spitzentempo von 80 Km/h entfällt komplett. Auch die Klasse A (beschränkt) für Motorräder bis zu 34 PS gibt es nicht mehr. Stattdessen darf in der Klasse A2 jetzt mit bis zu 48 PS gefahren werden. Einen Haken hat die Sache aber, denn einen prüfungsfreien Aufstieg in die nächste Klasse gibt es zukünftig nicht mehr. Neu ist die Klasse AM, in der die Klassen M und S zusammengeführt werden.

Die dritte Änderung der Führerscheinklassen betrifft Trikes. Wo für die motorisierten Dreiräder bisher ein PKW-Führerschein der Klasse B reichte, braucht Ihr jetzt eine Fahrerlaubnis für Motorräder. Wen betreffen diese Neuerungen? Wer seinen Führerschein vor dem 19.01.2013 gemacht hat, darf noch nach altem Recht fahren. Wer sich vor dem Stichtag angemeldet hat, seine Prüfung aber danach ablegt, erhält automatisch einen Führerschein nach den neuen Regeln.

Beliebte Fahrzeugmarken bei Fahranfängern

Hat man seinen Führerschein einmal bestanden, gibt es für einen Fahranfänger nichts Wichtigeres, als das erste, eigene Auto. Einen schicken BMW oder einen Ford Mustang würde wohl niemand abweisen, dass man als Anfänger so ein Auto bekommt, ist aber eher unwahrscheinlich. Schließlich müssen neben den Anschaffungskosten auch die Versicherungen und Steuern berücksichtigt werden, die je nach Fahrzeugmarke und Fahrerfahrung unterschiedlich sind. Deshalb gibt es in Deutschland einige Klassiker, was Fahrzeugmarken für Fahranfänger angeht.

Kleinwagen sind bei Anfängern besonders beliebt

Kleine PKW eignen sich für Fahranfänger besonders: Sie sind kompakt und übersichtlich, so dass es keine Schwierigkeiten bei der Steuerung und dem Einparken gibt. Gleichzeitig sind sie wegen des geringen Hubraums relativ günstig. Besonders beliebt sind bei Fahranfängern Kleinwagen von Volkswagen wie der Golf oder Polo, aber auch der Opel Corsa, Ford Fiesta und der Renault Clio. Sie werden oft auch in Fahrschulen genutzt, so dass der Fahranfänger gleich mit einem Auto einsteigen kann, das ihm schon bekannt ist.

Bei vielen Fahranfängern ist das erste Auto übrigens ein Gebrauchtes, das von den Eltern oder Großeltern „vererbt“ wird oder günstig gekauft wurde. Diese Autos haben gleichzeitig den Vorteil, dass sie kleinere Beulen und Schrammen eher verzeihen, als ein Neuwagen. Endlich mobil! Für die meisten jungen Erwachsenen bedeutet der Führerschein Freiheit. Noch mehr Eigenständigkeit verspricht das erste eigene Auto. Doch was darf es sein? „Made in Germany“ ist angesagt.

Das ergibt eine Studie. Das unabhängige Vergleichsportal ist im Bereich Kfz-Versicherungen führend und greift für seine Erhebungen auf eine umfangreiche Datenbasis zurück. Berücksichtigt wurden alle Kfz-Versicherungskunden zwischen 18 und 20 Jahren, die über das Portal zwischen Januar 2011 und September 2019 eine Police abschlossen.

Das Ranking zeigt: Auf den ersten fünf Plätzen der Marken-Beliebtheitsskala stehen vier deutsche Autobauer. Mit 23 % liegt Volkswagen in der Gunst der jungen Autofahrer ganz vorne. Die Autos von Opel (16 % Anteil) sind ebenfalls beliebt, auch wenn der Abstand zum Konkurrenten VW schon deutlich ist. Dennoch sichert sich Opel in der Studie souverän Rang zwei.

Ford behauptet sich im Spitzenfeld der Autohersteller

Nur Ford auf dem dritten Platz kann als einziger ausländischer Konkurrent die Phalanx der deutschen Autohersteller durchbrechen. Egal ob Ka, Fiesta oder Focus – die Modelle des amerikanischen Autoriesen sind hierzulande bei den Jungen beliebt. Neun Prozent der Fahranfänger entschieden sich im untersuchten Zeitraum für einen Wagen dieser Marke.

Die Dominanz dieser Hersteller liegt sicher nicht zuletzt an ihrer breiten Fahrzeugpalette. Sie bieten Wagen für jeden Geschmack, ihre Gebrauchten sind auch für Azubis und Studenten bezahlbar. Daher schneiden auch Autohersteller aus Frankreich und Italien bei den Fahrneulingen in Deutschland gut ab. Modelle von Renault, Peugeot und Fiat gelten als günstige Einsteigerautos. Bei vielen Fahranfängern darf es aber auch luxuriöser sein. So stehen die deutschen Premiummarken BMW (8% Anteil) und AUDI (6% Anteil) noch vor der französischen und italienischen Konkurrenz hoch im Kurs.

Neben dem Kaufpreis ist eine günstige Auto-Versicherung wichtig

Die weiteren Marken haben die Fahranfänger dagegen kaum im Blick. Wer kann sich als Abiturient oder Student schon einen Alfa Romeo, Jaguar oder Porsche leisten? Augen auf beim Autokauf heißt es für sie bereits im Vorfeld. Neben einem niedrigen Kaufpreis ist eine günstige Kfz-Versicherung von Vorteil.

Die Typklasse gibt erste Anhaltspunkte und bestimmt den Versicherungsbeitrag mit. Sie wird jedes Jahr von den Versicherern neu definiert. Ab 2020 verschärfen die Autoversicherer die Versicherungsbedingungen in der Typklasse gerade für Fahrneulinge. Dann fließt das Alter des Halters sowie des jüngsten Fahrers mit in die Berechnung ein. Und da junge Fahrer die Versicherungen aufgrund der Überschätzung ihrer Fahrkünste oft teuer zu stehen kommen, lassen sich diese ihr Risiko im Schnitt mit hohen Versicherungsprämien bezahlen.Neben der Typklasse bestimmen aber noch viele andere Merkmale die Höhe der Versicherungsprämie.

Autor:

Tina Weißmann aus Brensbach

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