Pilgerfahrt nach Kevelaer - Büttelborner Katholiken auf Wallfahrt am Niederrhein

Die Büttelborner Pilger vor der Marienbasilika in Kevelaer.
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  • hochgeladen von Markus Schenk

„Zur Hoffnung berufen“, unter diesem Leitwort aus dem Epheserbrief stand die Pilgerfahrt der katholischen Pfarrgemeinde St. Nikolaus von der Flüe aus Büttelborn in diesem Jahr. Pfarrer Joachim Respondek und 21 weitere Gemeindemitglieder waren vom 27. bis 29. Mai im niederrheinischen Marienwallfahrtsort Kevelaer, nicht weit von der deutsch-niederländischen Grenze entfernt, unterwegs. Seit 350 Jahren wird dort die Gottesmutter verehrt.
In der Weihnachtszeit des Jahres 1641 hörte der Händler Hendrick Busman dreimal den geheimnisvollen Anruf: „An dieser Stelle sollst du mir ein Kapellchen bauen!“ Busman betete gerade auf seinem täglichen Weg von Weeze nach Geldern vor einem Hagelkreuz, das an einer Wegkreuzung nahe bei Kevelaer stand. Hendrick Busman war arm, aber dennoch führte er diesen Auftrag aus. Allerdings entstand zunächst nur ein Bildstock.
Seit 1642 pilgern Menschen zum Gnadenbild der „Trösterin der Betrübten“. Dieser Kupferstich zeigt die Muttergottes als Schutzmantelmadonna. Das unscheinbare Andachtsbild wurde von Soldaten während des Dreißigjährigen Kriegs an den Niederrhein gebracht und von Hendrick Busman und seiner Frau erworben. Im Mai 1642 fand es seinen Platz im Bildstock. Schon kurze Zeit später begann die Verehrung durch die Bevölkerung aus Kevelaer und den Menschen aus der Umgebung. Um den schlichten Bildstock baute man 1654 die sechseckige prächtige Gnadenkapelle. Das kleine Gnadenbild ist bis heute dasselbe geblieben. Es hat durch die Jahrhunderte immer wieder die Menschen angezogen. Mehr als 800.000 Menschen aus Deutschland, den Benelux-Staaten und vielen anderen Ländern der Welt pilgern jährlich nach Kevelaer.
Die Pilgergruppe aus Büttelborn besuchte die Gnadenkapelle mit dem Marienbild. Weitere Programmpunkte waren das Marienlob in der Kerzenkapelle, eine Stadtführung in Kevelaer, eine Fahrt nach Kalkar, Hanselaer sowie nach Xanten, mit der Besichtigung der dortigen Kirchen bzw. des Xantener Doms. Höhepunkte waren die Lichterprozession zur Gnadenkapelle am Samstagabend und der Pilgergottesdienst in der Marienbasilika am Sonntag. Außerdem besuchten die Büttelborner Pilger auf der Hinfahrt das Kloster Maria Laach in der Eifel und legten auf der Rückfahrt im Kloster Knechtsteden (bei Dormagen) eine Zwischenstation ein.

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