Ruhebänke in Reinheim erhalten Ortungsmarkierung

In Reinheim und den Stadtteilen werden die insgesamt 352 aufgestellten Ruhebänke derzeit mit Kennungsschildern versehen, die im Notfall der Polizei und den Rettungsdiensten eine schnellstmögliche Standortfindung ermöglichen. Die kleinen Metallschilder sind mit einer gestanzten Buchstaben- und Zahlenkombination ausgestattet und haben eine zusätzliche Markierung in Blindenschrift. Jede einzelne Bank ist im Geo-Informations-System (GIS) gespeichert. Dieses System wird auch von den Rettungsdiensten, der Polizei und der Kommune verwendet.

In einer belebten Dorfgemeinschaft, wie zum Beispiel in Ueberau, gäbe es bei einer Notfallsituation schnell helfende Personen. Ruhebänke stehen jedoch auch in größeren Grünanlagen oder am Ortsrand der Stadtteile. Hier kann es bei weniger belebten Tages- oder Nachtzeiten für eine in Not geratene Person unter Umständen schwierig werden, genaue Ortsangaben zu machen. Die kurze Kennungszahl hilft einem Betroffenen, den exakten Aufenthaltsort schnell zu übermitteln. Selbst Ortsfremde, Menschen mit Einschränkungen oder Kinder können so unkompliziert mit einem Handy Hilfe anfordern.

Die hohe Anzahl der vorhandenen aufgestellten Ruhebänke bedingt eine gewisse Montagezeit der Kennungsschilder. Wie der Bauhofsleiter Richard Blank jedoch mitteilt, sind bereits alle 352 Codeziffern im GIS-System gespeichert. Mit der Kennzeichnung wurde in Ueberau begonnen, die Stadtteile Reinheim, Spachbrücken und Georgenhausen-Zeilhard sowie Dilshofen folgen anschließend.

Defekte Ruhebänke ersetzt die Stadt aufgrund der positiven Erfahrungswerte mit einem einheitlichen braunen Modell aus Kunststoff mit Stahleinlage. Diese Bänke sind im Recyclingverfahren hergestellt und bieten neben dem hohen Sitzkomfort eine sehr stabile Ausführung. Das Material trocknet schnell, entwickelt keine Splitter und lässt sich leicht reinigen. Die optisch ansprechenden Sitzgelegenheiten werden von der Bevölkerung gut angenommen und passen gut ins Stadtbild.

Gerade für die älteren Einwohner sind die Sitzbänke eine wichtige Hilfe, um am Alltagsleben mit kurzen Ruhepausen entspannt teilnehmen zu können. Aber auch Eltern mit müden Kindern freuen sich über diese Verschnaufmöglichkeit. Generationenübergreifende Kontakte entstehen da ganz von allein. Die Kommune plant noch weitere Standorte für neue Ruhebänke. So wurde kürzlich bei einem Treffen aller Seniorenvertreter von Vereinen und Verbänden darum gebeten, entsprechende Wünsche für die Stadtteile zu äußern. Das neue System mit den Kennungsschildern gibt ein gutes Gefühl der Sicherheit, selbst wenn die Sitzgelegenheit ein deutliches Stück außerhalb des Wohnortes steht. Dies trifft zum Beispiel auf die beliebten Wanderbänke zu, die auf dem Weg von Ueberau zur Hundertmorgen stehen. Der fantastische Weitblick lockt viele Fußgänger, die auf dem Rückweg gerne die Sitzmöglichkeiten nutzen. Eine der dort stehenden Bänke wurde vom Obst- und Gartenbauverein Reinheim-Ueberau gespendet, der kürzlich der Kommune insgesamt acht Modelle schenkte.

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