Klassisch, jazzig und modern - Sinfonisches Blasorchester der TSG Wixhausen und Michael Schmidt begeistern im Staatstheater Darmstadt

Sinfonisches Blasorchester TSG Wixhausen
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  • Sinfonisches Blasorchester TSG Wixhausen
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Das äußerst vielseitige Programm, das Dirigent Rainer Laumann für die siebte Auflage des Benefizkonzerts zugunsten „Echo hilft!“ zusammengestellt hatte, begeisterte das Publikum im fast ausverkauften Großen Haus. Bearbeitungen klassischer Werke, eine zeitgenössische Komposition, deren Botschaft immer noch hochaktuell ist und eine temperamentvolle Darbietung des Klarinettenkonzerts von Artie Shaw bewiesen, welche Bandbreite die sinfonische Blasmusik zu leisten bereit ist.
Die stilistische Reise begann in Armenien. Die von Alfred Reed zusammengestellte Suite aus fünf Liedern der großen Volksmusik-Sammlung des Armeniers Gomidas Vartabed stimmte mit ihren mal lyrischen und mal tänzerischen Passagen sowie dem furiosen Finale die Zuhörer trefflich auf den unterhaltsamen Abend ein.
Einen krassen Gegensatz zu diesen Wohlklängen bildete die Komposition „Eiszeit – Die unendliche Reise ans Ende der Welt“. Erzählt wird die Geschichte des jungen Lenz, der sich in die Welt der Drogen flüchtet. Die Wirkung der bewusst oft dissonant gehaltenen Musik wird verstärkt durch die beiden Sprecher Sascha Görg, der als Junkie Lenz seine Gefühle und Gedanken beschreibt und Lisa Joos, die als Erzählerin die Geschichte mit Erläuterungen ergänzt. Atemlos lauschte das Publikum gespannt dem Geschehen bis zum tragischen Ende als es hieß: „einer mehr, der schweigend hinnahm die Kälte der Welt“.
Nach dem eher ruhig dahinfließenden Traditional „Greensleeves“ folgten 5 Tänze aus dem Ballett „Gayaneh“, von denen der rassige „Säbeltanz“ das Publikum beschwingt in die Pause entließ.
Tosenden Applaus und viele Bravo-Rufe erntete Michael Schmidt, Soloklarinettist am Staatstheater, der in diesem Jahr als Gastsolist das Blasorchester unterstützte, für seine brillante Interpretation des aus dem Film „Second Chorus“ stammenden Klarinettenkonzertes von Artie Shaw. Mit feinem nuancierten Ausdruck, swingend und jazzend den kompletten Tonumfang seines Instrumentes ausnutzend, butterweich und zart klingend auch im Pianissimo in den höchsten Höhen, spielte er mit den Glissandi, technisch anspruchsvollen Phrasen und Kadenzen und durfte abschließend nicht ohne Zugabe von der Bühne.
Nach dem zauberhaften Medley aus „Mary Poppins“, in dem natürlich auch die bekannten Lieder „Wenn ein Löffelchen voll Zucker bittre Medizin versüßt“, „Chim Chim Cheree“ und „Superkalifragilistikexpialigetisch“ nicht fehlen durften, und dem „Vilia-Lied“ von Franz Lehar stand noch einmal ein Werk aus der Feder von Alfred Reed auf dem Programm. „El Camino Real“, eine Fantasie mit lateinamerikanischen Elementen, in der auch typische, aus der Flamenco-Musik bekannte Motive zu hören sind, gelang den MusikerInnen famos.
Mit dem Konzertmarsch „Arsenal“ verabschiedeten sich die Wixhäuser bis zur (hoffentlich) achten Auflage im kommen Jahr.

Autor:

Silke Gundlach aus Wixhausen

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