Pfingsten, Heiliger Geist und Firmung gehören zusammen – Firmgottesdienst in Büttelborn

Das Firmlogo: Symbol für den Heiligen Geist, der zu den jugendlichen Firmbewerbern kommt.
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  • Das Firmlogo: Symbol für den Heiligen Geist, der zu den jugendlichen Firmbewerbern kommt.
  • hochgeladen von Markus Schenk

Jedes Jahr das gleiche Ritual. Die Mehrzahl der Deutschen muss über die Pfingstfeiertage nicht arbeiten und nutzt die freie Zeit zu einem Kurzurlaub. Aber befragt man sie was wir an Pfingsten feiern weiß nicht einmal jeder Zweite welchen Ursprung und welche Bedeutung dieses Fest hat.
Pfingsten ist nach Ostern und Weihnachten das drittwichtigste Fest der Christenheit. Es wird am 50. Tag nach Ostern gefeiert und markiert das Ende der Osterzeit. Pfingsten leitet sich vom griechischen „Pentekoste” (der 50. Tag) ab und gilt als die Geburtsstunde der Kirche. Das Fest erinnert an die Apostel, die damals in Jerusalem versammelt waren: „Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daher fährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab. In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden. Sie gerieten außer sich vor Staunen und sagten: Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören: Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, von Pontus und der Provinz Asien, von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Zyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten, Juden und Proselyten, Kreter und Araber, wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.“ Apostelgeschichte 2,1-11
Im christlichen Glauben versteht man den Heiligen Geist als schöpferische Macht allen Lebens der im Menschen wirkt. Er ist in die Welt gesandt, um Person, Wort und Werk Jesu Christi in uns lebendig zu erhalten. Oft wird er durch eine weiße Taube oder Feuerzungen dargestellt.
In vielen katholischen Pfarrgemeinden empfangen an Pfingsten die Firmbewerber das Sakrament der Firmung. In der Firmung kommt zum Abschluss, was in der Taufe begonnen wurde. Sie ist das Sakrament, welches den Heiligen Geist verleiht, um uns Menschen fester in Christus einzugliedern, unsere Verbindung mit der Kirche zu stärken, uns mehr an ihrer Sendung zu beteiligen und uns zu helfen, in Wort und Tat für den christlichen Glauben Zeugnis zu geben.
Seit Herbst 2010 haben sich 19 Firmlinge der katholischen Pfarrgemeinde St. Nikolaus von der Flüe zusammen mit ihren Firmkatecheten und Pfarrer Joachim Respondek auf diesen Tag vorbereitet. Im feierlichen Gottesdienst am Samstag, dem 11. Juni in der Pfarrkirche von Büttelborn, spendete Domkapitular Hans-Jürgen Eberhardt aus Mainz den Jugendlichen das Sakrament der Firmung. In seiner Predigt hob der Domkapitular die Bedeutung des Heiligen Geistes für jeden Einzelnen in der heutigen Zeit hervor. Außerdem bezeichnete er Jesus als „guten und zuverlässigen Freund, der selbst im Angesicht des Todes nicht davongelaufen ist“.
Mit den Worten: „… sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den heiligen Geist.“, legte der Firmspender den Jugendlichen die Hand auf und salbte deren Stirn mit Chrisam-Öl. Nach christlichem Verständnis versinnbildlicht die Salbung eines Menschen mit Öl seine Erwählung durch Gott und bringt Segensfülle, Stärkung und Heil zum Ausdruck um ein Leben aus dem Glauben zu führen. Ab jetzt sind auch weniger die Eltern als die vielmehr die Jugendlichen selbst für ihr Glaubensleben verantwortlich - eben als „erwachsene“ Gläubige.

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