Sommerserenade im Wixhäuser Musiksommer - Sinfonisches Blasorchester Wixhausen gestaltete Serenade mit Wetterglück und Zeitgeschehen

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Als am frühen Sonntagnachmittag ein sommerlicher Regenguss über Wixhausen niederging, gab es schon die Befürchtung, dass die 4. Sommerserenade des Sinfonischen Blasorchesters der TSG Wixhausen buchstäblich ins Wasser fällt. Doch das Orchester hatte Glück. Statt des Regens strömten am frühen Abend die Zuhörer, die sich durch die immer noch vorhandenen dunklen Wolken nicht abschrecken ließen, in großer Zahl in den evangelischen Kirchgarten. Auf sie wartete nicht nur ein äußerst abwechslungsreiches musikalisches Programm, sondern anlässlich des 50-jährigen Orchesterjubiläums auch die Ausstellung zum „Wixhäuser Musiksommer“, für die das Dorfmuseum extra geöffnet hatte. Besonders begrüßt wurde der ehemalige Dirigent Günther Deuker, der für sein langjähriges Engagement ein Fanpaket erhielt.
„Manchmal füllt das Zeitgeschehen das Programm von ganz alleine“, bemerkte Dirigent Rainer Laumann, der in bester Wixhäuser Mundart moderierte. So fanden sich in den drei Themenblöcken „Schunn länger her“, „Noch nedd so lang her“ und „Fassd wie nei“ einige Titel, die an kürzlich verstorbene Musiker erinnerten. Mit dem Medley „Es ist so schön ein Musikant zu sein“ wurde Slavko Avsenik, der Gründer der Original Oberkrainer und Komponist des Trompetenecho, gewürdigt. Zu Ehren des gebürtigen Bremers Hans Last, der mit seinem „Happy Sound“ seit Mitte der 60er Jahre erfolgreich war, spielten die Wixhäuser „Happy Music mit James Last“. Und in Gedenken an den Komponisten James Horner präsentierte Dorothea Keller am Saxophon gefühlvoll „My heart will go on“, die Titelmusik des Blockbusters „Titanic“.
Dass bei der Serenade nicht alles so ernst genommen wird, zeigte sich bei einer weiteren Filmmusik. Zur Melodie von „Winnetou & Old Shatterhand“ griff Laumann zum Mikro und imitierte das Wiehern eines Pferdes. Und bei „Granada“ sollte das Publikum seine Spanisch-Kenntnisse zeigen. Beim zweiten Anlauf tönte dann ein lautes „Olé“ durch den Garten.
Die gerade für Musik in Parks konzipierte „Folk Song Suite“ von Vaughan Williams brachte typisch britischen Sound zu Gehör während „Flower Power“ mit Songs wie „Oh Happy Day“, „Let´s go to San Francisco“ oder „So happy together“ in die Hippie-Zeit entführte.
Die Kracher des Programms kamen aber zum Schluss. Mit den Medleys „The Best of Earth, Wind & Fire“, “The Best of Billy Joel” und “Nena” rockten die MusikerInnen den Garten. Kein Wunder, dass sie ohne Zugabe nicht gehen durften. Mit „Music“ von John Miles verabschiedete sich das Orchester in eine wohlverdiente Sommerpause, bevor die Proben für das 7. Benefizkonzert im Darmstädter Staatstheater beginnen. Soviel sei dazu schon gesagt: Nachdem die letzten Konzerte im Kleinen Haus vorzeitig ausverkauft waren, gastieren die Wixhäuser am 8. November im Großen Haus!

Autor:

Silke Gundlach aus Wixhausen

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