Kontinent der Kontraste - Mitglieder der Katholischen Pfarrgemeinde Büttelborn besuchen Hilfsprojekte in Südamerika

Drei Büttelborner in der peruanischen Wüste.
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  • Drei Büttelborner in der peruanischen Wüste.
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Im November 2012 reisten drei Mitglieder der Katholischen Pfarrgemeinde St. Nikolaus von der Flüe Büttelborn dreieinhalb Wochen durch den Süden von Peru und die argentinische Provinz Misiones. Am vergangenen Freitag (08. März) berichteten Andreas Schneiker, Norbert Kathmann und Markus Schenk im katholischen Pfarrzentrum Büttelborn von ihrer Reise und zeigte dabei viele der entstandenen Bilder.

Im Mittelpunkt der Reise standen nicht die großen touristischen Ziele wie etwa die Linien von Nasca, Cusco, der Titicacasee oder Machu Picchu. Die im Freundeskreis für Lateinamerika engagierten Gemeindemitglieder besuchten Menschen und Projekte, die durch die Katholische Pfarrgemeinde Büttelborn schon seit vielen Jahren gefördert werden. Allein in Peru legten sie über 3.000 km mit einem geländegängigen Auto zurück. Gleich zu Beginn ihres Aufenthaltes in Peru, trafen die Drei den 92-jährigen deutschen Priester Norbert Schady. Dieser hat in den vergangenen Jahren in den Armenvierteln von Lima mehrere Kliniken errichtet und erhielt schon finanzielle Hilfe sowie einen Container mit Hilfsgütern aus Büttelborn.
Anschließend reisten die Büttelborner weiter nach Puquio in den Süden des Landes. Begleitet wurden sie von Bischof Juan Carlos Vera Plasencia MSC. Er ist Bischof der Prälatur von Caravelí im Süden von Peru und wird seit dem Jahr 2008 durch die Büttelborner Pfarrgemeinde unterstützt. In Puquio, das auf rund 3.200m Höhe liegt, besuchte die Delegation eine Schule der dortigen Pfarrei sowie ein Heim für behinderte Kinder, welches auch schon Spendengelder aus Büttelborn erhielt. Im Heim, dass zum damaligen Zeitpunkt umgebaut wurde, werden 11 geistig behinderte Kinder betreut.
In der Bischofsstadt Caravelí, die mit ihren 4.000 Einwohnern wie eine Oase nur umgeben von einer kargen Mondlandschaft mit viel Sand, Felsen und Steinen auf ca. 2.000m liegt, besuchten die Gäste aus Büttelborn das SOS Kinderdorf, die Schule San Miguel sowie das Priesterseminar. Das gesamte Gebiet der Prälatur Caraveli ist etwa so groß wie Belgien und reicht von der Pazifikküste bis auf eine Höhe von über 4.000m. Dort leben die Menschen von der Landwirtschaft, arbeiten in der Fischindustrie (Küste) oder in den Minen. Die größten Probleme dieser Region sind, die Landflucht, der Wassermangel, der Klimawandel und die Umweltzerstörung durch die Vielzahl von Minen. Abgebaut werden dort z.B. Gold, Silber und Kupfer. Meistens befinden sich die Firmen in der Hand ausländischer Großkonzerne.
Beeindruckt waren die Besucher aus Deutschland nicht nur von den unterschiedlichen Klimazonen und Landschaften, sondern vor allem von der Gastfreundschaft der Menschen. Überall wurden sie freundlich, offen und interessiert empfangen.
Der zweite Teil der Reise führte die Mitglieder der Büttelborner Pfarrgemeinde in die subtropische argentinische Provinz Misiones, die im Nordosten des Landes liegt. Allein das satte Grün des Urwaldes und die typische rote Erde standen schon im totalen Kontrast zu der kargen und trockenen Landschaft in Peru. In Misiones waren sie zu Gast bei Diakon Hermann Schweikart und seiner Frau Doris, die in der zweitgrößten Stadt der Provinz, in Oberá (ca. 55.000 Einwohner), leben. Die Hilfsprojekte des deutschen, katholischen Ständigen Diakons werden bereits seit über 20 Jahren durch die Büttelborner Pfarrei unterstützt. Dazu zählen die Familienhilfe, die Schüler- und Studentenhilfe, Nachhilfeunterricht sowie die Ferienspiele für Kinder aus armen Familien. Unterstützt werden auch eine Schule für Straßenkinder, eine Schule für behinderte Kinder und das Behindertenheim Santa Teresita in Oberá. Einige Projekte konnten die Pfarreimitglieder aus Büttelborn während ihres einwöchigen Aufenthaltes in Argentinien besuchen. Auch die staatliche Schule Nr. 191 – Picada Vasca stand auf dem Besuchsprogramm. Im Jahr 2012 waren die Direktorin Cristina Brentel und Lehrerin Claudia Davaols zu Gast beim Neujahrsempfang der Büttelborner Pfarrgemeinde und erhielten damals eine Spende für Reparaturmaßnahmen (Neue Fenster).
In Misiones gibt es keine nennenswerte Industrie. Die meisten Menschen leben dort von der Landwirtschaft. Die größten Probleme hierbei sind: Der, wegen der vielen verwendeten Gifte, gefährliche Anbau von Tabak sowie die großen Anbauflächen beim Sojaanbau (Stichwort: Monokulturen).
Während vieler Begegnungen und Gespräche konnten sich die Besucher aus Büttelborn ein Bild von den Sorgen, Nöten und Problemen der Menschen in Caravelí und Misiones machen. Aber es gab auch Vieles dass Mut macht und Hoffnung gibt. Daher möchte die Katholische Pfarrgemeinde St. Nikolaus von der Flüe die Projekte in Südamerika auch in der Zukunft weiter fördern.

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