Wartungstipps zur Waschmaschinenreparaturen
Wichtige Hinweise und Wartungstipps zur Vermeidung kostspieliger Waschmaschinenreparaturen

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Eine Waschmaschine gehört zu den wichtigsten Haushaltsgeräten überhaupt. Eine Reparatur kann schnell hohe Kosten verursachen. Viele Händler raten daher gleich zu einem Neukauf, mit dem Argument, neue Geräte verbrauchen auch weniger Wasser und Strom. Dagegen steht, dass bei der Herstellung einer Waschmaschine viel Energie und Ressourcen verbraucht werden. Zugunsten der Umwelt sollten Haushaltsgroßgeräte daher so lange wie möglich genutzt werden.

Um teure Reparaturkosten zu vermeiden ist es wichtig, die Waschmaschine regelmäßig zu reinigen und zu warten.

Vor der Benutzung

  • Die richtige Wartung beginnt bereits vor der Benutzung. Achten Sie darauf, dass Ihre Maschine gerade und eben steht. Selbst kleinere Unebenheiten können ein "Wandern" der Maschine verursachen. Dadurch werden die Antriebswellen und Lager stark beansprucht, was zu teuren Reparaturen führen kann. Im Handel sind Gummimatten als Unterlagen für Waschmaschinen erhältich, die kleine Unebenheiten ausgleichen können.
  • Viele Schäden sind darauf zurückzuführen, dass Benutzer die Maschine überladen. Füllen Sie daher nie zu viel Wäsche in die Trommel. Die Herstellerangaben für das Gewicht sind bereits für nasse Wäsche berechnet, die schwerer als trockene Wäsche ist. Als Faustregel gilt, dass eine Handbreit Platz zwischen Wäsche und Trommeldecke sein sollte.

Tipps zum richtigen Waschen

  • Verwenden Sie nicht zu viel Waschmittel. Selbst wenn Ihr Wasser "hart" sein sollte, genügt in der Regel die Dosierung für Wasserhärte "mittel". Zu viel Waschpulver führt zu erhöhten Ablagerungen im Inneren der Maschine. Besonders Flüssigwaschmittel bilden Rückstände, die sich überall in der Maschine ablagern.
  • Sortieren und trennen Sie Ihre Wäsche sorgfältig nach Farbe und Waschtemperatur und stellen Sie das richtige Programm ein. Ein Kochwaschgang ist nur bei einer ansteckenden Krankheit notwendig. Für die Buntwäsche genügt in der Regel ein Waschgang bei 30 oder 40 Grad. Flecken sollten vorbehandelt werden, damit hohe Temperaturen für den Waschgang vermieden werden.
  • Wenn Wasser erhitzt wird, entstehen Kalkablagerungen. Dort siedeln sich nicht nur Bakterien und Keime an, sondern sie verringern auch die Leistung und langfristig die Lebensdauer Ihrer Maschine. Verwenden Sie daher einen Entkalker. Im Handel sind Produkte erhältlich, die Sie einfach bei jedem Waschgang dem Gerät hinzufügen können.
  • Lassen Sie nach jedem Waschgang die Tür einen Spalt breit offen, damit die Restfeuchtigkeit entweichen und der Dichtungsgummi trocknen kann.

Regelmäßiges Reinigen

  • Wischen Sie Ihre Maschine in regelmäßigen Abständen aussen feucht ab.
  • Besitzen Sie einen Frontlader, ist die Trommelöffnung mit einer Gummidichtung eingefasst. Nach jedem Waschvorgang bleibt dort etwas Restwasser zurück, das zu Schimmelbildung führen kann. Reinigen Sie die Türdichtung daher regelmäßig mit einem Tuch und Spülmittel. Bei hartnäckigen Verschmutzungen können Sie auch etwas Zitronensäure verwenden. Verwenden Sie diese allerdings nur sparsam und verdünnt, damit der Gummi nicht angegriffen und porös wird.
  • Alle drei bis vier Monate sollte der Waschmittelbehälter entnommen und gründlich gereinigt werden. Ablagerungen führen zu unangenehmen Gerüchen und Bakterienbefall. Weichen Sie die Schublade einige Minuten im Wasser ein, dann lassen sich Verschmutzungen mit einem Tuch oder einen kleinen Bürste leicht beseitigen. Um eventuelle Kalkablagerungen zu entfernen, können Sie dem Wasser einen Spritzer Essig hinzugeben.
  • Einmal im Monat sollte ein Waschgang bei 90 Grad ohne Wäsche, aber mit speziellem Waschmaschinenreiniger (in Drogeriemärkten und beim Fachhändler erhältlich) durchgeführt werden. Dieser Vorgang verhindert Kalkablagerungen, entfernt überschüssiges Waschpulver und vernichtet Keime. Einige Waschmaschinen haben dafür eigene Hygiene- oder Selbstreinigungsprogramme.

Sonstige Wartungstipps

  • Reinigen Sie in regelmäßigen Abständen das Flusensieb, inzwischen offiziell "Fremdkörperfalle" genannt. Darin sammeln sich alle Kleinteile, die in Hosentaschen vergessen wurden und die Waschmaschine beschädigen könnten. Das Flusensieb befindet sich normalerweise hinter einer Klappe vorne am Gerät. Sie sollten vor dem Öffnen einen Behälter unterstellen, da Wasser auslaufen kann. Im Sieb befindliche Gegenstände können Sie per Hand entfernen. Anschließend sollten Sie das Sieb unter fließendem Wasser gründlich ausbürsten.
  • Kontrollieren Sie mindestens zweimal im Jahr alle Dichtungen und Zuläufe auf korrekten Sitz und Dichtigkeit. Wenn sie Anzeichen von Rissen aufweisen oder spröde werden, sollten Sie ausgetauscht werden.

Wer repariert Waschmaschinen?

Die meisten Hersteller haben eine spezielle Hotline für den Kundendienst eingerichtet. Die Mitarbeiter im Service können Ihnen eventuell bereits mit einigen Tipps zur Seite stehen. Wenn die Garantie bereits abgelaufen ist, können Sie sich auch einen örtlichen Reparaturdienst suchen. Die Dienstleister finden Sie im örtlichen Telefonbuch oder im Internet.

Die Reparatur einer Waschmaschine ist umso teurer, je neuer die Maschine ist. Als Faustregel sollten Sie bei einem Gerät unter sieben Jahren etwa die Hälfte des Neupreises rechnen. Die Reparatur eines Gerätes, das über zehn Jahre alt ist, sollte nicht mehr als etwa ein Fünftel des Neupreises betragen.

Nicht immer müssen Sie eine kostspiele Waschmaschinen Reparatur ins Auge fassen. Bei Problemen mit auslaufendem Wasser handelt es sich oft um Verschleißteile, die sich kostengünstig im Internet bestellen lassen. Zahlreiche Do-it-yourself-Videos erklären Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie kleinere Defekte selbst beheben können.

Der Zeitaufwand für die richtige Pflege und Wartung einer Waschmaschine ist nicht übermäßig groß. Die Lebensdauer eines Gerätes kann damit aber zwischen zehn und zwanzig Jahren betragen.

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